veranstaltungen im maerz 2019

veranstaltungen im maerz 2019

maerz 2019

Samstag
02.03.19
20.00 Uhr
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Ich kann dich hören

Katharina Mevissen

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Lesung und Gespräch


Für die Reihe zwischen/miete werden Stuttgarter WGs zur Lesebühne: AutorInnen aus der jüngsten Schriftstellergeneration mieten sich ein, lesen aus ihren Texten und bringen sie ins Gespräch. In ihrem Debüt "Ich kann dich hören" erzählt Katharina Mevissen eine zarte Geschichte über das Leben des jungen Studenten und Cellisten Osman. In eine leistungsorientierte Musikerfamilie hineingeboren, arbeitet sich Osman schmerzhaft an seinem Vater und der Verstummung in seiner Familie ab. "Es ist im Wesentlichen eine Geschichte des Zuhörens. Damit ist aber nicht nur das biologische Hörvermögen, das Akustische gemeint, sondern vielmehr Hören als Fähigkeit der Auseinandersetzung, des Dialogs“, so Katharina Mevissen. Nach dem Fund eines Diktiergeräts mit Tonaufnahmen einer Unbekannten beginnt für Osman ein neuer Weg des Zuhörens. Katharina Mevissen erzählt von der Vater-, Mutter- und Gebärdensprache ebenso wie von der berührenden Kraft der Musik. Sie war Heinrich-Böll-Studienstipendiatin und erhielt für ihr Romanmanuskript das Bremer Autorenstipendium 2016. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Berlin und leitet die gebärdensprachliche Literaturinitiative handverlesen. Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl Ort: Seestraße 68, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inklusive Bier und Brezel

 

Mittwoch
06.03.19
19.30 Uhr
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Eure Heimat ist unser Albtraum

Deniz Utlu, Fatma Aydemir

Lesung und Gespräch, Moderation: Elke aus dem Moore
Lesung: Irene Baumann


Wie fühlt es sich an, tagtäglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf Sexualität aus? Dieses Buch ist ein Manifest gegen Heimat - einem völkisch verklärten Konzept, gegen dessen Normalisierung sich 14 deutschsprachige Autor*innen wehren, darunter Autorinnen wie Margarte Stokowski, Sasha Marianna Salzmann und Sharon Dodua. In persönlichen Essays geben sie Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als "anders" markiert, zu wenig schützt oder wertschätzt. In Stuttgart zu Gast sind die Herausgeberin und Schriftstellerin Fatma Aydemir, die für ihren Debütroman „Ellbogen“ vielfach ausgezeichnet wurde, sowie der Schriftsteller, Kurator und Kolumnist Deniz Utlu, derzeit Stipendiat der Akademie Schloss Solitude. Eine Veranstaltungskooperation von Akademie Schloss Solitude und Literaturhaus Stuttgart

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
07.03.19
19.00 Uhr
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Freudianische Stunden im Literaturhaus!

Lothar Müller, Katharina Adler

Lesung und Gespräch, Moderation: Stephan Wackwitz


19 Uhr: "Freuds Dinge - Von Apollokerzen bis Zylinder" Lothar Müller Wer sich in die Fallgeschichten Sigmund Freuds vertieft, der versteht: Das nebenher Gesagte, das belanglose Detail ist das Entscheidende. Da taucht zum Beispiel die "Apollokerze" auf: industriell gefertigte Stearin-Kerzen, die reißenden Absatz fanden, weil ihr Docht nicht nachgeschnitten werden musste. Und: Sie bevölkern das Unbewusste, kommen auf Freuds Couch zur Sprache. Die Psychoanalyse ist eine archäologische Unternehmung, sie gräbt im Unbewussten, aber sie gräbt nicht Rom aus, sondern ist vor allem in ihrer Zeitgeschichte verankert. Und das Unbewusste von Freuds Patienten war bevölkert mit den Requisiten des bürgerlichen Alltags und Interieurs. So sind Freuds Schriften nicht nur eine Aufdeckung des Verdrängten oder Verdichteten, sondern zugleich ein Kompendium der Dingwelt des 19. Jahrhunderts. Während der Psychoanalytiker in die Tiefen des Unbewussten hinabsteigt, fragt der Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung, Lothar Müller, in seinem neuen Buch „Freuds Dinge“, mit welchen sprachlichen und intellektuellen Operationen Freud das Unbewusste erst herstellt und achtet besonders darauf auf, welche Rolle dabei die Dinge spielen. Blättern wir mit ihm das Kompendium auf! Kurze Pause 20.30 Uhr:"Ida" - Katharina Adler Nach Freuds Dingwelt nähern wir uns der wohl bekanntesten Patientin Freuds: Dora, das jüdische Mädchen mit der "petite hysterie" und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden. Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familien-Anekdote: ihre Urgroßmutter, die - nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung - zu Nachruhm kam, und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. „Nach und nach wuchs in mir der Wunsch, dieses Bild von ihr zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Ich wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Eine Frau, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt.“ Katharina Adler erzählt die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung, eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat und das - mit Freuds Praxistür im Rücken - erst seinen Anfang nahm. Katharina Adler wurde 1980 in München geboren, wo sie nach Stationen in Leipzig und Berlin heute wieder lebt.

Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

 

Montag
11.03.19
19.00 Uhr
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Patrick Modiano und die „Pflicht zur Erinnerung“

Elisabeth Edl

Lesung und Gespräch


Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ Das Motto der „Woche der Brüderlichkeit“ für das Jahr 2019 lautet: „Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“. In dieser Stuttgarter Eröffnungsveranstaltung soll es besonders um die Frage nach der Erinnerung gehen, außerdem um das Jüdische bei dem französischen Nobelpreisträger Patrick Modiano (*1945). Die GCJZ hat die Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Edl als Referentin gewinnen können. Elisabeth Edl wird über Modianos Werk sprechen und ausgewählte Texte vortragen. Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart e.V. in Kooperation mit dem Institut francais

Eintritt frei

 

Montag
11.03.19
19.00 Uhr
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Das hohe Haus - Roger Willemsen

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


„Man denkt, alle Welt schaut auf dieses Haus. Und dann findet man so viel Unbeobachtetes.“ Für ein ganzes Jahr verfolgte Autor Roger Willemsen alle Sitzungen des Deutschen Bundestages vor Ort. Seine Beobachtungen hält er in „Das hohe Haus“ in Tagebuchform fest. In seinem Buch gewährt er Einblicke in Szenarien, die der Öffentlichkeit häufig entgehen. Dabei steht nicht im Vordergrund welche Entscheidungen im Parlament getroffen werden, sondern vielmehr wie diese Entscheidungen getroffen werden. Wie werden wir im Bundestag vertreten? Und wie funktioniert unsere Demokratie wirklich? Wir lesen das Buch und diskutieren über diese und weitere Fragen. Anmeldung unter Eintritt: Mitlgieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Mittwoch
13.03.19
19.30 Uhr
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Der schlaflose Cheng

Heinrich Steinfest

Lesung und Gespräch, Moderation: Denis Scheck


Der neue Cheng ist da! Oder um es präziser zu formulieren: Cheng macht Urlaub, er entfernt sich räumlich, um fernab von Wien auf andere Gedanken zu kommen. In der Bar seines mallorquinischen Hotels spricht ihn ein Mann an, Peter Polnitz, die Synchronstimme des englischen Weltstars Andrew Wake. Ein Jahr später melden die Nachrichten, Polnitz sei wegen Mordes an Wake zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Und da taucht auch schon seine Tochter in Chengs Büro auf: Sie überredet ihn, den Fall zu übernehmen und Polnitz' Unschuld zu beweisen. Am Ende kennt er Polnitz besser, als ihm lieb ist, und er weiß endlich, was er mit dem Rest seines Lebens machen soll. Albury, Wien, Stuttgart - das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors Heinrich Steinfest, der den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Als mehrfacher Deutscher-Krimi-Preisträger erhielt er darüber hinaus 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde er für den Deutschen Buchpreis nominiert, und 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis für "Das Leben und Sterben der Flugzeuge", zuletzt erschien von ihm die "Büglerin".

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
18.03.19
20.00 Uhr
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Amerika - Nach einem Romanfragment von Franz Kafka

Kafka Band

Veranstaltungsreihe: Česko 2019

Konzert, CD Release Party


Wieder in Stuttgart! Das tschechische Musikprojekt Kafka Band um den Schriftsteller Jaroslav Rudiš sowie Comiczeichner und Sänger Jaromír Švejdík präsentiert im Kammertheater des Schauspiels Stuttgart die neue CD "Amerika". Bereits vor zwei Jahren feierte die Band als Teil des Bremer Schauspielensembles ein viel umjubeltes Gastspiel mit der gemeinsam erarbeiteten Inszenierung "Das Schloss". Auch mit ihrem neuen Projekt zu Franz Kafkas Romanfragment "Amerika" beweisen die sieben Musiker, die in Tschechien Kultstatus genießen, ihre musikalische Vielseitigkeit. "Frühindustriell klingender Techno-Sound verbindet sich mit traditionellen Melodien, die sich immer wieder zu regelrechten Ohrwürmern auswachsen", schrieb Uwe Ebbinghaus über die Kafka Band und "Amerika" in der FAZ. Umrahmt werden die zwölf neuen Songs in bewährter Weise durch Projektionen des Prager Videokünstlers VJ Clad. Ausgangspunkt für das Musikprojekt war die 2013 eröffnete Ausstellung "K: KafKa in Komiks" des Literaturhauses Stuttgart, mit Anschlusstationen in Salzburg, Leipzig, Krakau, London, Prag und Bangkok. Mit der Deutschlandpremiere der neuen CD "Amerika" kehrt die Kafka Band nun wieder nach Stuttgart zurück und eröffnet zudem das Jubiläum zur 30-jährigen Städtepartnerschaft Stuttgart-Brünn. Feiern Sie mit! Weitere Veranstaltungen: Česko 2019 II: Jaroslav Rudiš & Jaromír 99, "Winterbergs letzte Reise" und "Tschechenkrieg", 02.04.19, Literaturhaus Stuttgart Česko 2019 III: Kateřina Tučkova, "Gerta. Das deutsche Mädchen", 21.05.19, Haus der deutschen Heimat Stuttgart In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Stuttgart und dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg. Gefördert durch die Stadt Stuttgart anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Stuttgart-Brünn, die Konrad- Kohlhammer-Stiftung und das Tschechische Zentrum München Eintritt: 20,- Euro zzgl. VvG, Karten unter Telefon 0711 - 20 20 90 oder www.schauspiel-stuttgart.de

 

Mittwoch
20.03.19
19.30 Uhr
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Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich

Daniel Mendelsohn

Lesung und Gespräch, Moderation: Anat Feinberg


"Auch dass Odysseus weint, gefiel meinem Vater nicht. Er weint! Verständnislos schüttelte mein Vater den Kopf. Was ist daran so heldenhaft? Er betrügt seine Frau, verliert sämtliche Gefährten, ist ein miserabler Feldherr. Er ist deprimiert, er jammert. Er sitzt da und will sterben. Warum finden eigentlich alle, dass er ein Held ist?" Daniel Mendelsohn Eine berührende Vater-Sohn-Geschichte auf den Spuren des homerischen Epos: Als Jay Mendelsohn, pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt, eines Tages spontan beschließt, den Uni-Grundkurs seines Sohnes Daniel zum Thema „Odyssee“ zu besuchen, ahnen beide Männer nicht, dass dies der Beginn einer ganz eigenen Familienreise ist. Vater und Sohn folgen auf einer Schiffsroute den Spuren des homerischen Epos - und im Angesicht der eigenen Sterblichkeit überwinden sie ihr gegenseitiges Schweigen. Ein 4000 Jahre alter Mythos behandelt all die Menschheitsthemen, die uns noch immer bewegen: Familie, Identität, Heimat. Und zugleich weist er einem Vater und einem Sohn den Weg, wieder zueinander zu finden. Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er arbeitete als Kritiker u.a. für "The New York Review of Books", das "New York Magazine", für "The New Yorker" und die "New York Times". 2006 erschien sein aufsehenerregendes und preisgekröntes Familien-Memoir "Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen". "Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich" wurde von Matthias Fienbrock aus dem Englischen übersetzt.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Montag
25.03.19
19.30 Uhr
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Peng Peng Parker

Nora Gomringer, Philipp Scholz

Lesung und Konzert, Klavier: Philipp Frischkorn


Dorothy Parker war eine vielschichtige Frau: Dichterin, Geliebte, Werbetexterin und Oscar-Nominee. Niemand hat so seufzend, so verlachend über die Liebe und das Rangeln zwischen den Geschlechtern geschrieben wie sie und uns dabei gleichzeitig Karikaturen und fein linierte Portraits der Boulevardlöwen und -löwinnen ihrer Zeit hinterlassen, mal zart und mal hart. Ein New York der 1920er Jahre ohne diese Ikone ist undenkbar. Aus der Fülle von Parkers Spott-, Humor- und Liebesgedichten für Kollegen, Hunde und Männer haben Gomringer & Scholz erstaunliche Songs geschaffen. Melodiös und rhythmisch, witzig und eigen weicht das Duo jenes Schwarzweiß alter Fotos und klingender Pianotasten auf zu Melodien, die schon lange zwischen den Zeilen stehen. Das englische Original wie auch die wunderbaren Übersetzungen durch Ulrich Blumenbach - "Denn mein Herz ist frisch gebrochen", Dörlemann Verlag 2017 - werden dabei zu gleichen Teilen erklingen. Zuletzt erschien von Nora Gomringer der Band "Mein Gedicht fragt nicht lange reloaded" (2015). Für das Goethe Institut und Pro Helvetia reist sie um die (Literatur-)Welt; sie war Poetikdozentin an den Universitäten Koblenz-Landau, Sheffield und Kiel und erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis 2015. Philipp Scholz, geboren 1990, ist Jazz-Schlagzeuger und lebt in Leipzig. Er spielt in zahlreichen Bands und Formationen, mit denen er mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt gewann seine Band PLOT den Jungen Münchner Jazzpreis 2014.

Eintritt: Euro 15,-/12,-/7,50

 

Dienstag
26.03.19
11.00 Uhr
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Hermann Hesse „Steppenwolf“

Rainer Moritz

Veranstaltungsreihe: Sternchenthemen

Gespräch, Moderation: Anja Brockert
Poetische Intervention: Timo Brunke
Sprecher: Stefan Wancura


„Der Steppenwolf“ war ein Kultbuch der Hippie-Generation. Sie entdeckte Hesses Roman von 1927 wieder. Viele junge Menschen identifizierten sich Ende der 1960er Jahre mit dem Helden Harry Haller, einem Außenseiter, zerrissen zwischen Bürgerlichkeit und dem einsamen Leben eines Steppenwolfs. Hesse kritisierte in diesem Text Gesellschaft und Zivilisation - und erzählt nicht zuletzt von einer persönlichen Krise. Kritiker nannten den Roman 1927 „ein seelenzerwühlendes Bekenntnisbuch“ und lobten den „grausamen ehrlichen Dichter“. In Baden-Württemberg ist „Der Steppenwolf“ derzeit Pflichtlektüre für das Deutsch-Abitur. Wie lesen wir dieses Werk des Literaturnobelpreisträgers heute? Und wie erklärt sich der Welterfolg des Romans? Diese Fragen sollen mit dem Literaturkritiker und Leiter des Literaturhauses Hamburg, Rainer Moritz, diskutiert werden. Eine Veranstaltungsreihe von: LpZ Stuttgart und SWR2 Wissen; Sendung auf SWR2: Ostermontag, 22.94.19, 15.05 Uhr, In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart/Evangelisches Bildungszentrum, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
26.03.19
19.30 Uhr
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Das Leben ist rund! Was verbindet Fußball und Literaturkritik?

Thomas Hitzlsperger, Denis Scheck

Veranstaltungsreihe: Wirtschaft

Gespräch, Moderation: Péter Horváth


Was ist das Geheimnis eines gelungenen Lebens? Dies ist die Frage, der der Wirtschaftsclub im Literaturhaus in seinem aktuellen Programm nachgeht. In dieser Veranstaltung sollen der frühere Nationalspieler und heutige VfB-Manager Thomas Hitzlsperger und der Literaturkritiker Denis Scheck am Beispiel ihres eigenen Werdegangs im Dialog das Thema erkunden. Gibt es trotz sehr unterschiedlicher Lebensläufe Gemeinsamkeiten in der Lebensgestaltung? Ist der Fußballspieler Hitzlsperger literaturaffin? Spielt Denis Scheck etwa auch Fußball? Schiedsrichter der Partie ist Peter Horvath vom Wirtschaftsclub. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsclub im Literaturhaus

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
27.03.19
11.00 Uhr
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J.W. von Goethe „Faust I”

Carl Philipp von Maldeghem

Veranstaltungsreihe: Sternchenthemen

Gespräch, Moderation: Anja Brockert
Poetische Intervention: Timo Brunke
Sprecher: Christoph Wieschke, Gregor Schulz


Modern, werkgetreu und frech: Die „Faust I“-Inszenierung von Carl Philip von Maldeghem in Salzburg begeistert seit zehn Jahren die Kritik. „Diese Inszenierung ist ein Musterbeispiel für den Umgang mit einem Klassiker: Kurzweilig, ja beschwingt im Tempo, modern im Ambiente mit Labor und Laptop “, schrieb etwa das Onlineportal Drehpunkt Kultur. Im Winter 2018 kam sie dort wieder auf den Spielplan. Goethes „Faust“ spiegelt den rastlosen abendländischen Umgang mit der Welt, der im Namen des Fortschritts, aber auch der Liebe und Befreiung über Leichen geht. Im Gespräch mit Carl Philip von Maldeghem (von 2002 bis 2009 Intendant der Schauspielbühnen Stuttgart) geht es um die Frage, wie man „Faust 1“ im 21. Jahrhundert auf die Bühne bringt - und wie man Schüler*innen für dieses zeitlos aktuelle Stück begeistern kann. Der Stuttgarter Bühnenpoet Timo Brunke umrahmt das Gespräch mit poetischen Kommentaren. Die Schauspieler Christoph Wieschke (Heinrich Faust) und Gregor Schulz (Mephisto) präsentieren Passagen aus der aktuellen Eine Veranstaltungsreihe von: LpZ Stuttgart und SWR2 Wissen; Sendung in SWR2: Karfreitag 19.04.19 19.05 Uhr, In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Stuttgart/Evangelisches Bildungszentrum, gefördert durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Mittwoch
27.03.19
19.30 Uhr
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Der Fall Meursault & Zabor

Kamel Daoud

Lesung und Gespräch, Moderation: Stefan Weidner


Mit seinem letzten Roman "Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung" gab Kamel Daoud dem namenlosen Toten aus „Der Fremde“ von Albert Camus ein Gesicht und erzählt eine Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte Algeriens verknüpft ist - der vielfach preisgekrönte Roman war eine der literarischen Sensationen der letzten Jahre. Nun erscheint in der Überseztung von Claus Josten sein neuer Roman "Zabor", in dem Daoud das menschliche Dasein mit den Mitteln aus Tausendundeiner Nacht erzählt. Entstanden ist eine große Parabel über die Macht des Erzählens und des Erzählers: Ismaël, der sich selbst Zabor nennt, verliert früh seine Mutter. Der Vater verstößt ihn, so dass Zabor bei seiner Tante und dem stummen Großvater aufwächst. Trost und Zuflucht findet er in der Literatur. Viel ist das jedoch nicht in einem algerischen Dorf, das im Süden bereits an die Sahara grenzt, und so beginnt Zabor, seine eigenen Geschichten zu schreiben und bemerkt dabei rasch sein besonderes Talent: Er hat die Gabe, das Leben von Sterbenden zu verlängern; so lange er über die Leute schreibt, so lang hält er den Tod auf Abstand. So auch, als eines Tages sein Vater im Sterben liegt. Kamel Daoud, geboren 1970, arbeitete lange als Journalist für den "Quotidien d’Oran". Heute lebt er als Schriftsteller mit seiner Familie in Oran. Für seinen ersten Roman „Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung“ wurde er u.a. mit dem Prix Goncourt du Premier Roman ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Institut francais

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
28.03.19
18.00 Uhr
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Vertrauensfragen – Haus der Geschichte

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


Politik benötigt Vertrauen - früher wie heute: 1918 war nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg das Vertrauen in den Staat völlig zerstört. Die Ausstellung "Vertrauensfragen" blickt darauf, wie aus der Revolution die erste Demokratie in Baden und Württemberg entstand, die um das Vertrauen der Bürger*innen warb. Sie macht die Leistungen und Anstrengungen, die Hoffnungen und Träume, die Schwierigkeiten und Ängste der Frauen und Männer in dieser Zeitenwende sichtbar. Wir werden durch die Ausstellung geführt, die von Frauenrechten und Erziehungsexperimenten berichtet, von Gewaltexzessen württembergischer Freiwilligenverbände und davon, wie eine Gewehrfabrik zum Kleinstwagenproduzenten wurde. Zusammen besuchen wir die Große Landesausstellung, die beleuchtet, wie das Vertrauen in politische Institutionen, in den Sozialstaat, in die neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung entstand und schwand, wer Misstrauen und Gewalt säte, wer Vertrauen fasste und wer enttäuscht wurde. Anmeldung unter Eintritt und Führung: 7,- Euro Ort: Haus der Geschichte, Konrad-Adenauer-Straße 16, Stuttgart

 

Freitag
29.03.19
19.30 Uhr
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Herkunft

Saša Stanišić

Lesung und Gespräch, Moderation: Lothar Müller


"Herkunft" ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. Saša Stanišić schreibt in seinem neuen Buch über seine Heimaten - in der Erinnerung und der Erfindung. Entstanden ist ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. „Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. Es ist zugleich ein Buch über den Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre.“ Saša Stanišićs Nachdenken über Herkunft ist ein Denken in Geschichten, ein Denken durch vereinfachende Zuschreibungen hindurch, die sie im Erzählen obsolet werden lassen, wenn wir einem Flößer, Bremser, einer Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat, einem bosnischen Polizist, der gern bestochen werden möchte, einem Wehrmachtssoldaten begegnen oder auf eine Grundschule für drei Schüler treffen. 1978 in Višegrad, Jugoslawien, geboren, lebt Saša Stanišić seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman "Wie der Soldat das Grammofon repariert" wurde in 31 Sprachen übersetzt und sein Roman "Vor dem Fest" wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Sonntag
31.03.19
20.00 Uhr
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Milchzähne

Helene Bukowski

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Lesung und Gespräch


„In der Welt in meinem Roman ist es Brauch, die herausgefallenen Milchzähne aufzuheben. Es ist ein Sinnbild dafür, wie sehr die Figuren an Dingen festhalten, die eigentlich schon verloren sind. Und genau das ist für mich auch das Thema des Romans.“ So spricht Helene Bukowski, Jahrgang 1993, über ihren Debütroman „Milchzähne“. Sie präsentiert uns einen Roman, in dem wir als Leser eine dubiose Dorfgemeinschaft kennenlernen, die abgeschnitten von der Außenwelt existiert. Skalde und ihre Mutter Edith gehörten selbst nie richtig zur Gemeinschaft und eines Tages nimmt Skalde ein fremdes Mädchen mit flammendroten Haaren mit nach Hause, das einsam inmitten des Waldes stand und Hilfe brauchte. Es geht um Beziehungen, Vertrauen und Zuneigung in einer Familie, die in einer verrohten Umgebung lebt und sich Misstrauen und Feindseligkeit gegenüber sieht. Helene Bukowski, studiert Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie war CoAutorin des Dokumentarfilms „Zehn Wochen Sommer“ und Mitherausgeberin der „BELLA triste“. Ihre Texte erschienen in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. Ort: Urbanstraße 62A, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Brezel & Bier Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de