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12.5.
   
Dienstag 19.00 Uhr

Anna Mendel: Zwischen Alltag und Ausnahmezustand - und dem Traum vom Weltall

Veranstaltungsdaten

Lange Zeit war in der Literatur wenig Platz für Geschichten über Krankheit, chronische Einschränkungen oder das Leben jenseits der sogenannten Norm. Doch sind in den letzten Jahren zahlreiche Bücher erschienen mit Figuren, die durch Alter, Krankheit oder Behinderung um ihren Platz in der Gesellschaft und deren Mitgestaltung ringen. Diese Texte führen in die Innenwelten eines Alltags im Ausnahmezustand. Aber nicht nur als Katastrophe. Sie zeigen auch Widerstandskraft und Selbstwirksamkeit. Was passiert, wenn wir diese Geschichten gemeinsam lesen, laut nachdenken und einander zuhören? Kritisches Lesen heißt nicht nur, Texte zu verstehen, sondern die Welt besser zu verstehen. Bringen Sie Ihr Buch mit – wir lesen, teilen Gedanken und diskutieren miteinander. Der Abend knüpft an Lena Goreliks Roman »Alle meine Mütter« an. Hier erzählt sie von den komplexen, oft lebenslangen Beziehungen, die Muttersein prägen – vom Alltag mit einem chronisch kranken Kind, von der Erkrankung der Mutter, vom Annehmen, Loslassen oder vom Nicht-loslassen-können. Anna Mendel moderiert das Gespräch. Sie setzt sich aus Elternsicht für Bodyneutrality, gleichberechtigte Elternschaft sowie für Themen wie Autismus-Spektrum und Trisomie 21 ein. 

Gefördert im Innovationsfonds des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst