veranstaltungen im juni 2017

veranstaltungen im juni 2017

juni 2017

Donnerstag
02.02.17
20.00 Uhr
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Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?

Michael Köhlmeier, Konrad Paul Liessmann

Lesung und Gespräch


Ich - wer soll das sein? Menschsein - was bedeutet das? Frei sein, schön sein - was kann die Literatur und was die Philosophie? Wenn die beiden sich treffen, oder sagen wir: wenn der Schriftsteller Michael Köhlmeier dem Philosophen Konrad Paul Liessmann begegnet, sind es genau diese Fragen des Lebens, die den Raum füllen: Michael Köhlmeier ist ein großer Erzähler und Konrad Paul Liessmann ein brillanter Philosoph. Zu zwölf Schlüsselbegriffen unseres Lebens erzählt Michael Köhlmeier eine Geschichte, inspiriert von antiken Mythen oder Volksmärchen - anschließend zeigt Konrad Paul Liessmann in seiner Interpretation, was er daraus über die Spielregeln und Möglichkeiten unserer Welt herausliest. Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems, Vorarlberg, und Wien, zuletzt erschienen die Romane "Zwei Herren am Strand" (2014) und "Das Mädchen mit dem Fingerhut" (2016) sowie gemeinsam mit Paul Liessmann "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? Mythologisch-philosophische Verführungen" (2016). Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Publizist. Im Zsolnay Verlag gibt er die Reihe "Philosophicum Lech" heraus. Seine "Theorie der Unbildung" (2006) wurde in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen "Lob der Grenze" (2012) und "Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift" (2014).

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
06.02.17
19.00 Uhr
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Lesestunde zu "Der Elefant Verschwindet" von Haruki Murakami

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Das Gitter ist geschlossen, doch der Elefant ist verschwunden - zur Bestürzung der ganzen Stadt. Nur einer ahnt, was passiert ist. Ein junger, einsamer Mann, der in der Werbeabteilung eines Küchenherstellers arbeitet und einer Journalistin seine Beobachtungen mitteilt. Ein nächtlicher Anfall von Heißhunger und ein übermütig geplantes Verbrechen enden ganz anders als vorgesehen: so anders, dass sie Jahre später unvermutete Folgen nach sich ziehen. Eine Frau in den besten aller ödesten Verhältnisse erkennt in der eigenen Schlaflosigkeit ein berauschendes Geschenk. Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami entwirft melancholische Gestalten, für die sich im Gewebe des Alltags immer wieder eine Leerstelle auftut, in die ein tiefer, lebensverändernder Sinn einzusickern scheint. Erzählungen von unerhörten Ereignissen und betörenden Zufällen, wie von unsichtbarer Hand gesandt. Wir lesen "Der Elefant Verschwindet" und sprechen darüber. Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Dienstag
07.02.17
20.00 Uhr
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Mary. Fünf Mikrothesen zur Literatur

Aris Fioretos, Durs Grünbein

Lesung und Gespräch


"Was heißt Verantwortung in der Literatur? Dass Freiheit nur durch Ordnung zu erreichen ist." So formuliert es Aris Fioretos in der ersten seiner fünf Mikrothesen, die er für das Buchprojekt des Literaturhauses Stuttgart (u.a.) "Freiheit und Verantwortung. 95 Thesen heute" zum 500. Jubiläum der Reformation verfasst hat. "Ein Paradox: In der Literatur führt Begrenzung zu einer Erweiterung des Sagbaren", lautet wiederum seine dritte These. Diese fünf konzentrierten Thesen setzen wir als lose Klammer um Lesung und Gespräch aus seinem neuen Roman "Mary". Hier erzählt Aris Fioretos von einer jungen Frau unter der griechischen Militärdiktatur. Marys Bericht beginnt mit ihrer Liebe zu Dimos, einem Anführer der Studentenbewegung. Im November 1973 wird sie festgenommen, in den Verliesen des Sicherheitsdiensts ist die schwangere Mary Hunger, Kälte und Folter ausgesetzt. Zugleich erzählt sie von der Solidarität unter den gefangenen Frauen. Fioretos, 1960 in Göteborg geboren, ist schwedischer Schriftsteller griechisch-österreichischer Herkunft. 2010 hat er die erste kommentierte Werkausgabe von Nelly Sachs veröffentlicht. Für seine Übersetzungen von u. a. Paul Auster und Vladimir Nabokov ins Schwedische sowie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten. Mit ihm ins Gespräch kommt der Autor und Lyriker Durs Grünbein; ihn verbindet mit Fioretos nicht nur eine lange Freundschaft, sondern auch ein gemeinsames Buch "Verabredungen. Gespräche und Gegensätze über Jahrzehnte" über ästhetische, weltanschauliche und politische Themen. Das Projekt " Freiheit und Verantwortung. 95 Thesen heute" wird gefördert von der evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Stadt Stuttgart. In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konsulat.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
10.02.17
20.00 Uhr
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Die Welt im Rücken

Thomas Melle

Lesung und Gespräch, Moderation: Cord Riechelmann


"Wie Thomas Melle nun sein eigenes Zerreißen zwischen überfunkenden Nervenenden und nicht mehr kontrollierbaren Synapsenabstürzen als körperlichen wie geistigen Prozess beschreibt, ist schlicht umwerfend. Und er spricht in nichts anderem als seinem eigenen Namen." Cord Riechelmann Auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2016 fand sich der Text von Thomas Melle über seine manisch-depressive Erkrankung. "Wenn Sie bipolar sind, hat Ihr Leben keine Kontinuität mehr. Die Krankheit hat Ihre Vergangenheit zerschossen, und in noch stärkerem Maße bedroht sie Ihre Zukunft. Die Person, die Sie zu sein und kennen glaubten, besitzt kein festes Fundament mehr. Sie können sich Ihrer selbst nicht mehr sicher sein." In seinem Buch "Die Welt im Rücken" erzählt er von persönlichen Dramen und langsamer Besserung - und gibt einen außergewöhnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten vorgeht. Entstanden ist eine Chronik eines zerrissenen Lebens und ein autobiografisch radikales Werk von großer literarischer Kraft. Thomas Melle, 1975 geboren, lebt in Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke. Sein Debütroman "Sickster" (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert wie auch der 2014 folgende Roman "3000 Euro". In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für seelische Gesundheit am Klinikum Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
13.02.17
11.00 Uhr
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Was ist ein guter Essay?

Stephan Krass

Gespräch, Moderation: Anja Brockert


Kaum ein literarischer Text ist so schillernd wie der Essay. Er ist ein gedankliches und formales Experiment, subjektiv und ergebnisoffen - ganz gleich, ob sich der Autor einem philosophischen, gesellschaftspolitischen oder künstlerischem Thema widmet. Seit Michel de Montaigne das Genre im 16. Jahrhundert erfand, haben Autoren die unterschiedlichsten essayistischen Schreibweisen erprobt. Diese inhaltliche und gestalterische Freiheit ist für Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung. Wie grenze ich mein Thema ein - und wie entfalte ich es? Wie erzählerisch kann ich meine Überlegungen formulieren, wie viel Sachlichkeit ist angemessen? Wie assoziativ dürfen meine Gedanken spazieren, und mit welchen Stilmitteln gestalte ich das Textgewebe? Der Essay ist ein Versuch - reizvoll, riskant und im besten Falle anregend, für den Verfasser ebenso wie für den Leser. Ein Gespräch über Kriterien, Tücken und gelungene Essays mit Stephan Krass, Redakteur des SWR2 RadioEssay und Professor für Literarische Kunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, Stuttgart In Kooperation mit SWR2 Wissen und mit Unterstützung des Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
13.02.17
20.00 Uhr
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Nationalismus. Emotion.

Eva Illouz

Vortrag und Gespräch, Moderation: Lothar Müller


Wie verschränken sich Nationalismus und Emotion? Welche Gefühle und Leidenschaften ruft der Nationalismus hervor, wie werden Emotionen instrumentalisiert? Wieso und warum nimmt der Nationalismus so eindringlich Bezug auf die Toten und die Gräber? In ihrem letzten Essayband "Israel" geht die international bekannte Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, Eva Illouz, diesen Fragen am Beispiel Israels nach. Anhand aktueller politischer Entwicklungen und persönlicher Erfahrungen zeichnet sie ein drastisches Bild der israelischen Gesellschaft: Die zunehmende Identifikation mit Ethnie und Religion, so ihre These, droht deren liberalen Charakter zu unterwandern. Illouz’ viel beachteten und kontrovers diskutieren Texte kombinieren scharfsinnige Analysen mit einem kompromisslosen Plädoyer für eine offene Gesellschaft - eine dringend benötigte Stimme aus einer von Extremismus gezeichneten Region. Und eine dringend benötige Stimme, die auch für unser Nachdenken über die Zukunft europäischer Gesellschaften von großer Bedeutung ist. In ihren Forschungen widmet sie sich vor allem der Frage, welche emotionalen Muster sich in Gesellschaften herausbilden. Dabei gilt ihre Aufmerksamkeit insbesondere den Veränderungen der individuellen Wahrnehmung und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit im Verhältnis zu einer von der kapitalistischen Ökonomie formierten Öffentlichkeit. Von ihren zahlreichen Büchern sind auf Deutsch u.a. erschienen: "Gefühle in Zeiten des Kapitalismus". Adorno Vorlesungen (2006), "Die Errettung der modernen Seele" (2009), "Warum Liebe weh tut" (2011), "Die neue Liebesordnung. Frauen, Männer und Shades of Grey" (2013), "Israel. Essay" (2015). In Zusammenarbeit mit dem IZKT, dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung, und der Initiative "Offene Gesellschaft".

 

Dienstag
14.02.17
20.00 Uhr
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Halb Taube Halb Pfau

Maren Kames

Ausstellungseröffnung und Lesung, Moderation: Paul Brodowsky


"Ich trage auf und grabe aus, ich sammle und schiebe zusammen. Das sind die Schollen, die ich bilde im Land." Maren Kames Wie Schollen in einer Schneelandschaft heben sich die Texte von Maren Kames von einer weißen, weitläufigen Fläche ab. Geboren 1984 in Überlingen am Bodensee, lebt sie heute als Autorin in Berlin. In ihrem Debüt "Halb Taube Halb Pfau" entwickelt sie eine ganz eigene Sprach- und Klanglandschaft von unglaublicher Sogwirkung. Dabei überschreitet "Halb Taube halb Pfau" die Grenzen des Buches. QR Codes führen auf eine Audioebene außerhalb des Textes, womit das Buch endgültig seine ganz eigene Dimension erschafft und Schrift zu Klang wird. In den Räumen des Literaturhauses nun wird Maren Kames von Februar bis April diese literarische und akustische Gesamtkomposition in eine begehbare Landschaft übersetzen. Nichts steht für sich, alles ist verbunden: Text, Ton und Raum. Ein sprachmächtiger Raum, voller Humor und mit Sätzen, die man an jeden Zug sprühen möchte - oder eben an den Wänden des Literaturhauses finden kann. Die FAZ schreibt: "Maren Kames ist der neue deutsche Lyrikleitstern." Lassen wir ihn leuchten. Maren Kames ist die erste Kooperationsstipendiatin des Literaturhauses Stuttgart und der Akademie Solitude. Die Ausstellung ist das Ergebnis ihres dreimonatigen Aufenthalts auf der Solitude.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
15.02.17
18.00 Uhr
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„Oishii!“ – Linden-Museum

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


„Oishii!“ - „Es schmeckt mir!“ ist das in Japan geläufigste Wort, um Wohlgeschmack am Esstisch zu signalisieren. Essen ist in Japan weit mehr als Ernährung. Es ist mit allen Bereichen des menschlichen Lebens verbunden und ermöglicht den Blick auf die verschiedensten Aspekte der Gesellschaft. Der französische Soziologe Marcel Mauss bezeichnete Nahrung einmal als „Totalphänomen“: Sie ist ein Kommunikationssystem, ein Regelwerk des Gebrauchs und des Verhaltens. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Ausstellung „Oishii!“ im Linden-Museum mit der japanischen Ess- und Trinkkultur. Gewinnt mit uns einen Einblick in die japanische Kultur und begleitet uns zu einer Führung durch die Ausstellung. Eintritt: Euro 11,-

 

Mittwoch
15.02.17
20.00 Uhr
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Zukunftsfragen: Globaler Mindestlohn

Peter Spiegel, Georgios Zervas

Vortrag und Gespräch, Moderation: Franz Alt


Ein globaler Mindestlohn von 1 Dollar pro Stunde würde die Armut in kurzer Zeit und weltweit maßgeblich verringern. Und ein ganzes Bündel großer Menschheitsprobleme könnte entscheidend reduziert werden: Flucht, Unterernährung, kriegerische Konflikte und Umweltzerstörung. Ein solcher Mindestlohn würde das Einkommen von mehr als einer Milliarde Menschen über Nacht mehr als verdoppeln, und das Geld würde in mehr und bessere Ernährung fließen, in den Zugang zu Energie und zur digitalen Welt. So lassen sich die Kerngedanken von Peter Spiegel umreißen, die er in seinem Buch "Die 1-Dollar Revolution" zusammen mit Georgios Zervas entfaltet und zugleich aufzeigt, auf welche Weise ein globaler Mindestlohn realisiert werden könnte. Peter Spiegel, Soziologe, Publizist und Zukunftsforscher, ist Mitinitiator der Global Marshall Plan Initiative und jüngst der Future for all Initiative und veranstaltet die jährlich stattfindende internationale Zukunftskonferenz „Vision Summit". 2008 gründete er mit dem Genisis-Institut den ersten internationalen Think-Tank für Social Business. Mit ihm ins Gespräch kommt der Journalist Franz Alt, geboren bei Bruchsal und unter anderem bekannt geworden durch seine langjährige Moderation des Politmagazins "Report". Ab 1992 leitete er die Sendereihe "Zeitsprung" im SWF und ab 1997 das Magazin "Quer-Denker" in 3SAT. Daneben hat sich Franz Alt auch durch sein engagiertes Eintreten für ökologisches Handeln einen Namen gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof, Evangelisches Bildungszentrum.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
17.02.17
20.00 Uhr
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Literatur und Zweifel

Kathrin Röggla, Andrea Bartl

Veranstaltungsreihe: Literatur und ihre Vermittler

Lesung und Gespräch, Moderation: José F. A. Oliver


„Die Welt der Waren- und Geldströme ist nicht mehr nur einfach die tatsächlichere Welt, sie hat heute auch das fiktive verschluckt.“ Kathrin Röggla Über Literatur und Zweifel sprechen die Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielautorin Kathrin Röggla und Andrea Bartl, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg. Zwischen November 2015 und Juni 2017 treffen in der Reihe „Literatur und ihre Vermittler“ zehn bedeutende SchriftstellerInnen auf ebenso namhafte WissenschaftlerInnen. Ausgangspunkt ist ein Essay zum Thema Zweifel, den Kathrin Röggla für diesen Abend verfasst hat: Was ist produktiver Zweifel? Gehört der Zweifel zur Profession? Wie bedingen sich Wirklichkeit und Fiktion? Kathrin Röggla schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosatexte, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 2016 erschien ihr Erzählband "Nachtsendung: Unheimliche Geschichten". Seit 2015 ist Kathrin Röggla zudem Vizepräsidentin der Akademie der Künste in Berlin. Andrea Bartl arbeitet insbesondere zur Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts und zu kulturgeschichtlichen und kulturtheoretischen Perspektiven der Literaturwissenschaft. 2014 hat Andrea Bartl gemeinsam mit Nils Ebert den Band "Der andere Blick der Literatur. Perspektiven auf die literarische Wahrnehmung der Wirklichkeit" herausgegeben. Und im November 2016 wurde sie vom Fachmagazin "Unicum Beruf" als eine der drei Bestplatzierten in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet. Die Veranstaltungsreihe ist Teil einer zweijährigen Weiterbildung für Deutschlehrkräfte aus Baden-Württemberg, in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Breuninger Stiftung.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
24.02.17
20.00 Uhr
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Rotten

Lydia Haider

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Lesung und Gespräch


"'Rotten' versucht einen Befreiungsschlag. In Anlehnung an die Mythen des Alten Testaments baut Lydia Haider eine düstere Gegenwart, eine Welt, die hermetisch geschlossen scheint durch die sich ausweglos wiederholende Geschichte, die Schlechtigkeit des Menschen und durch das Walten eines so unverstehbaren wie unerbittlichen Gottes", heißt es im österreichischen "Falter". Ihr Sprachstil erinnere an Wolf Haas, speist sich aus dem Jugendjargon aber auch aus veralteten Wortschätzen, ergänzt, garniert und erweitert durch eine mäandernde Kunstsprache. "Rotten" fügt sich mit "Kongregation" zu einem spannenden Doppel - zu einem Sprachkunstwerk aus dem Boden der Barbarei und der heiligsten Schriften unser (Un)kultur. Die Autorin stammt aus der Nähe von Mauthausen. Die Präsenz des ehemaligen KZs bindet seine Anrainer bis heute auf besondere Weise an die Geschichte des Nationalsozialismus. Lydia Haider lebt in Wien. Sie studierte Germanistik und Philosophie, schreibt derzeit an ihrer Dissertation und erhielt ein Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium Berlin. Ort: König-Karl-Straße 40, 70373 Bad Canstatt Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl Eintritt: Euro 5,- inkl. Bier und Brezel

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de