Veranstaltung

Freitag, 17.01.20 / 18.30 Uhr

Alexandra Rojkov, Tilman Rau

Besuche am Abgrund - Reportagen über das Extreme

Literatur und ihre Vermittler


Besonders sesshaft war Alexandra Rojkov noch nie. Auch wenn sie sich das anfangs nicht selbst ausgesucht hat. Geboren in Sankt Petersburg, kam sie als Kind nach Deutschland, wo sie und ihre Familie zunächst in einem Flüchtlingsheim lebten. Nach einigen Jahren in Ludwigsburg machte sie dann Rastlosigkeit zum Teil ihres Berufs: Sie wurde Reporterin. Machte Station in Riga, Kairo, Paris und Jerusalem. Interviewte radikale Siedler in Israel und einen Hamas-Gründer in Gaza. Sprach mit Trump-Unterstützern in den USA, mit Vergewaltigungsopfern in Japan und mit Flüchtlingen im Niger. Zwischendurch besuchte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Das Forbes Magazine wählte Alexandra Rojkov 2016 zu den 30 besten europäischen Journalist*innen unter 30 Jahren.
Seit Juni 2019 ist sie Redakteurin im Auslandsressort des SPIEGEL. In dieser Funktion war sie im Oktober in Nordsyrien unterwegs, als die türkische Armee einmarschierte und ein neuer Krieg begann. Wie findet man die richtigen Worte, wenn man sich plötzlich an einem Kriegsschauplatz befindet? Mit welchem Selbstverständnis begegnet eine Frau, für die das von-außen-Kommen zur Grunderfahrung gehört, der Welt und den Menschen darin? Gesprächspartner ist Tilman Rau, seit vielen Jahren Literaturhaus-Dozent für Reportage und journalistisches sowie erzählendes Schreiben.

Gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg


  • Gespräch

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