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Der Freiheit eine Gasse!: Hamed Abboud, Yevgenia Belorusets, Laura Cwiertnia, Alexander Estis, Mara Genschel, Grit Krüger, Necati Öziri, Martin Piekar, Claudia Schumacher, Dana von Suffrin

Veranstaltungsdaten

„Warum leben wir in einer Demokratie? Aus guten Gründen oder aus schlechter Gewohnheit? Den Gegnern der Demokratie schulden wir Gründe für die Demokratie, keine moralische Empörung.“ Christoph Möllers

Dass und wie politische Kräfteverschiebungen das Miteinander in Gesellschaften beeinflussen, zeigen uns Wahlergebnisse, Klimakrisen und Kriege. Gute Gründe für die Demokratie sind weniger in affektiv aufgeladenen Freund-Feindzuschreibungen zu finden, gute Gründe für Demokratie brauchen vielmehr luftdurchlässiges Denken und eine stärkere Hinwendung zum Zuhören, zum Gegenüber, verbunden mit der Fähigkeit, das Ich als Teil einer Gemeinschaft zu fassen.
Freiheit ruft dabei als Grundbegriff der Demokratie dieses Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft auf: „Es gibt keine individuelle Freiheit ohne Gemeinschaft. Es gibt keinen Primat der individuellen vor der kollektiven Freiheit“, schreibt Christoph Möllers. Diese These haben wir zehn jungen Dichter:innen und Schriftsteller:innen weitergereicht und sie eingeladen, mit ebenfalls nur einem Satz zu antworten.
Entstanden sind zehn Sätze aus den Kammern der Lyrik und Literatur, die per se eine Deutungsoffenheit in sich tragen. Und die tut uns, davon sind wir überzeugt, gut – und der Demokratie auch. Die Sätze verlassen den Winkel der stillen Lektüre und sind als großformatige Plakate im öffentlichen Raum, in den Städten in Stuttgart, Heilbronn, Ladenburg, Freiburg und Schwäbisch-Hall zu sehen.

Im Rahmen des Literatursommers 2024 der Baden-Württemberg Stiftung

Ein Projekt des Literaturhaus Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Freiburg, Literaturhaus Heilbronn, Kulturamt Stadt Schwäbisch-Hall und Literatur in Ladenburg e.V.

Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und unterstützt durch die Kanzlei Haver & Mailänder sowie die Helmut Nanz Stiftung zur Förderung von Kunst und Kunsterziehung und von Stadtkultur Stuttgart, ProPosition und Citycards
 

»Keiner kennt die Freiheit, doch wir alle erkennen ihre Abwesenheit.«

Hamed Abboud

Der Satz »Der Freiheit eine Gasse« stammt ursprünglich von Schiller, der der individuellen Freiheit in seinem Werk eine größere Bedeutung zugesprochen hat. Herwegh hingegen benutzte denselben Satz, um über die Freiheit des Kollektives zu sprechen. In einem seiner Vorträge sagte Christoph Möllers, dass die Freiheit anders als die Gerechtigkeit oder Gleichheit nicht einfach darstellbar ist. Somit versucht er durch die Diskussion von Unfreiheit Einsichten über Freiheit zu gewinnen. Aufgrund dieser Ansätze und anderer Elemente in seiner Arbeit habe ich mich entschieden, diesen Satz zu verwenden.

Hamed Abboud

Der Autor Hamed Abboud ist 1987 in Deir Ez-Zor, Syrien geboren und lebt heute in Wien. Zuletzt erschien sein autobiografischer Text »Meine vielen Väter« (Edition Korrespondenzen, 2023). Im Jahr 2017 wurde er für den Internationalen Literaturpreis des Berliner »Haus der Kulturen der Welt« nominiert.

»Ich habe die Freiheit aufgegeben, um für die Freiheit zu kämpfen!«

Yevgenia Belorusets

Dies ist eine etwas paraphrasierte Antwort eines ukrainischen Soziologen auf die Frage, ob die Demokratie in der Ukraine unter den Umständen des Krieges bedroht wäre.

Was mich an dieser Antwort überraschte, war die Entschlossenheit, dass selbst in Abwesenheit von Freiheit, wenn Freiheit bereits freiwillig aufgegeben wurde, ein Kampf für Freiheit immer noch möglich sei.

Ich habe diese Meinung mehrmals von meinen Bekannten aus der Ukraine gehört, aber für mein Zitat habe ich eine gedruckte Quelle verwendet: eine Ukraine-Reportage von Masha Gessen, veröffentlicht im New Yorker am 29.01.2024.

Yevgenia Belorusets

Die Schriftstellerin, Fotografin und Künstlerin Yevgenia Belorusets wurde 1980 in Kiew geboren und lebt heute abwechselnd dort und in Berlin. Zuletzt erschien die fiktionale Vorlesungsreihe »Über das moderne Leben der Tiere« (Matthes & Seitz, 2024). Im Jahr 2023 erhielt sie den Preis Frauen Europas.

»Wie frei ist eine Gesellschaft, in der die Freiheit der Einzelnen von der Größe ihres Geldbeutels abhängt?«

Laura Cwiertnia

Wir leben in einem freien Land. Mit diesem Satz im Kopf wachsen wir auf, jedenfalls die meisten von uns hier in Deutschland. Und natürlich stimmt dieser Satz. Nur eben nicht für alle im selben Maße. Eine alleinerziehende Mutter, die den Sohn bis spät abends in der Kita lassen muss, um sein Essen zu bezahlen, hat nicht dieselbe Freiheit wie Gutverdiener-Eltern, die problemlos für die Tochter Arbeitsstunden reduzieren können. Ein Auszubildender, der kaum die Miete für sein WG-Zimmer aufbringt, hat nicht dieselbe Freiheit, wie ein Student, der von den Großeltern eine Wohnung in München erbt. Eine Rentnerin, die auf der Straße lebt und Flaschen sammelt, hat nicht dieselbe Freiheit, wie ein Senior, der seinen Lebensabend in einer Residenz mit Ostseeblick verbringt. Geld ist nicht alles, aber es ist eben ziemlich viel. Denn Geld bemisst den Grad unserer Freiheit in entscheidender Weise - zumindest so, wie unsere Gesellschaft gerade sortiert ist.

Laura Cwiertnia

Die Autorin und ZEIT Redakteurin Laura Cwiertnia ist 1987 in Bremen-Nord geboren und lebt heute in Köln. Zuletzt erschien ihr Debütroman »Auf der Straße heißen wir anders« (Klett Cotta Verlag, 2022).

»Die Meinung ist frei – aber sie braucht keinen ständigen Auslauf.«

Alexander Estis

Es ist eine demokratische Errungenschaft, wenn heute jedermann zu jeder Angelegenheit einen Post, einen Artikel, ein Buch veröffentlichen kann. Aber dass sich heute jedermann auch dazu berufen, befähigt und bemüßigt fühlt, ist ein kultureller Rückschritt: weil dies einen Zustand der Gesellschaft anzeigt, in dem die individuelle Ausübung dieser Freiheit über die reflexive Bewertung und kollektive Einbettung des jeweiligen Resultats gestellt wird. Meinungsfreiheit bedeutet auch nicht Freiheit der Meinung von Kritik, und wenn immer mehr denkasketische Meinungsathleten Zensur rufen, weil sie Widerspruch erfahren, machen sie für sich als Individuen ein Recht geltend, das sie – im Vollgefühl ihrer Opinionleader-Omnipotenz – dem rezipierenden Kollektiv absprechen. Meinung gehört insofern an die Leine des Denkens.

Alexander Estis

Der Schriftsteller und Kolumnist Alexander Estis ist 1986 in Moskau geboren und lebt heute in Aarau in der Schweiz. Zuletzt erschien sein Prosaband »FLUCHTEN.« (edition mosaik, 2023). Im Jahr 2023 erhielt er den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik.

»Mich gibt es über 8 Milliarden Mal. Und dich?«

Mara Genschel

Denkspiel, kleines Rätsel, Flirt oder Provokation? Die Frage »Wie oft gibt es dich?« ist auf den ersten Blick schnell beantwortet: »Ich? Ich bin natürlich einzigartig!« Nehmen wir aber alle Individuen zusammen, die zum aktuellen Zeitpunkt imstande wären, von sich als »Ich« bzw. »Mich« zu denken, kommen wir auf eine Summe, die mindestens der der Weltbevölkerung entsprechen müsste – also mindestens 8 Milliarden! Und genauso oft müssten wir theoretisch »Du« sagen, wenn wir alle auf der Welt lebenden Menschen einzeln ansprechen wollten. »Ich« und »Du« sind untrennbar verknüpft.

Aber wer spricht hier eigentlich? Ist es nicht vielleicht sogar der Text selbst, der von sich als »ich«, also als »mich« spricht? Ein Trick, den viele aus der Werbung kennen dürften. Wer wäre dann in diesem Fall „dich“? Die Leser*in? Oder das Plakat nebenan? Das Material, auf das er gedruckt ist? Der Hund, der sein Bein daran hebt? Auf dieser Ebene wird die Frage noch einmal um eine Vielfaches potenzieller und spekulativer. Denn die Häufigkeit, in der die Wörter »mich« und »dich« in allen Sprachen der Welt täglich gesprochen, geschrieben und gelesen werden, dürfte bisher kein Rechenzentrum der Welt ermittelt haben. Sie ist unzählbar.

Es gibt also keine eine, richtige Antwort die hier gegeben werden könnte. Aber vielleicht regt die Beschäftigung mit der Frage dazu an, die Bedeutung von »Ich« und »Du« nicht vorschnell auf eine vermeintliche Gewissheit zu reduzieren.

Mara Genschel

Die Schriftstellerin und Performerin Mara Genschel ist 1982 in Bonn geboren und lebt heute in Berlin. Zuletzt erschien ihr Performancetext »21 Songs in a Public Surrounding« (Mousonturm, 2023) in Zusammenarbeit mit Hannes Seidl.

»Reiß Wände nieder. Bleib. Trag die Verantwortung für den Dreck und die Trümmer.«

Grit Krüger

Wir lieben Geschichten von Befreiungen. Da ist eine Struktur, die Menschen einengt: eine Mauer, die fallen, eine Tradition, mit der gebrochen werden, eine ungesunde Beziehung, aus der sich jemand lösen muss. Viele Erzählungen, die wir kennen, enden, kurz nachdem die Enge überwunden wurde, mit einem Bild, das ein gutes Ende verspricht: Staubwolke und Sonnenstrahl. Eine wichtige Bedeutung von Freiheit erschließt sich jedoch in dem Moment, in dem sich der Staub legt und es gilt, Verantwortung zu übernehmen. Freiheit braucht Veränderung. Sie muss jedoch immer wieder neu verhandelt werden. Wo eine Wand stand, die einen Ausweg versperrt hat, klafft nun ein Loch, durch das der Wind zieht. Welches Bedürfnis ist wichtiger: das jener, die hindurchgehen möchten, oder jener, die jetzt in der Kälte stehen? Wie frei ist ein Mensch, der friert?

Ich habe länger darüber nachgedacht, welche Art von Geschichte ich gerne mehr in der Welt sehen würde: Die, in denen Heldinnen und Helden mit blauen Flecken den Staub aufkehren. In denen sie versuchen, sich neu in dem Raum zu orientieren, der sich nun vor ihnen auftut. In denen sie »Das war ich«, auf die Frage antworten, wer den Dreck verursacht habe – und sich allen Folgefragen stellen.

Es ist nicht leicht, davon zu erzählen. Vielleicht ist es auch schwerer, sich in diese Geschichten zu verlieben. Aber wir brauchen sie.

Grit Krüger

Die Autorin Grit Krüger ist 1989 in Erfurt geboren und lebt heute in Ettlingen. Zuletzt erschien ihr Debütroman »Tunnel« (Kanon Verlag, 2023). Für ihr Schreiben erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.

»Ich bin ein Mensch, weil du es bist.«

Necati Öziri

Lange habe ich den Faschismus für eine Staatsform gehalten, die eine oder mehrere bestimmten Gruppen aus welchen Gründen auch immer unterdrückt, verfolgt, einsperrt und ermordet. Aber das stimmt so nicht ganz: Weil es Angst und Hass sind, wovon sich der Faschismus ernährt, braucht er ständig neue Feindbilder. Am Anfang richtet er sich vielleicht noch gegen bestimmte Gruppen: Menschen mit schwarzen Haaren; Menschen, die eine andere Sprache sprechen; Menschen, die auf eine bestimmte Art und Weise lieben oder an diesen oder jenen Gott glauben. Aber irgendwann wird sich der Faschismus zwangsläufig gegen alle richten, die anders denken, und schließlich sogar gegen die eigenen Unterstützer*innen. Der Faschismus greift nie nur bestimmte Menschen an, sondern die Menschlichkeit an sich. Denn man kann niemandem zum Feind erklären, ohne in sich einen Feind zu schaffen. Man kann niemandem zum Fremden machen, ohne sich von sich selbst zu entfremden und man kann niemandem die Menschlichkeit absprechen, ohne der eigenen Menschlichkeit etwas anzutun.

Necati Öziri

Der Autor und Dramaturg Necati Öziri ist 1988 im Ruhrgebiet geboren und lebt heute in Berlin. Zuletzt erschien sein Roman »Vatermal« (Claassen Verlag, 2023), der 2023 Teil der Shortlist des Deutschen Buchpreises war.

»...die Unfreiheit der anderen kickt so viel besser als die eigene Freiheit.«

Martin Piekar

Freiheit? Unfreiheit. Wir leben in Zeiten, in denen nicht mehr daran gedacht wird, die Zustände der Menschlichkeit auszuweiten oder zu verbessern, sondern eher daran gedacht wird, den Status Quo für sich zu erhalten. Politisch gesehen bedeutet das, dass faschistoide und rechtsradikale Politiken attraktiver werden, da diese versprechen, das Wohl einer bestimmten Gruppe zu sichern, durch das Ausgrenzen, Ausbeuten, Abschieben einer anderen Gruppe. Tribalismus nach feinster Manier, im 21. Jahrhundert wird gestritten (oder eben nicht), wer dazugehören darf und wer die (Dorf)Gemeinschaft verlassen muss. Deportationen sind en vogue, Mode und Politik sind vielleicht ein und dasselbe Karussell. Was sich so im Kreise dreht ist leider auch die Menschliche Gesellschaft. Das Vergangene wird als der Idealzustand verklärt (Baumann – Retrotopia) und dabei ist Nostalgie ja immer Sehnsucht nach einer nie dagewesenen Vergangenheit (Boym – Future of Nostalgia). Und irgendwie, ich weiß nicht, kommt mir unsere Zeit so ausweglos vor, dass das Ende der Geschichte (Fukuyama) für viele nur ein Angebot ist, umzudrehen. Denn vor dem Ende hat man Angst, vor dem eigenen besonders, also dreht man um und geht Wege nochmal. Und nochmal. Und solange man selbst diesen Weg beschreitet, scheint man ja Frei zu sein, denn die Angst läuft ja nur hinter einem.

Aber in der Zeit, in der die Welt ein globalisiertes Dorf ist und wir bewusst aus dieser Gemeinschaft bannen, schaffen wir eigentlich was außerhalb unseres dörflichen Globus? Vielleicht ist das einfach nicht so interessant für viele Menschen. Vielleicht haben Sie Angst vor dem Ende. Vor einem neuen Anfang, der ist ja auch immer mühselig. Vielleicht haben die Menschen keine Idee mehr, wie es noch weiter gehen kann, wenn es doch bisher immer auf dieselbe Art und Weise weiter ging. Vielleicht ist Freiheit ein menschliches Gut. Vielleicht ist Freiheit die höchste Erlangung menschlicher Politik. Vielleicht ist das ganz schön hart. Vielleicht ist es einfacher, jemandem diese Freiheit zu verwehren und sich darüber zu freuen. Weil das so viel einfacher ist? Wieso steckt so viel Erfüllung darin, Menschen etwas zu verwehren… die Unfreiheit der anderen kickt so viel besser als die eigene Freiheit. Ja. Warum eigentlich¿

Martin Piekar

Der Lyriker und Lehrer Martin Piekar ist 1990 in Bad Soden am Taunus geboren und lebt heute in Frankfurt. Zuletzt erschien sein Gedichtband »livestream und leichen« (Verlagshaus Berlin, 2023). Im Jahr 2023 erhielt er den KELAG-Preis, sowie den BKS-Bank-Publikumspreis beim Bachmannpreis in Klagenfurt.

»Ohne Wir kein Ich: Freiheit webt im Kollektiv.«

Claudia Schumacher

Der Mensch findet sich nicht allein in der Wildnis: Er ist ein soziales Säugetier, das erst in der Gemeinschaft zu sich kommen kann. »Die Hölle, das sind die anderen«? Bon, aber die schlimmste Form der Gefangenschaft ist immer noch die Isolation. Allein auf einer einsamen Insel gestrandet, tut der Mensch nur eins: Hilfe rufen. Durch Prägung und durch Abgrenzung entfalten wir unsere Identität — aber auch durch bewusste Einlassung auf andere. Individuelle Freiheit ist ein feines Gespinst, das wir gemeinsam weben und das zwischen uns hängt: ein Produkt kollektiver Auseinandersetzung und gegenseitiger Unterstützung.

Claudia Schumacher

Die Autorin, Journalistin und Kolumnistin Claudia Schumacher ist 1986 in Tübingen geboren und lebt heute in Hamburg. Zuletzt erschien ihr Debütroman »Liebe ist gewaltig« (dtv, 2022), das bei den Hamburger Literaturpreisen als „Buch des Jahres“ ausgewählt wurde.

»Sie haben die Freiheit in die Welt zu gehen und ein Holzkopf zu sein.«

Dana von Suffrin

Mein Zitat ist entstanden, weil ich in den letzten Monaten immer öfter bemerkt habe, dass man sich im öffentlichen Raum, vor allem in den sozialen Medien, auf quasi jede erdenkliche Weise abfällig über Minderheiten, Gruppen oder Individuen äußern darf. Sanktioniert wird dieses Verhalten nur selten. Darf man beleidigen, schimpfen, lästern, lügen? Ja. Aber man muss nicht.

Dana von Suffrin

Die Autorin Dana von Suffrin ist 1985 in München geboren, wo sie heute noch lebt. Zuletzt erschien ihr Roman »Nochmal von vorne« (Kiepenheuer&Witsch, 2024). Für ihr Schreiben erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.

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