Christoph Peters: Entzug
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»Entzug« beginnt mit einer Wodkaflasche auf dem Küchentisch einer dreiköpfigen Familie – und der Frage, wie sie da hingekommen ist. Hat der Erzähler sie dort vergessen, während Frau und Kind auf dem Spielplatz waren? Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt bis zur Frage: Trinken und sterben oder aufhören und leben? Er weist sich in eine Klinik ein. »Entzug« ist schonungslos ehrlich, handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den nächsten Menschen – und vom Betrug an sich selbst. Und er erzählt vom Weg heraus aus der Sucht, zurück ins Leben. Christoph Peters, geboren 1966 in Kalkar, wurde für seine Bücher vielfach ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien mit »Innerstädtischer Tod« (2025) der letzte Teil seiner an Wolfgang Koeppen angelehnten Trilogie.
Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Peter von Felbert
Veranstaltungen der Reihe "Weltalltage. Literatur, Teilhabe und Demokratie"