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15.3.
   
Sonntag 11.00 Uhr

Glaube, Widerstand, Weiblichkeit: Dialogues des Carmélites: Cornelius Meister, Ewelina Marciniak, Rebekka Endler, Schwester Nicola Maria, Sängerinnen der Produktion

Veranstaltungsdaten

Sechzehn Frauen gehen am 17. Juli 1794 in Paris gemeinsam in den Tod. Es ist ein Akt der Schwesterlichkeit inmitten der Rufe nach Brüderlichkeit und ein Zeichen des Widerstands: Bis zur letzten Konsequenz kämpft diese Frauengemeinschaft für ihren Glauben, ihre Werte und Überzeugungen. Die Geschichte der Karmelitinnen von Compiègne verwandelte der französische Komponist Francis Poulenc in eine der aufregendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Regisseurin Ewelina Marciniak nimmt sie in ihrer Neuinszenierung an der Staatsoper Stuttgart nun zum Anlass für eine große Reflexion über weibliche Solidarität und die Sehnsucht nach Gemeinschaft jenseits zeitlicher Verortungen und Fragen des Glaubens. Ewelina Marciniak und Generalmusikdirektor Cornelius Meister geben in der Matinee Einblicke in die szenische und musikalische Konzeption der Neuproduktion – und selbstverständlich wird es auch Musik aus der Oper geben, gespielt und gesungen von Beteiligten der Produktion. 

 

Kurze Pause

 

Anschließend greifen eine Autorin und Journalistin sowie eine Ordensschwester die aufgeworfenen Themen aus ganz unterschiedlicher Perspektive auf: Schwester Nicola Maria vom Orden der Vinzentinerinnen erzählt aus ihrem Leben im Dienst des Glaubens und von der Freiheit, die ihr die Gemeinschaft schenkt. Im Gespräch mit der feministischen Autorin Rebekka Endler, deren 2025 erschienenes Buch »Witches, Bitches, It Girls« für Aufsehen sorgte, stehen schließlich die gesellschaftspolitischen Fragen der Inszenierung im Mittelpunkt: Welche Rolle spielten Frauen in der Französischen Revolution und warum blieb die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges so lange im Schatten der Geschichte? Wie kommt es, dass Frauenvereine bis heute mit einem Imageproblem zu kämpfen haben und warum tauchen in der Popwelt gerade überall Nonnen auf?

Eine Kooperation von Staatsoper Stuttgart, Institut français und Literaturhaus Stuttgart

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