Mia Couto: Der blinde Fluss
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Bildgewaltig erzählt Mia Couto von den Narben, die die Kolonialherrschaft in Ostafrika hinterlassen hat, und erschafft einen monumentalen Roman über Macht, Sprache und Erinnerung. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Doch beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames in den Dörfern und Garnisonen vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden die Buchstaben, und Stück für Stück scheint sich die Macht der Europäer zu verflüchtigen. Mia Couto, geboren 1955 als Sohn portugiesischer Einwanderer in Beira, Mosambik, gehört zu den bedeutendsten Schriftsteller:innen des portugiesischsprachigen Afrika. Mia Couto lebt in Maputo. Der Roman »Der blinde Fluss« wurde ins Deutsche übersetzt von Barbara Mesquita.
Gefördert von der CHRYSANTIL Stiftung
Alfredo Cunha
Veranstaltungen der Reihe "Literaturexpeditionen"