veranstaltungen im oktober 2019

veranstaltungen im oktober 2019

oktober 2019

Mittwoch
01.05.19
09.30 Uhr
-

Animation and Science

Robert Seidel, Matthias Wittmann, Hannes Rall

Veranstaltungsreihe: Internationales Trickfilmsymposium

Symposium


Keynote-Speaker Robert Seidel und VFX-Experte Matthias Wittmann diskutieren zusammen mit Hannes Rall und Erwin Feyersinger über die Verbindung von Animation und Wissenschaft. Ziel des Symposiums ist es, Wissenschaftler, Studierende, Akademiker und Künstler aus den verschiedensten Bereichen der Forschung und Berufspraxis interdisziplinär und international zusammenzubringen. Ein wissenschaftliches Symposium beim Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart und FMX 2019 in Zusammenarbeit mit der Society of Animation Studies, der School of Art, Design and Media der Nanyang Technological University Singapur, dem Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen, der AG Animation und dem Literaturhaus Stuttgart. In englischer Sprache Unterstützt und ko-organisiert von der Eberhard Karls Universität Tübingen Tageskarten für das Symposium: 15,- Euro Bei professioneller Akkreditierung oder mit Festivalpass: Eintritt frei

 

Montag
06.05.19
19.00 Uhr
-

Über "Serotonin" von Michel Houellebecq


Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Der 46-jährige Florent-Claude Labrouste hasst seinen Vornamen und schluckt Antidepressiva, um wenigstens noch duschen und mit seinen Nachbarn reden zu können. Mit dem Beschluss, sich aus dem Leben zu verabschieden, (daran ändert auch das Medikament nichts, dass ihn in erster Linie die Libido kostet), löst er alles auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Was folgt, ist eine Reise ins wirtschaftliche und geistige Elend der Provinz und in die eigene qualvolle Erinnerung. Wir lesen den neuen Roman des Prix Goncourt-Trägers und reden über die Debatten, die Autor und Buch vorauseilen. Anmeldung unter Eintritt: Euro 3,- / Mitglieder frei

 

Mittwoch
08.05.19
19.30 Uhr
-

Drei Frauen

Dacia Maraini

Lesung und Gespräch, Moderation: Julia Schröder
Deutsche Lesung: Barbara Stoll


Dacia Maraini gehört zu den wichtigsten Intellektuellen und Schriftsteller*innen Italiens, wurde 1936 in der Nähe von Florenz geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit in Japan, wo ihre antifaschistische Familie die Mussolini-Jahre überlebte. Ende der 1950er Jahre ging sie nach Rom und lernte Pier Paolo Pasolini kennen, mit dem sie eine jahrzehntelange Freundschaft verband. „Drei Frauen“ lautet der Titel ihres neuen Romans, von Ingrid Ickler ins Deutsche übertragen: Gesuina, Maria und Lori - Großmutter, Mutter und Tochter sind im gemeinsamen Haushalt aneinandergebunden. Die über Sechzigjährige ist voller Begehren und Lebenslust. Maria hingegen, die tragende Säule der Familie, lebt in ihrer Welt der Literatur und der Briefe an den fernen Geliebten. Einzig Lori, die Gymnasiastin, lehnt sich mit wirren und trotzigen Aktionen gegen die beiden Frauen und deren Liebessehnsucht auf und will ihre Freiheit behaupten, bis das Gefüge zum Einsturz gebracht wird und die drei Frauen ihre Bande neu definieren müssen. Dacia Maraini war nominiert für den Man Booker Prize International 2011. Auf Deutsch sind unter anderem ihre Romane "Die stumme Herzogin", "Gefrorene Träume" und zuletzt "Der Zug in die jüngste Nacht" erschienen. In Zusammenarbeit mit dem italienischen Kulturinstitut

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Freitag
10.05.19
19.30 Uhr
-

Kafkas letzter Prozess

Benjamin Balint, Ulrich von Bülow

Lesung und Gespräch, Moderation: Anat Feinberg


Der berühmteste Koffer der Literaturgeschichte hätte es beinahe nicht geschafft. Max Brod hatte ihn bei sich, als er 1939 mit dem letzten Zug von Prag nach Palästina floh. Im Koffer: Manuskripte, Notate, Kritzeleien seines Freundes Franz Kafka. Heute befindet sich Kafkas Nachlass zum allergrößten Teil in Oxford. Jahrzehnte später entsponn sich um einige Autographen Kafkas, die in Brods Besitz geblieben waren, ein Gerichtskrimi, der erst 2016 ein Ende fand. Vordergründig wurde über den Nachlass von Max Brod entschieden, doch standen noch ganz andere Fragen im Raum: War Kafka vor allem ein jüdischer Autor? Wo ist sein Erbe richtig aufgehoben? In Israel? Oder in jenem Land, in dessen Namen Kafkas Familie einst ausgelöscht wurde? Eine Geschichte, die nicht nur zeigt, weshalb die Frage, wem Kafka gehört, zum Glück nie entschieden werden kann. Benjamin Balint, geboren 1976 in den USA, lebt als Autor und Übersetzer aus dem Hebräischen in Jerusalem. Seine Kritiken und Essays erscheinen u.a. in DIE ZEIT, Wall Street Journal, Ha’aretz und Weekly Standard. "Kafkas letzter Prozess" ist seine erste Buchveröffentlichung auf Deutsch, übersetzt von Anne Emmert. In der Moderation von Anat Feinberg, Professorin an der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg, kommt er ins Gespräch mit Ulrich Bülow, Leiter der Abteilung Archiv im Deutschen Literaturarchiv Marbach, zuständig unter anderem für Erwerbungen. In Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv Marbach

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Samstag
11.05.19
20.00 Uhr
-

Wahrheit und Verschwörung

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Lesung und Gespräch


„Ich mach mir die Welt, / Widdewiddewie sie mir gefällt“, singt Pippi Langstrumpf. Daran anknüpfend twittert Jan Skudlarek, Jahrgang 1983, unter dem Hashtag #VerschwörungUndWahrheit derzeit regelmäßig über die Problematik von Fake News, False Flags und Verschwörungstheorien. In seinen Tweets zeigt er auf, wo sie sich überall wiederfinden: In der Politik, in der öffentlichen Diskussion, in den sozialen Medien. In seinem neu erschienenen Buch „Wahrheit und Verschwörung“ führt er die Thematik weiter aus und führt uns beispielhaft die damit verbundenen Bedrohungen und Probleme vor Augen. Mit seinem Werk bietet er somit nicht nur eine Orientierungshilfe, sondern vor allem die Möglichkeit, das Denken und Hinterfragen besser zu trainieren. Jan Skudlarek ist promovierter Philosoph, Lyriker und großer Kneipengänger. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den GWK-Förderpreis Literatur 2008 und den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2017. Momentan lebt er in Berlin. Eintritt: Euro 5,- inkl. Bier & Brezel (nur Abendkasse ab 19.30 Uhr, begrenzte Platzzahl) Außer Haus! Neue Weinsteige 36, Stuttgart

 

Montag
13.05.19
20.00 Uhr
-

Pas de deux: Literatur und Theater

Theresia Walser, Karl-Heinz Ott

Lesung und Gespräch, Moderation: Ingoh Brux


Theresia Walser und Karl-Heinz Ott lesen aus gemeinsamen Stücken, die im Dialog entstanden sind, an zwei Laptops, die sich gegenüberstanden wie zwei Klaviere, auf denen sie sich die Motive und Sätze zuwerfen. Es geht um so gängige Dinge wie Beziehungen, die unversehens eine Hölle offenbaren, und um so große wie ein Konzil, bei dem Gott und die Welt nicht mehr zu unterscheiden sind. Theresia Walser ist eine der erfolgreichsten deutschen Gegenwartsdramatikerinnen. Für ihr Theaterstück „King Kongs Töchter“ wurde sie in der Kritikerumfrage der Zeitschrift ‚Theater heute‘ zur besten deutschsprachigen Autorin gewählt. Im Schauspiel Stuttgart steht derzeit ihr Stück „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ über drei Diktatorgattinnen auf dem Spielplan. Der Schriftsteller, Übersetzer wie Essayist Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, wurde für sein Werk bereits vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein schmaler, zugleich großer Roman „Und jeden Morgen das Meer“ (2018) über das Leben einer Hoteliersfrau eines ehemals bedeutenden Sterne-Restaurants mit angeschlossenem Hotel am Bodensee. In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart

Eintritt: Euro 13,-

 

Dienstag
14.05.19
19.30 Uhr
-

Frühlingsfest im Literaturhaus

Hanns Zischler, Quintett "Dichtungsring"

Fest, Klavier: Lambert Bumiller
Grußwort: Fritz Kuhn


Frühlingsfest im Literaturhaus Dienstag 14.5. 19.30 Uhr Mit Texten von Marina Zwetajewa, W.H. Auden, Emily Dickinson, Ernst Jandl, Christian Morgenstern und anderen Hanns Zischler und das Quintett des „Dichtungsrings“ Am Flügel: Lambert Bumiller Grußwort: Oberbürgermeister Fritz Kuhn Boden, Decke, Bühne, Lüftung, Licht und Ton - im Rhythmus der Worte schwingt die frohe Botschaft bereits mit: Die Saalrenovierung im Stuttgarter Literaturhaus ist beendet. Es sprießen die Texte und wachsen die Bücher in den Saal. Zeit für ein Frühlingsfest! Stoßen Sie mit uns an und freuen Sie sich auf einen Abend mit Hanns Zischler, dem Dichtungsring-Quintett und Lambert Bumiller am Flügel. Der vielfach ausgezeichnete Autor und Schauspieler Hanns Zischler hat mit Größen wie Wim Wenders und Steven Spielberg gedreht, Jean-Luc Godard nannte ihn gleich den "Gentleman Actor". Für das Stuttgarter Literaturhaus hat er diesen Abend komponiert und bringt ein Sprecher*innen-Ensemble mit, von der Schauspielerin Johanna Polley als „Dichtungsring“ getauft. Zusammen mit dem Ensemble wird er nach seinen Partituren Gedichte von Marina Zwetajewa, W.H. Auden, Emily Dickinson, Ernst Jandl und Christian Morgenstern chorisch sprechen und poetische Räume öffnen. Und gemeinsam mit dem Pianisten Lambert Bumiller am Flügel deklamiert Hanns Zischler im Anschluss das Melodram „The Raven“ von Arthur Bergh (1914), nach dem Gedicht von Edgar Allen Poe.

Eintritt: Euro 10,- / 8,- / Mitglieder frei

 

Mittwoch
15.05.19
19.30 Uhr
-

Babel

Kenah Cusanit

Lesung und Gespräch, Moderation: Julia Schröder


„Es war ein mesopotamisches Gelb. Wie gemacht zum Davorstehen, Hinsehen, Aquarellieren - seine Lieblingsart, diese Gegend zu kartieren. Schlamm als Impression, Lehm, der sich durch das Wasser bewegte, indem er sich drehte.“ Kenah Cusanit Mit diesem mesopotamischen Gelb holt uns Kenah Cusanit in ihr beeindruckendes Debüt „Babel“. 1913, unweit von Bagdad, leidet der Archäologe Robert Koldewey ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, doch nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: er soll Babylon ausgraben. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. „Tatsächlich fiel mir erst bei einem Besuch im Pergamonmuseum auf, dass man zwar viel über die altorientalischen Kulturen erfährt, aber kaum etwas darüber, unter welchen Umständen deren Zeugnisse überhaupt nach Berlin gelangt sind“, sagt Cusanit im Gespräch über ihren Text. „Es war also eher eine Erkenntnis, die zum Schreiben geführt hat - die Auswirkungen der Hegemonieansprüche auf andere Kulturen und deren materielle Aneignung.“ Wie Koldewey geboren im Harz, in Blankenburg, lebt Kenah Cusanit heute in Berlin. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin bereits mehrfach ausgezeichnet.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
16.05.19
19.30 Uhr
-

Deine kalten Hände

Han Kang

Lesung und Gespräch, Moderation: You Jae Lee
Lesestimme: Marit Beyer


„Was der Bildhauer dieser Skulptur letzten Endes hatte zeigen wollen, war wahrscheinlich nicht die zerfetzte Hülle, sondern ihr nachtdunkler Hohlraum.“ Han Kang Die südkoreanische Autorin Han Kang hat mit „Deine kalten Hände“ einen selbstreflexiven Kunst- und Künstlerroman geschrieben und zwar fünf Jahre vor ihrem internationalen Bestseller „Die Vegetarierin“. Und auch hier zeigt sich schon das Lebensthema, das auch Kangs spätere Erfolgsromane prägt: Widerstand durch Lebensverweigerung. Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern, mit denen Han Kang auf eine zeichenhafte Weise die Spannung zwischen Hülle und Hohlraum, Oberfläche und Lebensleere befragt. „Vermutlich sind manche Schreibende nie wieder so skrupulös wie am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn“, schreibt die Literaturkritikerin Insa Wilke über Han Kangs frühen Roman „Deine kalten Hände“. „Insofern“, so Wilke, „ist dies ein Roman, der heranführt an die Auseinandersetzung einer jungen Schriftstellerin mit ihrem Stoff und seinen Formfragen, die immer auch Lebensfragen sind: Lässt es sich überhaupt leben, mit der Vergangenheit auf den Schultern?“

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
20.05.19
19.30 Uhr
-

Die Geschichte der Frau

Feridun Zaimoglu

Veranstaltungsreihe: Autor im Gespräch

Lesung und Gespräch, Moderation: Wolfgang Niess


In seinen frühen Texten „Kanak Sprak“ und „Koppstoff“ schreibt Feridun Zaimoglu von den „Misstönen vom Rande der Gesellschaft“ und bringt migrantische Lebenswelten von Männern und Frauen in verdichtetem Zaimoglu-Sound in die großen Feuilletons und in die Köpfe vieler begeisterter Leser*innen. In seinem neuen Roman „Die Geschichte der Frau“ erzählt er das Leben von zehn außerordentlichen Frauen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht oder nur unzureichend überliefert wurden, die überwiegend schweigend unsichtbar blieben oder dekorativ im Bild standen, die aber zugleich exemplarisch sein können für unsere jeweiligen Verfasstheiten von Gesellschaft, für unser Verständnis vom Zusammenleben. Zaimoglu lässt sie sprechen - klar und laut: von Antigone über Judith bis Valerie Solanas, von Zippora 1490 v. Christus, Schwarze Frau des Moses, über Lisette Bielstein 1849, der roten Fabrikantentochter, bis zur Welt von Zaimoglus Mutter Leyla 1965, Gastarbeiterin der ersten Stunde. Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, aufgewachsen in Deutschland. Er schreibt für überregionale Feuilletons, erhielt zahlreiche Preise für seine Romane und lebt in Kiel. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, der Stadtbibliothek und dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
21.05.19
19.30 Uhr
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Gerta – Das deutsche Mädchen

Katerina Tuckova

Lesung und Gespräch, Moderation: Jaroslav Rudiš


Kateřina Tučkova nimmt sich in ihrem in der Tschechischen Republik bereits 2009 erschienenen Roman „Gerta. Das deutsche Mädchen“ einem lange Zeit tabuisierten Thema an: Der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. 2010 mit dem wichtigsten Literaturpreis des Landes, den Magnesia Litera, ausgezeichnet, wurde das Buch nun von Iris Milde ins Deutsche übersetzt. Anhand des Einzelschicksals der Gerta Schnirch erzählt die Autorin ein Stück tschechisch-deutscher Geschichte: Gerta wächst in einer gespaltenen Familie im mährischen Brünn auf: der Vater Deutscher und Anhänger Hitlers, ebenso ihr Bruder, die Mutter aber ist Tschechin. Diese stirbt nach der Errichtung des deutschen Protektorats 1938. Gleichzeitig zerfällt die Familie in ihren tschechischen und deutschen Teil - ebenso wie die Gesellschaft - und Gerta wird vom eigenen Vater schwanger. Sie wird zum Staatsfeind erklärt und 1945 im sogenannten "Brünner Todesmarsch" vertrieben. Jahre später kehrt sie mit ihrer Tochter zurück und lebt, stigmatisiert als Deutsche, am Rande der kommunistischen Gesellschaft. Eine Veranstaltungskooperation mit dem Schauspiel Stuttgart und Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, gefördert durch die Stadt Stuttgart anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Stuttgart - Brünn und die Konrad Kohlhammer Stiftung Außer Haus! Haus der Heimat, Schlossstraße 92, Stuttgart

Eintritt frei

 

23.05.19
bis
26.05.19
-

Membrane. African Literatures and Ideas

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Festival


Eine Membran ist so zart wie unauffällig: eine dünne Haut, die durchlässig ist für Flüssigkeiten und Gase. Das Literaturhaus Stuttgart, das Institut francais und die Akademie Schloss Solitude machen das Bild der Membran stark und laden zu einem viertägigen internationalen Literaturfestival ein: „Membrane: African Literatures and Ideas“ bringt über 30 internationale Gäste mit dem Publikum in Stuttgart zusammen. Mit diesem Bild der Durchlässigkeit richtet sich der Scheinwerfer auf neue Literaturen; wir diskutieren und befragen den Begriff und den Raum Afrikas und möchten die vielfach verkrusteten Wahrnehmungen und Zuschreibungen im besten Sinne brüchig werden lassen. Wir setzen den Rahmen für Fragen an unsere Gegenwart wie Zukunft: Wie können wir unser lokales, regionales wie globales Zusammenleben gestalten und entwerfen - mit dem Wissen um eine gewaltförmige Geschichte der Unterdrückung, mit dem Blick zurück und einem Zutrauen in Zukunft? Das Festivalprogramm setzt sich zusammen aus einer großen Tanzperformance „Planet Kigali“ zur Eröffnung, aus Lesungen, Gesprächen, Interventionen, Vorträgen, kulinarischen Überraschungen und Durchquerungen, Publikationen auf der Online-Plattform Schlosspost, Ausstellungen, Performances und Konzerten und einem Gespräch in Bildern, einem deutsch-kamerunischen Comic-Briefwechsel. Mit dabei sind Taiye Selasi, Souleymane Bachir Diagne, Sharon Dodua Otoo, Mohamed Amjahid, Leonora Miano, Sulaiman Addonia und viele andere. Wir schätzen uns glücklich, für die Kuration des Festivals die EOTO Geschäftsführerin und Kuratorin Nadja Ofuatey-Alazard, die kenianische Schriftstellerin und derzeitige Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Yvonne Adhiambo Owuor, und den senegalesischen Ökonom und Schriftsteller Felwine Sarr, der mit seiner von Präsident Macron in Auftrag gegebenen Studie zur Restitution von Raubkunst derzeit international diskutiert wird, gewonnen zu haben. Alle Veranstaltungen finden, wenn nicht anders ausgewiesen, im Literaturhaus statt. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. Offene Gesprächsrunden finden in Englisch statt ohne Übersetzung. Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes Gefördert von der Robert Bosch Stiftung und dem Auswärtigem Amt In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg A membrane is as delicate as it is unobtrusive: A thin skin which is permeable for liquids and gases. Literaturhaus Stuttgart, Institut francais and Akademie Schloss Solitude put the image and idea of the membrane centre stage by inviting you to a four-day international literature festival: Membrane: African Literatures and Ideas assembles more than 30 international guests, bringing them together with the Stuttgart audience. Deploying this image of porosity, we put the spotlight on literatures little known in Stuttgart. We will discuss and interrogate the notion and the space of Africa and we want to render encrusted perceptions and ascriptions porous in the best sense of the word. The three Stuttgart institutions set the frame for questions concerning our present and our future: Which visions of our being human together and living on a local, regional and global scale can we call forth without ignoring a history etched with violence and oppression? What insights of an encompassing future might these literatures provoke? The festival programme features readings, conversations, interventions, lectures, culinary surprises and trajectories, publications on the Schlosspost online platform, exhibitions, performances, concerts and a German-Cameroonian conversation in comics. We take this opportunity to extend a warm Stuttgart welcome to our visiting guests, the participants of our festival. Your presence honours us immensely. We are also delighted to have secured three eminent personalities as joint curators of our festival: Nadja Ofuatey-Alazard (Germany), director of EOTO, Yvonne Adhiambo Owuor (Kenya), novelist and currently Fellow at Wissenschaftskolleg zu Berlin, and economist, author and scholar Felwine Sarr (Senegal). Excerpts from the texts will be read in German. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided. The roundtable discussions will be conducted in English. Eintrittskarten Die Festivalkarte (Euro 40,-/30,-/20,-) berechtigt zu freiem Eintritt für alle Veranstaltungen. Der Zutritt kann aber nur bei rechtzeitigem Erscheinen (spätestens 15 Minuten vor Beginn) gewährleistet werden. Einzelkarten (Euro 10,-/8,-/5,-) berechtigem zum Besuch aller Veranstaltungen in einem Zeitblock, die sich wie folgt aufteilen: Vormittagskarte von 9 - 13 Uhr, Nachmittagskarte von 14 - 18 Uhr, Abendkarte ab 18 Uhr.

Eintritt: Euro 40,-/30,-/20,- (Festivalpass)

 

Donnerstag
23.05.19
17.00 Uhr
-

Von Berlin nach Dschang: ein Gespräch in Bildern von Paula Bulling und Japhet Miagotar

Paula Bulling, Japhet Miagotar

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Vernissage, Einführung: Chief Nyamweya


Drei Monate lang haben Paula Bulling, Comiczeichnerin und Autorin aus Berlin, und Japhet Miagotar, Comiczeichner und Dozent aus Dschang, Kamerun, einen Briefwechsel in Bildern geführt - über das Leben in Berlin und Dschang, über ihre Kindheit, über Alltag und Politik. Unterschiedliche Lebenskontexte begegnen sich dabei ebenso wie unterschiedliche Formen zu zeichnen: von Hand oder am Computer, von realistischen und von extrem stilisierten Formen ausgehend. Miagotars Figurtyp des SVA (simplification - variation - animation), den er anhand von traditionellen afrikanischen Skulpturen entwickelt hat, ermöglicht dabei eine Annäherung an „Afrika“, die gleichzeitig dessen Konstruktion sichtbar macht. For three months Paula Bulling, graphic artist, Berlin, and Japhet Miagotar, graphic artist and lecturer, Dschang, have exchanged images and ideas about life in Berlin and Dschang, about childhood, the everyday and politics. Different ways of life met as much as different ways of drawing: by hand or on the computer, in a realist or a highly stylized way. The SVA (simplification - variation - animation) figure developed by Miagotar derives from his reflections on traditional African sculpture. It permits the viewer to approach “Africa” while making its construction transparent. Mit einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A consecutive French-German translation will be provided

Eintritt frei

 

Donnerstag
23.05.19
18.00 Uhr
-

Performative Eröffnung

Aleya Kassam, Ketty Nivyabandi, Jean-Luc Raharimanana, Lisa Tuyala

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Eröffnung, Begrüßung: Anne Fleckstein, Yvonne Adhiambo Owuor, Nadja Ofuatey-Alazard, Felwine Sarr, Stefanie Stegmann, Elke aus dem Moore, Johanne Mazeau-Schmid


Im Rahmen der Eröffnungsfeier begrüßen die Vertreter*innen der fördernden und der gastgebenden Institutionen sowie das Kurationsteam die geladenen Festivalgäste und das Publikum. Abwechselnd mit künstlerischen Beiträgen wird in kurzen Redebeiträgen das Festivalkonzept und -programm von „Membrane“ vorgestellt. Representatives of the funding organisations, the host organisations and the team of curators welcome invited festival participants and the audience. Alternating with artistic interventions, the concept and programme of “Membrane” will be presented to the public. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Donnerstag
23.05.19
18.45 Uhr
-

Wort trifft Bild

Luke Wilkins, Sara Dahme

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


Das beliebte Format für alle, die gern über den Tellerrand schauen und sowohl zu Kunst- als auch zu Literaturfans zählen: Zusammen mit den Jungen Freunden Staatsgalerie verbinden wir Kunst mit gesprochenem Wort. Dieses Mal warten wir mit Lyrik auf! Autor und Schauspieler Luke Wilkins liest für uns Texte ganz unterschiedlicher Art. Kunstvermittlerin Sara Dahme nimmt den Faden auf und verbindet sie mit den Kunstwerken aus der Sammlung der Staatsgalerie. So lassen die beiden ein fesselndes Konglomerat aus Wort und Bild entstehen. Anschließend laden die Jungen Freunde Staatsgalerie zu einem kleinen Umtrunk ein. Wir freuen uns! Anmeldung unter Eintritt: Euro 15,-/10,-/5,-

 

Donnerstag
23.05.19
19.30 Uhr
-

Abhandengekommene Gewissheiten/ Fotografische Positionen & Membrane Ausstellung

Lola Keyezua, Samira Messner, Fabrice Monteiro, Janine Jembere, Nicole Suzuki, Vitjitua Ndjiharine, Luiza Prado De O. Martins, Nicolas Premier

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Vernissage


„Certainties are Suspended“ (Abhandengekommene Gewissheiten) Vom 23. Mai bis zum 28. Juni zeigt das Institut francais Stuttgart „Certainties are Suspended“ (Abhandengekommene Gewissheiten), eine Ausstellung, deren Fokus auf vier spannenden afrikanischen und afrodiasporischen Künstler*innen liegt. Im Rahmen des Festivals „Membrane: African Literatures and Ideas“ präsentiert die Ausstellung neuere Foto- und experimentelle Videoarbeiten von Lola Keyezua, Samira Messner, Fabrice Monteiro und Nicolas Premier. Die multimedialen, über dokumentarische Zuschreibungen hinausgehenden Arbeiten setzen sich mit Geschichte, Affekt, Gegenwärtigkeit und der fortwahrenden Produktion von Zukunftsentwürfen auseinander: Aspekte, die das Wesen einer jeden Gesellschaft ausmachen. Dabei protokollieren, erweitern und ergründen sie Lebensrealitäten, die sich einfachen Gewissheiten entziehen und zu einem zweiten Blick auffordern. From May 23 through June 28 2019, the Institut francais Stuttgart presents “Certainties are Suspended”, an exhibition focusing on four exciting African and Afrodiasporic artists. In the context of the festival “Membrane: African Literatures and Ideas”, the exhibition presents recent photographic and experimental video work by Lola Keyezua, Samira Messner, Fabrice Monteiro and Nicolas Premier. The multimedia work on show transcends the purely documentary, engaging with history, affect, presence and the dynamic production of future(s): the aspects that constitute the essence of any society. The works document, expand and investigate realities that elude simple certainties and demand a second look. „Membrane“ Die Ausstellung der Akademie Schloss Solitude findet parallel zum „Membrane“ Festival statt und präsentiert in Anlehnung an die Prämissen der Durchlässigkeit, Flexibilität und Gleichzeitigkeit vier künstlerische Positionen aus dem internationalen Netzwerk der Akademie. In unterschiedlichen Herangehensweisen und künstlerischen Formaten werden Versuche sichtbar, die Grenzen der Erkennbarkeit in Frage zu stellen. Die Stipendiatinnen Janine Jembere und Luiza Prado de O. Martins befassen sich in Installationen und digitalen Projekten mit dem Verhältnis von Macht, Schreiben und Verschleierung sowie Theorien zu Dekolonialität und Gender. Die Arbeiten werden ergänzt mit einer Soundinstallation von Lamin Fofana, Gast des „Membrane“ Festivals, und Bearbeitungen von deutschen Fotoarchiven aus der Kolonialzeit der namibischen Künstlerin Vitjitua Ndjiharine. The Akademie Schloss Solitude exhibition takes place parallel to the “Membrane” festival. In line with the festival exploration of permeability, flexibility and simultaneity it presents four artistic positions from within the international network of the Akademie. Using different artistic approaches and formats, the artists attempt to question the limits of knowability. In their installations and digital projects, the fellows Janine Jembere and Luiza Prado de O. Martins deal with power, writing and veiling, and with decolonial and gender theories. A sound installation by Lamin Fofana, participant of “Membrane”, and the artistic manipulation of German colonial photographic archives by Namibian artist Vitjitua Ndjiharine complement the exhibition.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Donnerstag
23.05.19
21.00 Uhr
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Planet Kigali

Laura Böttinger, Evariste Karinganire, Frank Koenen, Sarah Lasaki, Wesley Ruzibiza, Eliane Umuhire

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Tanzperformance, Choreografie: Yolanda Gutiérrez
Dramaturgie: Jens Dietrich
Regie: Dorcy Rugamba


Wie wir die Welt sehen, hangt davon ab, woran wir uns erinnern. Wie wir Erinnerungen erzählen, bestimmt, wie wir handeln. Die Tanzperformance „Planet Kigali“ dreht die Perspektive um: Sechs Zeitreisende aus der Zukunft landen in ihrer Vergangenheit, um unsere Gegenwart zu erkunden. Welche Spuren hat unsere Zeit in der Zukunft hinterlassen? Die Choreografin Yolanda Gutierrez, der Dramaturg Jens Dietrich und der Regisseur Dorcy Rugamba haben sich von ruandischen Traditionen inspirieren lassen und schaffen Bilder für eine gemeinsame Zukunft auf dem Raumschiff Erde. In den fünf Tableaux des Stücks verschmelzen klassisch-ruandischer und zeitgenössischer Tanz. How we see the world is contingent on our memories. How we narrate memories determines how we act. The dance performance “Planet Kigali” reverses this perspective: six time travelers from the future land in their past to explore our present. What traces has our present left in the future? Inspired by Rwandan traditions, choreographer Yolanda Gutierrez, dramaturg Jens Dietrich and director Dorcy Rugamba create images of a common future on Spaceship Earth. The five tableaux of the piece blend classical-Rwandan and contemporary dance. Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes.

Eintritt frei

 

Freitag
24.05.19
09.15 Uhr
-

Offene Gesprächsrunden für Wissenschaftler*innen, Denker*innen und Künstler*innen


Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Gesprächsrunde, Moderation: Sam Okoth Opondo


Gesprächsthemen/Topics Politische Durchlässigkeiten Political Porosities/Permeabilities Beitrage zu dieser Gesprächsrunde befassen sich mit den „politischen Lochern“ und Membranen sowie mit Formen der Auswahl und Trennung, die darüber entscheiden, welcher Bewegungsspielraum afrikanischen Lebewesen und Dingen weltweit eingeräumt wird. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit dem Im-Fluss-Sein Afrikas, mit Korpern sowie mit Machtstrukturen und Formen von Wissen, Sprache und Reinheit/Reinigung, die Gemeinschaft, Immunität und Überfluss hervorbringen. Contributions to this roundtable session reflect on the “political holes”, membranes, and degrees of selectivity and separation that determine how African beings and things flow on a planetary scale. The panelists reflect on African flux, bodies, and the forces and forms of knowledge, language, and purity/purification that generate a sense or domains of community, immunity, and superfluity. Synthetik/Ästhetik Synthetics/Aesthetics Diese Gesprächsrunde über die Erfindung Afrikas und afrikanische Erfindungen denkt über neue Schwellen, Fiktionen und Künstlichkeiten nach. Neue Beziehungen sowie Ideen von Körpern, Wissen, Grenzen, das Verhältnis von Innen und Außen und das Im-Fluss-Sein Afrikas stehen im Zentrum. Reflecting on the invention of Africa, and African inventions, this roundtable session speculates on new thresholds, fictions, and artifices. The panelists propose new relationalities, conceptions of bodies, knowledges, borders, ideas of inside/outside, and African flux. Verteilungsprozesse Distributions Membrane ermöglichen Verteilungs- und Teilungsprozesse. Diese Gesprächsrunde beleuchtet Dynamiken der Vermittlung, der Produktion, Restitution und der Rückkehr und Rückgabe, indem es über Fragen der Distribution und deren Bedeutung für die Neureflexion und Neugestaltung Afrikas nachdenkt. Im Zentrum steht dabei die Rolle von Verlagen, Print- und Onlinemedien für die Verbreitung und Vermittlung afrikanischer Literaturen. Membranes facilitate distributions and partitions. This roundtable focuses on dynamics of transfer, production, restitution, and return by reflecting on questions of distribution and their significance for rethinking and re-making Africa. In particular, the panel focuses on the role of publishing companies, print and online media for the distribution of African literatures. Das Gespräch findet in Englisch statt. The roundtable will be conducted in English.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
11.00 Uhr
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Die Pose eines Fremden

Emmanuel Iduma

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


In „A Stranger’s Pose“ erfindet der Schriftsteller und Kunstkritiker Emmanuel Iduma den afrikanischen Reisebericht neu. Als einer von wenigen afrikanischen Schriftstellern schreibt er über das Reisen in Afrika, sein Leben unterwegs und die Schwierigkeiten, den Kontinent zu durchqueren. Er nimmt die Leser*innen mit auf eine Reise durch 20 afrikanische Städte und kämpft mit Sprachgrenzen, Visabestimmungen und seinem eigenen Fremdsein. Schwarz-weiß- Fotografien bekannter afrikanischer Fotograf*innen begleiten seinen Bericht. In “A Stranger’s Pose”, writer and art-critic Emmanuel Iduma reinvents the notion of African travel writing. This meditation on life on the road, and the difficulties found in traversing the continent, is one of the very few examples of travel writing on Africa written by an African writer. Iduma takes the reader on a journey across over 20 African cities, struggling with language borders, visa regulations and his own strangeness. Integral elements of his travelogue are the black and white photographs from acclaimed African photographers. Emmanuel Iduma. “A Stranger’s Pose”. Cassava Republic 2018. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
11.45 Uhr
-

Panel #1 Afrika Optik

Sagal Abshir, Emmanuel Iduma, Billy Kahora, Matthias Krupa

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Diskussion, Moderation: Sieglinde Geisel


Afrika Optik befasst sich schonungslos mit der Frage, warum sich in den westlichen Medien Narrative und visuelle Darstellungen Afrikas hartnäckig halten, die in der problematischen, noch immer lebendigen kolonialen Vergangenheit verankert sind. Woraus genau speist sich diese oberflächliche Vorstellungswelt? Wer profitiert davon? Gibt es eine bislang unerforschte kollektive Psychose, die einfordert, dass die Idee Afrikas auf eine bestimmte Art fortbesteht? Soll eine Illusion aufrechterhalten werden, die es den Produzenten dieser Bilder und Narrative erlaubt, sich überlegen zu fühlen? Wessen Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit über die komplexen Realitäten in den verschiedenen Räumen Afrikas, auch in Räumen in anderen Teilen der Welt zu informieren? Die Medien sind Mittel und Fenster, durch das die Welt nicht nur ein Verständnis ihres eigenen Wesens und ihrer eigenen Identität gewinnt, sondern auch des Wesens und der Identität der anderen. Statt der Suche nach Genauigkeit und Wahrheit bestimmen vielmehr verschiedene Interessenlagen die Berichterstattung der Medien. Was können wir angesichts dieser Situation andern, um ein realistischeres, angemesseneres Narrativ und Bild Afrikas zu vermitteln? In Africa Optics, we bring to the table what we hope will be a brutally honest exploration of why, certainly among the western media, there is a stubbornly persistent narrative and visual representation of an Africa that mostly exists in the troubled but vivid imagination residing in a colonial past. What informs the shallow imagining? Who gains? Is there an unexplored collective psychosis that requires that the idea of Africa persist in one particular way in order to sustain a specific illusion that the story and image creators require in order to feel themselves superior in the world? Whose task is it to keep the audiences informed of complex realities in the variety of spaces of Africa, including those in other parts of the world? Since the media are the means and window through which the world gains an understanding of the character and identity of not only themselves, but those of others, given the assorted private interests that inform media choices, rather than the quest for accuracy or truth, what can possibly change in delivering a far more realistic narrative and image of Africa? Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
13.00 Uhr
-

Book Chop #1 Mittägliche literarische Rezepturen

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Businesslunch


Literatur ist geistige Nahrung, „Food for thought“. Sie bringt uns auf den Geschmack und macht Lust auf mehr. Derart kann Literatur als Ausgangspunkt und Inspiration für neue Denkweisen dienen und birgt so die Möglichkeiten von Perspektivwechsel und durchlässigem Denken. Das Zelebrieren der Literatur endet bei „Membrane“ nicht mit der Mittagspause und so wird im Rahmen der mittäglichen „Book Chops“ Kulinarisches aus einigen der präsentierten Romane auf den Tisch gebracht. Inspiriert wurden die „Book Chops“ durch die literarisch-kulinarische Reihe „Eat the Book“ der nigerianischen Kuratorin Lola Shoneyin, die dieses Format bei ihrem Ake Book Festival initiiert hat. Literature is food for thought. It awakens our tastes and makes us crave for more. Thus literature can be a starting point and inspiration for new ways of thought and makes changes in perspective and permeable thinking possible. Celebrating literature at “Membrane” doesn’t stop at lunch time. Noon-time “Book Chops” will serve culinary delights from some of the novels presented during the festival. The “Book Chops” were inspired by the literary and culinary series "Eat the Book" by Nigerian curator Lola Shoneyin, who initiated this format at her Ake Book Festival.

 

Freitag
24.05.19
14.00 Uhr
-

Zurückkehren

Jean-Luc Raharimanana

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


In seinem autobiographisch gefarbten Roman „Revenir“ (Zurückkehren) kehrt Hira, Raharimananas fiktives Alter Ego, nach Madagaskar zurück und stößt auf die wohl und übelmeinenden Gespenster seiner Vergangenheit. Das Gluck seiner Kindheit in einer behütenden Familie, aber auch die Entführung und Folter seines Vaters sowie die blutige Geschichte der Insel suchen ihn heim. Geboren am Jahrestag der Unabhängigkeit Madagaskars, muss Hira, heute ein gefeierter Schriftsteller, seinen Ort zwischen Vergangenheit und Zukunft finden. In his autobiographically tinged novel, Raharimanana’s fictional alter ego Hira returns to Madagascar to confront the benevolent and malevolent specters of his past: The bliss of childhood in a caring family, but also the history of his father’s abduction and torture as well as the bloody history of the island come to haunt him. An extraordinary child, born on the anniversary of Madagascan independence, Hira, now an acclaimed writer, needs to sort out his future and its link to the past. Jean-Luc Raharimanana. “Revenir”. Editions Rivage 2018. In deutscher und französischer Sprache

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
14.45 Uhr
-

Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein

Mohamed Amjahid

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


In seinem Buch „Unter Weißen“ diskutiert Mohamed Amjahid, Journalist für DIE ZEIT, was es heißt, weiß und privilegiert zu sein. Amjahid stutzt sich auf seine eigene Erfahrung als in Deutschland lebender Marokkaner, um die Haltung der Deutschen gegenüber Nicht-Weisen unter die Lupe zu nehmen. Aus dieser Perspektive ermisst er die soziale Macht weißer Privilegien und erkennt, dass rassistische Haltungen nicht nur Sache der Ultra-Rechten sind. In his book, Amjahid, journalist of a major German newspaper, discusses the issues of whiteness and privilege in the German context. Amjahid draws on his own experience as a Moroccan in Germany (see his bio) to scrutinize German attitudes towards non-white citizens. Seen from his perspective, the social impact of white privilege comes out into the open, and racist attitudes are found to be not restricted to far-right groups of society. Mohamed Amjahid. „Unter Weisen. Was es heißt, privilegiert zu sein“. Carl Hanser Verlag Berlin 2017. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
15.30 Uhr
-

Die Rückkehr

Aya Cissoko

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


In der Kurzgeschichte „Die Rückkehr“ schreibt Aya Cissoko über die Rückkehr der in Frankreich geborenen Schwarzen in das Herkunftsland ihrer Eltern, in diesem Fall Mali, und erzählt von einem alternden Frankreich, das seine „importierte“ Bevölkerung eigentlich nie wollte. Cissoko bietet eine Erzählweise an, die von den weißen Leser*innen einen Perspektivwechsel verlangt, indem sie die Figur der Held*innen, die aus sichtbaren Minderheiten stammen, neu definiert. „Die Rückkehr“ ist Teil der Anthologie „Imagine Afrika“ 2060, die Zukunftsvisionen afrikanischer Autor*innen versammelt. In her short story “Die Rückkehr” (The Return), Aya Cissoko writes about the return of people of color to their parents’ country of origin, in this case Mali. She tells of an ageing France, who never really wanted its “imported” populations. And she offers another narration, which asks for a change of perspective among its white readers, by redefining the character of the heroes/heroines, who are themselves part of the visible minorities. “Die Rückkehr” is part of the anthology “Imagine Africa 2060” which brings together visions of the future by several African authors. Christa Morgenrath, Eva Wernecke (Hg.). “Imagine Africa 2060“. Peter Hammer Verlag 2019. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
16.30 Uhr
-

Schweigen ist meine Muttersprache

Sulaiman Addonia

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Als junges Mädchen kommt Saba in ein Flüchtlingslager in Ostafrika, ein überfüllter, häufig feindseliger Ort, an dem sie sich ihren eigenen Platz erkämpfen muss. Sie ringt darum, ihr Selbstgefühl zu behaupten und beschützt gleichzeitig ihren stummen Bruder Hagos. Beide wehren sich gegen die Rollen, die ihr Geschlecht und die Gesellschaft ihnen auferlegen. Sulaiman Addonia hinterfragt, was es bedeutet, Mann, Frau, Individuum zu sein, wenn alles verloren ist, was ein Heim und die Möglichkeit einer Zukunft ausmacht. Saba, the novel’s heroine, arrives in an East African refugee camp as a young girl. In this crowded and often hostile place, she has to carve out her new existence. As she struggles to maintain her sense of self, Saba remains fiercely protective of her mute brother Hagos - each sibling resisting the role gender and society assign. Sulaiman Addonia questions what it means to be a man, to be a woman, to be an individual when circumstance has forced the loss of all that makes a home and the possibility of a future. Sulaiman Addonia. “Silence is My Mother Tongue”. The Indigo Press 2018. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
17.15 Uhr
-

Panel #2 Transafrikanische Membrane. Durchlässigkeiten. Verschwommene Zugehörigkeiten

Mohamed Amjahid, Aleya Kassam, Ketty Nivyabandi, Jean-Luc Raharimanana

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Diskussion, Moderation: Sheila Ochugboju


In der Konstruktion von Identität und Zugehörigkeit überdauern bis heute zweifelhafte Annahmen und Kategorisierungen. Die Vorstellung von Identitäten, besonders wenn es um Afrika geht, stammen noch immer aus der Zeit des kolonialen Wahnsinns und der Ausbeutung und waren Mittel der Rechtfertigung dieses Exzesses. Dass die Welt und die Menschen sich die vorgefertigten Rassekategorien aneignen, wird sehr selten in Frage gestellt. Gemeinhin nimmt man an, dass Afrikaner*in zu sein automatisch heißt „schwarz“ zu sein, was auch immer das bedeuten mag. Dies führte zu so unlogischen Konstruktionen wie dem Begriff vom „Sub-Sahara Afrika“, der die Überlegungen, wo Afrika beginnt und endet, prägte. Was bedeutet das aber in einer Welt der Vielfalt, der verschwommenen Zugehörigkeiten und Identitäten? Was bedeutet es, Mensch und Afrikaner*in zu sein angesichts des Zustands der Welt heute und ihrer Suche nach tragfähigen Grundlagen, auf denen sich die Zukunft vorstellen lasst? In the construction of identity and belonging certain assumptions and categorisations persist. The imagination of these identities, particularly as these reflect on Africa, were mostly derived from a season of colonial insanity and parasitism on others that needed to justify its excesses. The demand that the world and its people situate themselves within, especially, the preassigned racial categories is very rarely questioned. The presumption that to be African is to necessarily be “black”, whatever that means, has meant that illogical constructions such as “Sub-Saharan Africa” become integrated into the imagination of who and where Africa starts and ends. What does this mean in a world of multiplicities, of blurred belonging and identity? Given the state of the world today, and its quest for a foundation upon which to imagine a future, what does it mean to be human and African. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
19.00 Uhr
-

Afrikanische Philosophie und die Sprachen

Souleymane Bachir Diagne

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Vortrag und Gespräch, Gesprächspartner: Felwine Sarr


Eine „Dekolonisierung des Denkens“, setzt, wie Ngũgī Wa Thiong‘o argumentiert, voraus, dass die Sprachen Afrikas wieder zu Sprachen werden, die Kunst und Wissen erzeugen. Es gibt heute den Aufruf von Paulin Hountondji, Kwasi Wiredu und vielen anderen, afrikanische Sprachen in unserer heutigen Zeit durch Übersetzung und durch selbstständige Werke als Sprachen moderner Philosophie zu entwickeln. Indem sich Souleymane Bachir Diagne besonders mit Fragen der Übersetzung befasst, fragt er, was es für die philosophische Praxis in Afrika bedeutet, von Sprache zu Sprache zu denken. “Decolonizing the mind”, as Ngũgī Wa Thiong'o has argued, supposes that the languages of Africa become again languages of creation and knowledge production. There is a call today (by Paulin Hountondji, Kwasi Wiredu, among many others) for a new development, in modern times, of African languages as languages of modern philosophy both through translations and direct production. Reflecting on translation in particular, Prof. Diagne examines the significance of what he calls thinking from language to language (penser de langue a langue) for philosophical activity on the continent. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.  

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Freitag
24.05.19
22.00 Uhr
-

Ihr habt das Wahre und das Wirkliche verwechselt

Lamin Fofana

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Performance


In seiner auf elektronischer Musik basierenden Performance beschäftigt sich der Künstler Lamin Fofana mit dem Leben der Schwarzen Bevölkerung im heutigen Europa. Er fragt nach den Konsequenzen der gewalttätigen Realität weiser Vormachtstellung und dem Aufwand und den Anstrengungen, die es braucht, diese Fantasie weiser Vormacht aufrechtzuerhalten. Als Schwarzer Künstler behandelt er das Verhältnis von Sehen und Gesehenwerden und setzt sich damit auseinander, wann Gesehenwerden Vergnügen oder aber Gewalt und Kontrolle bedeutet. In his electronic-music performance, Lamin Fofana deals with Black life in contemporary Europe. He reflects on the consequences of the violent reality of white supremacy and the efforts needed to maintain this fantasy of white supremacy. From his position as a Black artist, he ponders on the economy of looking and being looked at and explores, how being looked at means either enjoyment or scrutiny and violence.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
09.15 Uhr
-

Offene Gesprächsrunde für Wissenschaftler*innen, Denker*innen und Künstler*innen


Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Gesprächsrunde, Moderation: Sam Okoth Opondo


Gesprächsthemen Topics Politische Durchlässigkeiten Political Porosities/Permeabilities Beiträge zu dieser Gesprächsrunde befassen sich mit den „politischen Löchern“ und Membranen sowie mit Formen der Auswahl und Trennung, die darüber entscheiden, welcher Bewegungsspielraum afrikanischen Lebewesen und Dingen weltweit eingeräumt wird. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit dem Im-Fluss-Sein Afrikas, mit Korpern sowie mit Machtstrukturen und Formen von Wissen, Sprache und Reinheit/Reinigung, die Gemeinschaft, Immunität und Überfluss hervorbringen. Contributions to this roundtable session reflect on the “political holes”, membranes, and degrees of selectivity and separation that determine how African beings and things flow on a planetary scale. The panelists reflect on African flux, bodies, and the forces and forms of knowledge, language, and purity/purification that generate a sense or domains of community, immunity, and superfluity. Synthetik/Ästhetik Synthetics/Aesthetics Diese Gesprächsrunde über die Erfindung Afrikas und afrikanische Erfindungen denkt über neue Schwellen, Fiktionen und Künstlichkeiten nach. Neue Beziehungen sowie Ideen von Körpern, Wissen, Grenzen, das Verhältnis von Innen und Außen und das Im-Fluss-Sein Afrikas stehen im Zentrum. Reflecting on the invention of Africa, and African inventions, this roundtable session speculates on new thresholds, fictions, and artifices. The panelists propose new relationalities, conceptions of bodies, knowledges, borders, ideas of inside/outside, and African flux. Verteilungsprozesse Distributions Membrane ermöglichen Verteilungs- und Teilungsprozesse. Diese Gesprächsrunde beleuchtet Dynamiken der Vermittlung, der Produktion, Restitution und der Rückkehr und Rückgabe, indem es über Fragen der Distribution und deren Bedeutung für die Neureflexion und Neugestaltung Afrikas nachdenkt. Im Zentrum steht dabei die Rolle von Verlagen, Print- und Onlinemedien für die Verbreitung und Vermittlung afrikanischer Literaturen. Membranes facilitate distributions and partitions. This roundtable focuses on dynamics of transfer, production, restitution, and return by reflecting on questions of distribution and their significance for rethinking and re-making Africa. In particular, the panel focuses on the role of publishing companies, print and online media for the distribution of African literatures. Das Gespräch findet in Englisch statt.  

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
11.00 Uhr
-

Träumst du von Terra-Zwei?

Temi Oh

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Temi Ohs beeindruckender Debutroman fragt nach unseren Visionen für die Zukunft: Wissenschaftler haben die Theorie von einem bewohnbaren Planeten in einem benachbarten Sonnensystem entwickelt. 100 Jahre später verlassen zehn Astronauten eine sterbende Erde, um ihn zu finden: vier dekorierte Veteranen des Weltraum-Wettlaufs im 20. Jahrhundert und sechs Teenager, Absolventen der exklusiven Dalton Academy, die sich ihr Leben lang auf diese Mission vorbereitet haben, machen sich auf den Weg. Erst in 23 Jahren werden sie Terra-Zwei erreicht haben, 23 Jahre in Abgeschlossenheit und in denen keine Rettung möglich ist, falls etwas schief geht. Und etwas geht immer schief ... A century ago, scientists theorised that a habitable planet existed in a nearby solar system. Today, ten astronauts will leave a dying Earth to find it. Four are decorated veterans of the 20th century’s space-race. And six are teenagers, graduates of the exclusive Dalton Academy, who’ve been in training for this mission for most of their lives. It will take the team twenty-three years to reach Terra-Two. Twenty-three years spent in close quarters. Twenty-three years with no one to rely on but each other. Twenty-three years with no rescue possible, should something go wrong. And something always goes wrong. Temi Oh’s first novel asks which visions of the future we share. Temi Oh. “Do you Dream of Terra-Two?” Simon and Schuster 2019. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
11.45 Uhr
-

Panel #3 Virtuelle Realitäten, Künstliche Intelligenz und Digitales Leben: Afrika Prismen

Japhet Miagotar, Chief Nyamweya, Temi Oh, Nicolas Premier

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Diskussion, Moderation: Ainehi Edoro


Diese interdisziplinäre Begegnung lädt in High-Tech-Fragen und Prozesse involvierte Künstler*innen ein, über eine Reihe von Fragen zu Kreativität, Innovation, neuen Vorstellungswelten, Künsten und Medien zu reflektieren und zu diskutieren und dabei über einen virtuellen und imaginierten Zustand eines neuen afrikanischen Seins zu sprechen und diesen heraufzubeschwören. Was bedeuten Entwicklungen und Innovationen für entstehende afrikanische Identitäten? Welche neuen Beziehungen stellt man sich jenseits des Bekannten vor und welche Formen nehmen diese Beziehungen an? Dieses Panel lädt seine Teilnehmer*innen ein, mit dem Publikum eine Vorstellung Afrikas in der Welt, der Welt in Afrika und Afrikas Visionen für die Welt zu teilen, eine Vorstellung, die auf dem HEUTE basiert. This interdisciplinary encounter invites those who, among other things, interact with technology to reflect on, showcase and debate a range of issues linked to creativity, innovation, re-imaging, the arts and new media while speaking into and about a virtual and imagined state of new African being. What do the developments and innovations mean for emerging African identities? What new relationships are imagined outside that which has been assumed and what forms do these take? This panel invites its participants to share with audiences an imagination of Africa in the world, and the world in Africa, and Africa’s imagination for the world predicated on the NOW. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
13.00 Uhr
-

Book Chop #2 Mittägliche literarische Rezepturen

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Businesslunch


Literatur ist geistige Nahrung, „Food for thought“. Sie bringt uns auf den Geschmack und macht Lust auf mehr. Derart kann Literatur als Ausgangspunkt und Inspiration für neue Denkweisen dienen und birgt so die Möglichkeiten von Perspektivwechsel und durchlässigem Denken. Das Zelebrieren der Literatur endet bei „Membrane“ nicht mit der Mittagspause und so wird im Rahmen der mittäglichen „Book Chops“ Kulinarisches aus einigen der präsentierten Romane auf den Tisch gebracht. Inspiriert wurden die „Book Chops“ durch die literarisch-kulinarische Reihe „Eat the Book“ der nigerianischen Kuratorin Lola Shoneyin, die dieses Format bei ihrem Ake Book Festival initiiert hat. Literature is food for thought. It awakens our tastes and makes us crave for more. Thus literature can be a starting point and inspiration for new ways of thought and makes changes in perspective and permeable thinking possible. Celebrating literature at “Membrane” doesn’t stop at lunch time. Noon-time “Book Chops” will serve culinary delights from some of the novels presented during the festival. The “Book Chops” were inspired by the literary and culinary series "Eat the Book" by Nigerian curator Lola Shoneyin, who initiated this format at her Ake Book Festival.

 

Samstag
25.05.19
14.00 Uhr
-

Das Haus der Gewürze

Nafissatou Dia Diouf

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Erst war es ein Kontor für versklavte Menschen, dann für Gewürze, schließlich wird das „Haus der Gewürze“ zur Pflegeeinrichtung. Zwischen Himmel und Meer finden die vom Leben Geschadigten hier eine Bleibe. Mediziner und Heiler loten die Tiefe der Seele mit der Kraft traditioneller Heilkunst und moderner Medizin aus. Ein Dutzend Stimmen und Geschichten mischen sich und enthüllen die Geheimnisse dieses friedlichen Ortes, den Freundschaft, Zärtlichkeit, Schönheit und Liebe geprägt haben. Außergewöhnliche Figuren versuchen, ihr Alltagskorsett zu sprengen und eine neue Welt zu entwerfen. Formerly a warehouse for enslaved people, later a warehouse for spices, “La Maison des epices”, the house of spices, is transformed into a care center. Located between the sky and the sea, where those amputated by life go to reconstruct themselves, the place welcomes medical doctors and healers who probe the depth of souls with the power of ancestral tradition and modern medicine. A dozen voices and stories mix and reveal the mysteries of this peaceful place, shaped by friendship, tenderness, beauty and love. Extraordinary characters try to free themselves of everyday strictures and to invent another world. Nafissatou Dia Diouf. „La Maison des epices“. Memoire d’encrier 2014. In deutscher und französischer Sprache

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
14.45 Uhr
-

Haus aus Stein

Novuyo Rosa Tshuma

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Wie ein Kuckuck hat sich Zimani kunstvoll in das Herz der trauernden Familie eines jungen Mannes geschlichen, der plötzlich verschwunden ist. Zimani mochte in die geliehene Familiengeschichte eintauchen, um als ihr Erbe ihre ungewisse Zukunft zu bewohnen. Eine atemberaubende Chronik vom Tod des kolonialen Rhodesiens und der blutigen Geburt des modernen Simbabwe. Like a cuckoo in the nest, Zamani has artfully insinuated himself into the hearts of the grieving family of a young man who has suddenly disappeared. Zamani’s strange and shifty aim is to steep himself in borrowed family history, so that he can fully inherit and inhabit its uncertain future. A blazing chronicle of the death of colonial Rhodesia and the bloody birth of modern Zimbabwe. Novuyo Tshuma. “House of Stone”. Atlantic Books 2018, W.W. Norton 2019. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
15.30 Uhr
-

Dein Wille sei Kin

Sinzo Aanza

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Sinzo Aanza, bildender Kunstler und Schriftsteller, wirft seinen Blick auf das Leben in der Demokratischen Republik Kongo. „Que ta volonte soit Kin“ (Dein Wille sei Kin) Aanzas Theaterstuck von 2018, stellt das Leben auf der Avenue de la Liberation in Kinshasa (Kin) dar, ein Ort von Stromausfallen, Kneipenbesuchen, Fußballspielen im Fernsehen und Sex. Nach dem kongolesischen Motto, man müsse im Leben schauen, dass man halt klarkommt, kämpfen die Menschen gegen Armut und Verzweiflung, indem sie träumen oder indem sie im Land oder in ein anderes Land migrieren, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Sinzo Aanza, visual artist and writer, focuses in his work on life in the Democratic Republic of Congo. Que ta volonte soit Kin (Your Will Shall Be Kin) Aanza’s play published and performed in 2018, shows life on Liberation Avenue in Kinshasa (Kin), where power cuts, local pubs, soccer and sex meet. Since the Congolese popular constitution’s only article §15 says, to just get along, people find ways to fight destitution, be it by way of dreams or of internal or external migration, in search of a better life. Sinzo Aanza. “Que ta volonte soit Kin”. Editions Nzoi 2018. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
16.30 Uhr
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Von reinen Männern

Mohamed Mbougar Sarr

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


Als Ndene das Video eines jungen Mannes sieht, dessen Leichnam exhumiert und über den Friedhof geschleift wird, weil er schwul war, beginnt Ndene der Vergangenheit dieses Mannes nachzuforschen. Doch dies führt an seiner Universität wie in seiner Familie zu Gerüchten, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Der Roman „De purs hommes“ (Von reinen Mannern) behandelt die für seinen Helden einzig wichtige Frage: Wie findet man den Mut, man selbst zu sein, ohne sich selbst zu betrugen oder zu belügen? Und was ist der Preis dafür? Mohamed Mbougar Sarr beleuchtet auf subtile Art die in vielen afrikanischen Ländern tabuisierte Frage der Homosexualität. When Ndene sees the video of a young man, whose body is being exhumed and dragged around the cemetery because he was gay, he begins a research into the young man’s past. But around him, at university and in his own family, suspicion and rumor rise and destabilize him. At the centre of “De purs hommes” (Of Pure Men) is the only big question which is of worth to its hero: how do you find the courage to be fully yourself, without betraying or lying to yourself, and at what cost? Mohamed Mbougar Sarr discusses the issue of homosexuality, a taboo in many African countries, in a subtle way. Mohamed Mbougar Sarr. “De purs hommes”. Philippe Rey - Jimsaan 2018. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
17.15 Uhr
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Panel #4 Text, Körper und Überschreitung

Sinzo Aanza, Nafissatou Dia Diouf, Lola Keyezua, Bisrat Negassi, Mohamed Mbougar Sarr, Novuyo Rosa Tshuma

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Diskussion, Moderation: Joyce M. Muvunyi


Themen dieses Panels sind die Subversion und das Durchbrechen von Grenzen und Zwängen: Blick, Geschichte, Bild, Selbstwahrnehmung, Konzepte von Körper und Sexualität werden ebenso in Frage gestellt wie die Idee, dass es Zentren und Paradigmen gibt. Das Panel diskutiert Widerstand und Revolution, bringt bekannte Setzungen durcheinander und stellt mutig Widerspruche heraus. Ziel dieses Panels ist es, schwierigen Fragen Raum zu geben und unerwartete Ideen zu entwickeln, die einem erneuerten Diskurs über und von Afrika zu Gute kommen können. This panel is about subversion and the breaching of perceived boundaries and constraints: subverting the gaze, the story, the image, the sense of self, concepts of the body and sexuality; subverting the idea of centres and paradigms. It is about resistance and revolution, confounding assumptions and confronting external as well as internal contradictions - without flinching. Out of this session, more than anything, we imagine some very difficult questions can be formulated, not necessarily to be answered immediately, as much as used to develop unexpected ideas that can inform a renewed discourse on, about, of Africa, and Africas. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.  

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Mittag 14-18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
19.00 Uhr
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Wessen Imaginäres ist es eigentlich?

Taiye Selasi

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Vortrag und Gespräch, Einführung: Mshai Mwangola
Gesprächspartnerin: Sheila Ochugboju


In ihrem Vortrag befragt Taiye Selasi den Begriff des „Imaginaren“, ein zum Substantiv gewordenes Adjektiv, das sowohl unsere Vorstellungsbilder wie auch konkrete Bilder meint, sowie die Rolle der Literatur für die Gestaltung von zeitgenössischen Formen des Imaginaren Afrikas. Wer entwirft und gestaltet die Bilder Afrikas, wo kommen sie her und wem gehören sie? In ihrem Vortrag knüpft Taiye Selasi an die Fragen der vorhergehenden Panels an. Im Anschluss an ihren Vortrag wird Sheila Ochugboju über die Thesen des Vortrags mit ihr ins Gespräch kommen. Taiye Selasi interrogates the notion of the “imaginary” (adjective made noun) and the role of literature in shaping contemporary imaginaries of Africa. “Whose Imaginary, Anyway” asks, who imagines, where do images come from and to whom do they belong. In her talk Selasi takes up issues discussed in the previous panels. In the sequel to the talk, Sheila Ochugboju will discuss Selasi’s key arguments with her. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Samstag
25.05.19
22.00 Uhr
-

Slam Revue and Open Mic

Aleya Kassam, Ketty Nivyabandi, Jean-Luc Raharimanana, Anja Saleh

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Poetry Slam


Im Rahmen der Membrane Slam Revue treffen die geladenen internationalen Poet*innen des Festivals auf ihre Kolleg*innen aus Stuttgart und dem Umland. In ihren Performances erkunden sie, was sie jeweils mit dem Festivaltitel Membrane verbinden und welche Rolle dieses Konzept in ihrem Schreiben, Denken und ihrer Poetik spielt: Eine polyphone Lyriknacht mit Aleya Kassam, Ketty Nivyabandi, Jean-Luc Raharimanana, Anja Saleh u.v.m.! In the Membrane Slam Revue, the festival‘s international poets get together with poets from Stuttgart and its surroundings. In their performances they will explore what they associate with the festival title Membrane and what the idea of the membrane means to their creative thinking and writing. A polyphonous night of poetry with Aleya Kassam, Ketty Nivyabandi, Jean-Luc Raharimanana, Anja Saleh and many more!

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Abend ab 18 Uhr)

 

Sonntag
26.05.19
11.00 Uhr
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Die Dämmerung der Qual

Léonora Miano

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


“Crepuscule du tourment“ (Die Dämmerung der Qual) ist ein zweiteiliges Buchprojekt. Im ersten Buch (2016) richten vier Frauen ihre inneren Monologe an denselben Mann. Im Norden oder Suden lebend, ist ihnen allen eine geheime Wunde gemeinsam: eine ererbte quälende Identität und die Schwierigkeit, ihre Weiblichkeit zu leben. „Crepuscule II“ (2017) richtet den Blick auf diesen Mann, Amok, der vom Norden in den Süden zurückkehrt, weil er seinem Sohn die rassischen Zuschreibungen des Nordens ersparen will. Bei einem Autounfall verliert er das Bewusstsein; in diesem Zustand begegnet er spirituellen Kräften, die es ihm ermöglichen, sein Leben neu zu organisieren. Miano ist bekannt als scharfsinnige Diagnostikerin fortdauernder kolonialer Strukturen und deren Effekt auf postkoloniale Subjekte. In ihren Romanen wirft sie den fragenden Blick auf das, was als „afrikanische“ Identität und Sexualität verstanden wird. “Crepuscule du tourment” (The Twilight of Torment) is a book project in two parts. The first novel (2016) has four women, living in the North and the South, each tell their individual story, as interior monologues, to the same man. All women have a secret wound in common: an inherited torment of identity, a difficulty to live their femininity. The second novel (2017) focuses on the man, Amok, who moves from North to South with his son, because he wants to spare him the racial ascriptions of the North. A car accident makes him lose consciousness, and in this state, he encounters spiritual forces which, once restored, help him reorient his life. Miano, an astute and renowned diagnostician of the ongoing effects of the colonial past on postcolonial subjects, turns an interrogative gaze onto the meaning of an “African” identity and sexuality. Leonora Miano. “Crepuscule du tourment”. Grasset 2016, 2017. Textausschnitte werden auf Deutsch vorgetragen. Excerpts from the texts will be read in German. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch sowie einer konsekutiven Übersetzung Französisch-Deutsch. A simultaneous English-German and a consecutive French-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Sonntag
26.05.19
11.45 Uhr
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Was Sharon Dodua Otoo denkt, während sie höflich lächelt

Sharon Dodua Otoo

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Lesung und Gespräch


2016 gewann die britische Schwarze Schriftstellerin und Aktivistin Sharon Dodua Otoo den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis für ihre Kurzgeschichte „Herr Gröttrup setzt sich hin“. Ihre Beiträge, Kommentare, Berichte und Rezensionen beschäftigen sich mit politischen Fragen des Feminismus, des Weißseins und mit Kultur- und Bildungsthemen. In der Novelle „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle …“ steht die Hauptfigur, eine ghanaisch-britische Doktorandin, Mutter von Zwillingen und mitten in ihrer Scheidung, vor dem Chaos, das sie in ihrem Leben angerichtet hat. Während sie ihre Rassismus-Erfahrungen dokumentiert, nähert sie sich langsam ihrem eigenen Moment versagter Solidarität. Unlängst erschien die Anthologie „Eure Heimat ist unser Albtraum“ (Carl Hanser Verlag 2019), an der auch Otoo mitwirkt. Im Gespräch mit ihr wird es um Fragen nach Zugehörigkeiten, Teilhabe und nach der Durchlässigkeit von Gesellschaften gehen. Sharon Dodua Otoo, Black British writer and activist, won the prestigious Ingeborg-Bachmann prize in 2016. In her journalistic writings she discusses political issues such as feminism, whiteness, culture and education. Her novellas tell of life in Berlin. In “the things I am thinking while smiling politely…”, her main character, a Ghanaian-British doctoral student, mother of twins and in the middle of a divorce, has put her life in disarray. Documenting her own experiences of racism, she slowly approaches her own act of failed solidarity. Recently, Otoo took part in the anthology “Eure Heimat ist unser Albtraum” (Ullstein 2019). The conversation with her will question notions of home, strangeness and belonging and ask about the porosity of societies. Sharon Dodua Otoo. „Die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle…“ und „Synchronicity“. S. Fischer Verlag 2017. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch A simultaneous English-German translation will be provided.

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Sonntag
26.05.19
12.30 Uhr
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Erzählungen vom Festival

Sheila Ochugboju

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Abschlussveranstaltung, Einführung: Ainehi Edoro


Sheila Ochugboju wird die Veranstaltungen des Festivals als Lecture-Performance zusammenfassen und noch einmal den Blick auf die Fragen und Themen richten, die dem Begriff der Membran Bedeutung verleihen. Sie wird das Publikum am Ende des Festivals mit Fragen auf den Weg schicken. A critical summary of the events of the festival, highlighting features and themes that emerged that give meaning to the notion of Membrane. Sheila will also provoke her audience with questions to leave with. Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch

Eintritt: Euro 10,-/8,-/5,- (Morgen 9-13 Uhr)

 

Sonntag
26.05.19
15.00 Uhr
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Membrane Ausstellung

Lamin Fofana, Janine Jembere, Nicole Suzuki, Vitjitua Ndjiharine, Luiza Prado De O. Martins

Veranstaltungsreihe: Membrane. African Literatures and Ideas.

Führung


Die Ausstellung der Akademie Schloss Solitude findet parallel zum „Membrane“ Festival statt und präsentiert in Anlehnung an die Prämissen der Durchlässigkeit, Flexibilität und Gleichzeitigkeit vier künstlerische Positionen aus dem internationalen Netzwerk der Akademie. In unterschiedlichen Herangehensweisen und künstlerischen Formaten werden Versuche sichtbar, die Grenzen der Erkennbarkeit in Frage zu stellen. Die Stipendiatinnen Janine Jembere und Luiza Prado de O. Martins befassen sich in Installationen und digitalen Projekten mit dem Verhältnis von Macht, Schreiben und Verschleierung sowie Theorien zu Dekolonialität und Gender. Die Arbeiten werden ergänzt mit einer Soundinstallation von Lamin Fofana, Gast des „Membrane“ Festivals, und Bearbeitungen von deutschen Fotoarchiven aus der Kolonialzeit der namibischen Künstlerin Vitjitua Ndjiharine. The Akademie Schloss Solitude exhibition takes place parallel to the “Membrane” festival. In line with the festival exploration of permeability, flexibility and simultaneity it presents four artistic positions from within the international network of the Akademie. Using different artistic approaches and formats, the artists attempt to question the limits of knowability. In their installations and digital projects, the fellows Janine Jembere and Luiza Prado de O. Martins deal with power, writing and veiling, and with decolonial and gender theories. A sound installation by Lamin Fofana, participant of “Membrane”, and the artistic manipulation of German colonial photographic archives by Namibian artist Vitjitua Ndjiharine complement the exhibition. Ausstellungsdauer Duration: 17.5.2019-30.6.2019 Öffnungszeiten Opening hours: Sa/So 14-18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung and prior to appointment by telephone T. 0049 (0)711 996 19 47 4 Während des Festivals During the festival 23.-26.5: 14-18:00 Führungen während des Festivals Guided tours: 26.5: 15:00 Außer Haus: Projektraum Römerstrasse 2 A, Stuttgart-Süd Ausstellung der Akademie Schloss Solitude  

Eintritt frei

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de