veranstaltungen im mai 2017

veranstaltungen im mai 2017

mai 2017

Mittwoch
03.05.17
10.00 Uhr
-

Symposium „Sound in animation, comics and illustration“ Stuttgart Festival of Animated Film

Internationales Trickfilmfestival (ITFS)

Symposium


Das Tagessymposium "Sound in animation, comics and illustration" lädt im Rahmen des diesjährigen Internationalen Trickfilmfestivals (ITFS) interdisziplinäre internationale Experten aus Praxis, Lehre und Forschung nach Stuttgart ins Literaturhaus ein. Behandelt werden Themen wie "Filmmusik für Animation", "transkulturelle Zusammenarbeit für Animations-Soundtracks", "Soundwords in Comics" und "Sounddesign-Anwendungen in interaktiven Comics". In Zusammenarbeit mit der Society of Animation Studies, der School of Art, Design and Media an der Nanyang Technological University Singapore, dem Institut für Medienwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen, der AG Animation und dem Literaturhaus Stuttgart. Time 10.00-11.00 KEYNOTE Daniel Kothenschulte Filmmusic for Animation The author of The Walt Disney Archives (Taschen 2016) talks about the general importance of film music for Disney's films, a newly discovered uncompleted Disney opera project and the contemporary practice of scoring animated films. Time 11.00-12.30 Prof. Florian Käppler East meets West-A Transcultural Soundtrack Collaboration Since 2013 Sound Design students from the Musikhochschule Trossingen in Baden-Württemberg are scoring graduation films of Digital Animation students from the School of Art, Design and Media at the Nanyang Technological University Singapore. This talk allows insight into this successful transcultural endeavour and shows the best films that were created. Lunch break 12.30-14.30 Time 14.30-15.00 Uwe Zimmermann Responsive Comic Possibilities and challenges of production and reception of comics for digital platforms and new options through integration of sound. Time 15.00-15.30 Thomas Raich Sound expanding in space. Soundword-experiments in Frank Miller’s The Dark Knight Returns (1986) Batman: The Dark Knight Returns by Frank Miller is discussed as a deconstruction of the classical superhero-conception and it eventually paved the way for a wave of Graphic Novels addressing an adult readership. Time 15.30-16.00 Raphael Zähringer Beyond Onomatopoeia: Sounds, Words, and Metafiction in Hunt Emerson’s The Rime of the Ancient Mariner The paper discusses the function of sound words in Hunt Emerson’s comic version (2007) of Samuel Taylor Coleridge’s poem “The Rime of the Ancient Mariner” (1797/1834). 15,- Euro (Tageskasse / frei mit Akkreditierung oder Festivalpass ITFS)

 

Donnerstag
04.05.17
18.00 Uhr
-

"Der Tod in Venedig" – Exkursion in die Oper Stuttgart

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/stopp = Exkursion


AUSGEBUCHT! AUSGEBUCHT! AUSGEBUCHT! Und „wenn man über Nacht das Unvergleichliche, das märchenhaft abweichende zu erreichen wünschte, wohin ging man?“ Natürlich nach Venedig! Benjamin Britten vertonte Thomas Manns berühmte Novelle vom „Tod in Venedig“ 1973 auf der Grundlage eines Librettos von Myfanwy Piper, das die Handlung meisterhaft in Theaterbilder übersetzt. Es wird die letzte Oper des britischen Komponisten sein. In vielfarbigen und exotischen Klängen entwirft er darin ein ganz eigenes, eindrucksstarkes Venedig. Wir blicken hinter die Kulissen der Opernaufführung, die im Mai ihre Premiere feiert. Beim Besuch der Hauptprobe bekommen wir die Gelegenheit ein wenig Opernluft zu schnuppern und dabei die Arbeitsatmosphäre der letzten Proben hautnah mitzuerleben.

 

Freitag
05.05.17
18.00 Uhr
-

Comicbuchpreis 2017 - "Das Licht, das Schatten leert"

Tina Brenneisen

Veranstaltungsreihe: Comicbuchpreis

Preisverleihung, Vortrag, Laudatio: Andreas Platthaus
Vortrag: Hans-Georg Barber


Den diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung erhält Tina Brenneisen für ihren Comic „Das Licht, das Schatten leert“. Der Preis ist mit 15.000 EUR dotiert und wird zum dritten Mal für einen hervorragenden, unveröffentlichten deutschsprachigen Comic vergeben. Thomas von Steinaecker, Juror, begründet das Votum wie folgt: „Die Fallhöhe bei diesem Thema ist gewaltig. In „Das Licht, das Schatten leert“ verarbeitet die Autorin eine Totgeburt. Sie tut dies mit einer Schonungslosigkeit gegenüber sich selbst, die zunächst schockiert. Der anschließende Versuch, zurück in die Normalität zu finden, gestaltet sich dann ebenso quälend wie auch überraschend witzig in seinem Erfindungsreichtum. Ein autobiografischer Comic über ein unbequemes, aber wichtiges Thema, der mit seiner schönen Kolorierung und den halbrealistischen Figuren in gleicher Weise zu Tränen rührt wie - und das ist kein kleines Wunder - schmunzeln lässt.“ Andreas Platthaus, Literaturchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hält die Laudatio auf den Preisträgerband. Professor Barber, Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle, ergänzt die Verleihung mit einem Vortrag über die Hochschulausbildung von Comic-Künstlern unter dem Titel „Creditpoints für Sprechblasen. Comics im Namen der Hochschule“. Weitere neun Finalisten im Wettbewerb erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 1.000 Euro. Vom 5. Mai bis zum 24. Juni ist der Comic "Das Licht, das Schatten leert" als Ausstellung in den Räumen des Literaturhauses zu sehen; im Anschluss wird er in den Räumen des Literarischen Colloquiums Berlin gezeigt. In Zusammenarbeit mit der Berthold Leibinger Stiftung Einlass nur nach Anmeldung unter veranstaltungen@leibinger-stiftung.de oder per Telefon 07156 303 35203

 

Montag
08.05.17
19.00 Uhr
-

Lesestunde zu "DER TOD IN VENEDIG" von Thomas Mann

Veranstaltungsreihe: U35 - das Junge Literaturhaus

zwischen/lese = Lesestunde


Gustav von Aschenbach, ein verwitweter Schriftsteller von etwas über 50 Jahren, hat sein Leben ganz der Arbeit verschrieben. Einsam und ausgeschlossen vom Glück sorgloser Leichtlebigkeit beschließt er einen Erholungsaufenthalt in Venedig. Dort bemerkt er am Strand einen Knaben, der ihm als Inkarnation vollkommener Schönheit erscheint. Seine Faszination und mythische Verklärung für Tadzio, die er anfangs als ästhetisches Kennertum abtut, entspinnen sich bald zu einem späten Gefühlsrausch, den der alternde Künstler gierig willkommen heißt - obwohl sich rasch abzeichnet, dass er ihn in den Abgrund reißen wird. Er fällt in eine Schaffenskrise, verliert sich in philosophischen Reflektionen und Rechtfertigungen für seine Leidenschaft und obgleich seine erotischen Gefühle ohne Taten bleiben, lassen sie ihn letztlich zu jenem würdelosen Greis verkommen, der die Novelle zu einer Tragödie der Entwürdigung macht. Ein zeitloses Meisterwerk oder maßlos überschätzt? Lest das Buch und kommt vorbei, um mit uns über Thomas Manns Klassiker zu diskutieren. Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro

 

Montag
08.05.17
20.00 Uhr
-

Die Freiheit der Emma Herwegh – Politik im Roman und in der Biografie

Dirk Kurbjuweit, Sandra Richter

Veranstaltungsreihe: Das gute Buch

Lesung und Gespräch, Moderation: Denis Scheck


Mit Emma Herweghs bedingungslosem Kampf für die Freiheit erzählt Dirk Kurbjuweit die bemerkenswerte Geschichte einer Revolutionärin. Alles, was Emma tut, tut sie ganz. Ihre Heirat mit dem revolutionären Dichter Georg Herwegh ist ein Skandal. Sie, die Tochter aus gutem Hause, geht ins Paris von Marx und Heine. 1848 reiht sie sich als einzige Frau in den bewaffneten Trupp ein, der die Revolution von Frankreich in die Heimat tragen soll. Über Politik im Roman und in der Biografie sprechen Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin und Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart, Denis Scheck, Literaturkritiker, Macher der TV-Sendung "Druckfrisch" und Moderator von "Lesenswert" im SWR, mit dem vielfach ausgezeichneten Schriftsteller und Journalisten Dirk Kurbjuweit. 1962 in Wiesbaden geboren, war er von 1990 bis 1999 Redakteur bei der ZEIT, heute ist er stellvertretender Chefredakteur beim SPIEGEL. Drei weitere Bücher gesellen sich diesem Abend in der Reihe "Das gute Buch" an die Seite der Revolutionärin Herwegh: Jonathan Safran Foers politischer Roman "Hier bin ich", in dem der Autor nach einem schweren Erdbeben Israel in einen Krieg mit seinen Nachbarländern treten lässt, Julian Barnes' "Der Lärm der Zeit", das nach dem Verhältnis von Kunst und Unterdrückung, Diktatur und Kreativität fragt, und Werner Biermann mit seiner Biografie "Konrad Adenauer - ein Jahrhundertleben".

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Dienstag
09.05.17
20.00 Uhr
-

Diversität und Schule

Susanne Eisenmann

Veranstaltungsreihe: Wirtschaftsclub

Gespräch, Moderation: Anna Koktsidou


Der Wirtschaftsclub im Literaturhaus spürt in seinem aktuellen Rahmenprogramm „Diversität und Ordnung - wie gleich ist anders?“ Phänomenen unserer diversifizierten Gesellschaft nach, die sich zum Beispiel aus Migration oder Pluralismus ergeben. An diesem Abend wird Kultusministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann darüber sprechen, wie sich die Baden-Württembergische Schulpolitik der Herausforderung einer immer weiter ausdifferenzierenden Gesellschaft stellt und für eine differenzierte, leistungsfähige und qualitätsorientierte Bildungslandschaft sorgen kann. Frau Dr. Eisenmann wird ihre Sicht der Dinge darlegen und im Gespräch mit der Redakteurin und Integrationsbeauftragten des SWR Anna Koktsidou erläutern. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsclub im Literaturhaus e.V.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Donnerstag
11.05.17
20.00 Uhr
-

Preis der Literaturhäuser 2017

Terézia Mora, László Márton

Veranstaltungsreihe: Preis der Literaturhäuser

Laudatio, Lesung und Gespräch, Laudatio: Irene Ferchl


"Alternative Narrationen anbieten, das, nicht weniger, ist die Arbeit der Schreibkundigen." Terezia Mora Ihre Texte gehören zum Aufregendsten und stilistisch Verblüffendsten, was die deutschsprachige zeitgenössische Literatur zu bieten hat. „Von Buch zu Buch schreibt Terezia Mora an einem Logbuch der Gegenwart und verwandelt die Seltsamkeiten der Zeit in Figuren“, so Roman Bucheli in der NZZ. Auch als Übersetzerin aus dem Ungarischen zeigt sich ihr beeindruckendes Register. So hat sie z.B. Werke von Peter Esterhazy und Zsófia Ban einem breiteren deutschsprachigen Lesepublikum vermittelt. Mit ihrem Band "Seltsame Materie" (1999) machte sie rasch auf sich aufmerksam; für ihren Roman "Das Ungeheuer" (2013) wurde sie mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Ihren jüngsten Erzählband "Die Liebe unter Aliens" stellte sie im November 2016 in Stuttgart vor. Und in diesem Jahr hat das Netzwerk der Literaturhäuser den Preis der Literaturhäuser zugesprochen. Über alternative Narrationen und die Kunst des Übersetzens spricht Terezia Mora mit dem ungarischen Autor und Übersetzer Laszló Marton, der jüngst mit dem Gundolf-Preis der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet wurde. Die Liste seiner Übersetzungen ins Ungarische umfassen deutschsprachige Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Seine 2016 erschienene Übertragung von "Faust I" und "Faust II" wurde in Ungarn als eine der wichtigsten Buchpublikationen gefeiert. Die Laudatio und Gesprächsmoderation übernimmt die Literaturvermittlerin und Kennerin von Terezia Moras Werk, Irene Ferchl. In Zusammenarbeit mit dem ungarischen Kulturinstitut Stuttgart, dem Netzwerk der Literaturhäuser und ARTE

Eintritt: Euro 10,- / 8,- / Mitglieder frei

 

Freitag
12.05.17
20.00 Uhr
-

Literatur und Selbsterfahrung

Arne Rautenberg, Stephan Porombka

Veranstaltungsreihe: Literatur und ihre Vermittler

Lesung und Gespräch, Moderation: José F. A. Oliver


„Schreiben ist immer auch Autoreflexion. Man verbringt viel Zeit mit seinem Ich.“ Arne Rautenberg Über Literatur und Selbsterfahrung sprechen der Schriftsteller und Künstler Arne Rautenberg und Stephan Porombka, Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Universität der Künste Berlin. Zwischen November 2015 und Juni 2017 treffen in der Reihe „Literatur und ihre Vermittler“ zehn bedeutende SchriftstellerInnen auf ebenso namhafte WissenschaftlerInnen. Ausgangspunkt ist ein Essay zum Thema Selbsterfahrung, den Arne Rautenberg für diesen Abend verfasst hat: Inwieweit ist Literatur Selbsterfahrung? Wie kathartisch ist Schreiben? Müssen Autoren besonders selbsterfahrene Wesen sein? Arne Rautenberg, 1967 in Kiel geboren, schreibt Gedichte, Hörstücke, Essays, Romane und arbeitet für verschiedene Feuilletons. Darüber hinaus arbeitet er im bildkünstlerischen Bereich an visueller Poesie und großflächigen Schriftinstallationen. Für seine Kindergedichte, zuletzt erschien 2016 Unterm Bett liegt ein Skelett. Gruselgedichte für Kinder, wurde er jüngst mit dem Josef-Guggenmoos-Preis ausgezeichnet. Seit 2006 ist er Lehrbeauftragter an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. Stephan Porombka, studierter Germanist, Politik- und Theaterwissenschaftler, hat an der Universität Hildesheim den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus mitentwickelt und -geleitet. Neben seiner heutigen Tätigkeit an der Universität der Künste Berlin, ist Stephan Porombka seit März 2015 mit seiner Kolumne „Professors Praxis“ regelmäßiger Gastautor in der Wochenzeitung Die ZEIT. 2013 erschien im Berliner Frohmann Verlag die Publikation "Der Letzte macht das Buch aus", in der 140 Tweets zum Untergang der Printkultur, die er regelmäßig unter @stporombka im Netz veröffentlicht, in gedruckter Form vorgelegt werden. Die Veranstaltungsreihe Literatur und ihre Vermittler wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Breuninger Stiftung Stuttgart.

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Sonntag
14.05.17
11.00 Uhr
-

Warte nicht auf bessere Zeiten!

Wolf Biermann, Wieland Backes

Veranstaltungsreihe: Köpfe der Zeit

Lesung und Gespräch, Lesung: Manuel Soubeyrand


Er zählt zu den großen Symbolfiguren aus der Zeit des zweigeteilten Deutschland. Seine Lieder wurden im Westen zu Hymnen, im Osten untersagt, ihr Schöpfer mit Auftrittsverboten belegt. Nach einer Konzerttour in den Westen verweigerte ihm das DDR-Regime 1976 die Wiedereinreise. Unbequem blieb er auch hierzulande. Jetzt, mit 80 hat er seine aufsehenerregende Autobiographie vorgelegt. „Warte nicht auf bessere Zeiten!“: Es geht um keinen Geringeren als Wolf Biermann, den deutschen Liedermacher und Poeten, "Halb Mensch, halb Mythos", brachte es die FAZ auf den Punkt. "Ich wuchs auf mit dem Auftrag, die Menschheit zu retten, meinen Vater zu rächen und nebenbei den Kommunismus aufzubauen. Und weil ich meiner Mutter diesen kleinen Gefallen tun wollte, ging ich eben mit sechzehn Jahren 1953 nach Osten und wurde ein DDR-Bürger. Und das war das Beste, was ich in meinem ganzen Leben gemacht habe. Ich musste die Lektion lernen, im Vaterland aller Werktätigen, im Arbeiter- und Bauernparadies wirklich zu leben, und nicht nur als Revolutionstourist mal eben vorbeischnuppern. Und wenn ich das nicht gemacht hätte, wäre ich ja gar nicht der Biermann geworden. Ich wäre hier in Hamburg geblieben und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verblödet." Über die Geschicke des Lebens, seine Sprach- wie Liedkunst und die Geschichte(n) Deutschlands spricht Wolfgang Biermann mit Wieland Backes, der Moderatorenlegende des SWR-Nachtcafes in der Reihe Köpfe der Zeit. Manuel Soubeyrand liest ausgewählte Stellen aus dem Buch. Ausser Haus! Hospitalhof Evangelischen Bildungszentrum, Büchsenstraße 33, Stuttgart Mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Stuttgart In Zusammenarbeit mit dem Hospitalhof Evangelischen Bildungszentrum

Eintritt: Euro 12,-/10,-/6,-

 

Mittwoch
17.05.17
20.00 Uhr
-

Schreibende Dirigenten

Peter Gülke

Veranstaltungsreihe: Wissenschaftsfragen

Gespräch, Moderation: Joachim Kalka


In der Reihe „Wissenschaftsfragen“ führt Joachim Kalka ein Abendgespräch mit einem der bedeutendsten Musikwissenschaftler und Dirigenten der Gegenwart: dem 1934 geborenen Peter Gülke, der in Dresden, Weimar, Freiburg und Basel gewirkt und gelehrt hat und augenblicklich Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker ist. Zuletzt ist 2015 sein Buch „Musik und Abschied“ erschienen, das subtile Analyse des musikalischen Materials mit sehr persönlichen autobiographischen Empfindungen und Reflexionen verbindet. Was die Sprache in und mit der Musik bewirken kann, was sie vis-à-vis der Musik kritisch zu leisten vermag - auch davon wird das Gespräch mit Peter Gülke handeln, der mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa und dem Bayerischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. In Zusammenarbeit mit dem IZKT, dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung, und der Akademie für gesprochenes Wort

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

19.05.17
bis
21.05.17
-

2. Stuttgarter Festival "zwischen/miete"

Lyrikkollektiv G13, Senthuran Varatharajah, Nora Wagener, Phillip Winkler, Sascha Macht, Kathrin Jira

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesungen, Gespräche, Wettbewerb, Workshop und Slam


Literarischer Frühling in Stuttgart! Die zwischen/miete bringt seit 2014 erfolgreich junge AutorInnen und ihre Geschichten und Gedichte in Stuttgarter WGs. Lyrik statt Putzplan oder frische Debütromane auf dem WG-Sofa: Klingt gut? Dann haben wir hier was für Sie: Vom 19. bis 21. Mai mieten sich gleich mehrere Autorinnen und Autoren in Stuttgarter WGs ein und präsentieren beim 2. Stuttgarter Festival der jungen Literatur ihre taufrische Literatur in unterschiedlichen Formaten und an ungewöhnlichen Orten. Sie wollen Küchentischlesung, Flurfunk-Geschichten oder Lyrik im Wohnzimmer? Dann schnappen Sie sich Ihre Freunde und seien Sie gespannt auf drei Tage voller junger Literatur. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ausführliche Informationen zum Programm und zu den Veranstaltungsorten unter: zwischenmiete.literaturhaus-stuttgart.de und www.facebook.com/ZwischenmieteStuttgart Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart Realisierung: Nina Wittmann, Charline Medernach und Friederike Ehwald Partner, Förderer und Sponsoren: Stadt Stuttgart, "kreuz & quer" - junge Erwachsene im Katholischen Bildungswerk Stuttgart, Stuttgarter Hofbräu, Baden-Württemberg Stiftung, Christian Rotta, Holzapfel, Kunststiftung Baden-Württemberg Eintritt: Einzelveranstaltung: 5,- Euro (nur Abendkasse), Festivalpass: 20,- Euro (nur Abendkasse)

 

Freitag
19.05.17
15.00 Uhr
-

Der Workshop

Lyrikkollektiv G13

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Workshop


G13 - so heißt das Berliner Lyrikkollektiv, das 2009 ins Leben gerufen wurde. Die Mitglieder, geboren zwischen 1980 und 1990, präsentieren und diskutieren in regelmäßigen Treffen neue gemeinsam verfasste und entstandene Gedichte und veranstalten im Rahmen des 2. zwischen/miete Festivals einen Workshop zur Förderung junger Schreibender. G13 verfolgt dabei ausdrücklich nicht die Absicht, eine einheitliche Poetik zu entwickeln. Es geht stattdessen darum, verschiedene Ansätze und Haltungen des Schreibens zusammenzubringen und in einen dauerhaften Dialog zu verwickeln. In Kooperation mit "kreuz & quer" - junge Erwachsene im Katholischen Bildungswerk Stuttgart Ort: Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart Eintritt: 35,- Euro, Anmeldung erforderlich unter:

 

Freitag
19.05.17
19.00 Uhr
-

Vor der Zunahme der Zeichen

Senthuran Varatharajah

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesung und Gespräch, Moderation: Giovanna-Beatrice Carlesso


Einzelne Erinnerungen und Momente setzen sich in Senthuran Varatharajahs Debütroman „Vor der Zunahme der Zeichen“ zu einem Textpuzzle zusammen. Zwei junge Menschen - sie aus dem Kosovo, er aus Sri Lanka - erzählen von Flucht und Ankommen, von Erinnern und Vergessen und dem Verlust von etwas Unwiederbringlichem. In der ungewöhnlichen Form einer Facebook-Unterhaltung hat Varatharajah, Jahrgang 1984, einen bemerkenswerten Roman geschrieben, der hochreflektiert und unaufgeregt über die Erfahrungen von Flucht, Migration und dem Ankommen in einem neuen und manchmal auch feindseligen Land berichtet. Ort: Charlottenstraße 21a, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Bier und Brezel (nur Abendkasse)

 

Freitag
19.05.17
21.00 Uhr
-

Larven

Nora Wagener

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesung und Gespräch, Moderation: Altina Mujkic


Nora Wagener, Jahrgang 1989, stellt ihr viertes Buch vor: „Larven“. In dieser Sammlung kurzer Geschichten stellt sie ihre äußerst feinfühlige Beobachtungsgabe unter Beweis. Selbst für die kleinsten, scheinbar unwichtigen Details findet sie ungewöhnliche und doch unglaublich treffende Sprachbilder. Die Larven sind sechszehn Protagonisten, die - so grundverschieden sie auch sein mögen - alle auf das gleiche Problem zurückgeworfen werden: Sie können oder wollen nicht ausbrechen aus ihren Kokons. Ort: Charlottenstraße 21a, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Bier und Brezel (nur Abendkasse)

 

Freitag
19.05.17
22.15 Uhr
-

Der Ausklang

Lyrikkollektiv G13

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Performance


Mit ihrem Auftritt sorgt das Berliner Lyrikkollektiv G 13 für einen gebührenden Ausklang des ersten Festivalabends. Die kollektiv schreibenden und dichtenden AutorInnen realisieren gemeinsame Schreibansätze, knüpfen an verschiedene Themen und Ideen an, entwickeln sie weiter und vereinen ihre Texte zu einem lyrischen Miteinander unterschiedlicher Herkunft. Mit ihrem variierendem Sprachrhythmus sorgen die jungen PoetInnen in der WG für eine großartige Sprach-Performance. In Kooperation mit "kreuz & quer - junge Erwachsene im Katholischen Bildungswerk Stuttgart" Ort: Charlottenstraße 21a, Stuttgart Eintritt: 5 Euro inkl. Bier und Brezel (nur Abendkasse)

 

Samstag
20.05.17
11.00 Uhr
-

Der Lyrikwettbewerb

5 GewinnerInnen

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Preisverleihung und Lesung, Moderation: Robert Willrich


Unsere GewinnerInnen stehen fest! Fünf frisch gekürte LyrikerInnen des erstmals ausgeschriebenen zwischen/miete Lyrik-Wettbewerbs stellen im Cafe Holzapfel ihre poetischen Texte vor, mit denen sie die Jury überzeugt haben. Die allesamt jungen PoetInnen geben mit ihren bisher unveröffentlichten Werken Einblicke in Formen und Facetten zeitgenössischer Lyrik. Ohren gespitzt für neue wilde poetische Klänge und einfühlsame Töne! Ort: Cafe Holzapfel, Calwer Str. 56, Stuttgart Eintritt: kostenlos

 

Samstag
20.05.17
19.00 Uhr
-

Hool

Phillip Winkler

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesung und Gespräch, Moderation: Alexander Belak


Wie fordernd ist es als junger Erwachsener, sich ständig auf einer Gratwanderung zwischen der Welt der Außenseiter und der Norm zu bewegen? Philipp Winkler, geboren 1986, vermittelt in seinem Debütroman „Hool“ eindringlich das Bild eines jungen Mannes, der als Außenseiter versucht in einer Hooligangruppe Anschluss zu finden. Winkler, der literarisches Schreiben in Hildesheim studierte, überzeugt vor allem durch tiefe Einblicke in soziale Randgruppen unserer Gesellschaft. Ort: Alexanderstraße 11, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Bier und Brezel

 

Samstag
20.05.17
20.45 Uhr
-

Der Krieg im Garten des Königs der Toten

Sascha Macht, Michael Lenkeit

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesung und Gespräch


Sascha Macht, geboren 1986, liest aus seinem Debütroman "Der Krieg im Garten des Königs der Toten". Im Zentrum steht der jugendliche Protagonist Bruno Hidalgo. Skurrile zwischenmenschliche Beziehungen und eine schillernde Phantasie prägen den Text. Zeitgleich wird eine weltanschauliche Umsicht bewahrt, indem das undurchsichtige Verhalten des Protagonisten situativ durch eine Welt des politischen und gesellschaftlichen Tohuwabohus begründet wird. Macht verleiht diesem Absurdistan, das teilweise gefährlich nahe an unsere Realität heranreicht, eine eigene tragikomische Note. Ort: Alexanderstraße 11, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Bier und Brezel (nur Abendkasse)

 

Sonntag
21.05.17
12.30 Uhr
-

Das Werkstattgespräch

Kathrin Jira

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Lesung und Gespräch


Wie entsteht ein guter Text? Wie lassen sich originelle Ideen produktiv umsetzen? Die junge Schriftstellerin Kathrin Jira, geboren 1986, gewährt uns in einem Werkstattgespräch Einblicke in den Schreibprozess ihres literarischen Schaffens. Jira begann 2014 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig zu studieren und widmete sich während dieser Zeit schwerpunktmäßig dem prosaischen Schreiben. Sie wird uns einige bisher unveröffentlichte Texte präsentieren. In Kooperation mit der Kunststiftung Baden-Württemberg Ort: Olgastraße 102, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. O-Saft und Croissant (nur Tageskasse)

 

Sonntag
21.05.17
15.00 Uhr
-

Badewannen-Slam

3 SlammerInnen

Veranstaltungsreihe: zwischen/miete. Junge Literatur in Stuttgarter WGs

Festival, Poetry Slam


Drei SlammerInnen, eine WG, eine Badewanne?! Seid dabei, wenn unsere drei jungen WortakrobatInnen im ultimativen Badewannen-Slam ihr ganzes Können zeigen. Wir freuen uns auf erfrischend-spritzige Reime und tauchen ab in poetische Tiefen. Ob Schaumschläger oder lyrischer Wellenreiter - seid gespannt auf einen Poetry Slam der anderen Art! Ort: Olgastraße 102, Stuttgart Eintritt: 5,- Euro inkl. Kaffee und Kuchen (nur Tageskasse)

 

Montag
29.05.17
20.00 Uhr
-

Verfahren eingestellt

Claudio Magris

Veranstaltungsreihe: Auf Sendung

Lesung und Gespräch, Moderation: Katharina Borchardt
Lesung: Stefan Wancura


"Das Triest der Vergangenheit darf man sich als keinen sonderlich friedlichen Ort vorstellen. Die Ressentiments unter den Völkern in dieser Stadt waren groß, besonders zwischen Italienern und Slowenen. Das ist abgeklungen, und es wird friedlich bleiben, solange die Generationen noch am Leben sind, die Kriegserfahrungen gemacht haben." Claudio Magris Für sein “Kriegsmuseum zum Zwecke des Friedens” sammelt ein Mann in Triest Kriegsgeräte aller Art. Sie erzählen die Geschichten derer, die damit getötet haben oder getötet wurden. Als Jahre später das Museum bei einem Brand zerstört wird, versucht es Luisa, Tochter einer Jüdin und eines afroamerikanischen Leutnants, zu rekonstruieren. Dabei wird nicht nur die Geschichte ihrer Vorfahren zwischen Diaspora und Sklaverei wieder lebendig, sondern auch die von San Sabba, dem einzigen Konzentrationslager Italiens. Doch die Kraft des initiierten Vergessens ist groß: die Verbrechen wurden vertuscht, die Verfahren eingestellt. Gestützt auf eine wahre Geschichte hat Claudio Magris mit seinem neuen Roman "Verfahren eingestellt" ein europäisches Epos geschrieben. Magris, 1939 in Triest geboren, studierte Germanistik in Turin und Freiburg. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung 2006 war er Professor für Deutsche Sprache und Literatur in Triest. 2001 wurde Claudio Magris ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. 2009 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut, der Dante-Gesellschaft und dem SWR2

Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

 

Eintrittskarten erhalten Sie online hier, in der Buchhandlung im Literaturhaus (Mo-Fr 12-20 Uhr & Sa 10-16 Uhr), an vielen Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Kartentelefon für Literaturhausmitglieder: (0711) 22 02 17 - 47.

 

Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Fon (0711) 22 02 17 - 3, Fax (0711) 22 02 17 - 48, info@literaturhaus-stuttgart.de, www.literaturhaus-stuttgart.de