Veranstaltung

Authentisch ausgedacht!
Authentisch ausgedacht!
Authentisch ausgedacht!
Dienstag, 24.11.20 / 19.30 Uhr

Angela Steidele, Daniel Schreiber, Guillaume Paoli

Authentisch ausgedacht!

Vom Unbehagen in der Fiktion


Was hat Didier Eribon mit Margarete Stokowski zu tun? Annie Ernaux mit Saša Stanišić? Oder Maggie Nelson mit Karl Ove Knausgard? Bei allen Unterschieden, haben ihre Bücher eins gemeinsam: Sie entziehen sich den gängigen Schablonen und Ordnungen wie Roman, Erzählung, Biografie, Dokumentation, Enthüllung oder Historie. Sie sind weder nur Fiction noch klassische Non-Fiction. Und klar ist, sie werden momentan sehr gerne gelesen. Was bedeutet diese Entwicklung? Entsteht in der Unübersichtlichkeit der Gegenwart eine neue Sehnsucht der Leser*innen nach einem „wahren Leben“, nach Geschichten, die durch persönliches Erleben beglaubigt zu sein scheinen? Geschichten, in denen das Medium der Selbsterkundung oft auch eines der Beschreibung von Gesellschaft ist? „Dieses suchende Ich ist zurzeit vielleicht die letzte Erzählung, auf die wir uns wirklich einigen können“, schreibt der Autor Daniel Schreiber in DIE ZEIT. Ganz und gar anders Guillaume Paoli, der in der gegenwärtigen Entwertung der Fiktionen einen weiteren Beweis der allumfassenden Neoliberalisierung sieht. Angela Steidele indes arbeitet in ihren Sachbüchern und Romanen auf ganz eigene Weise mit historischen Quellen. »Vom Unbehagen in der Fiktion« ist eine Veranstaltungsreihe des Netzwerks der Literaturhäuser in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Eine Woche lang diskutieren in sieben Städten Autor*innen, Kritiker*innen, Wissenschaftler*innen u.a. darüber, was dieser Boom autobiografischen, autofiktionalen und dokumentarischen Erzählens mitsamt all seinen Fallstricken bedeutet. Inwiefern verändert er das Verhältnis von Literatur und Politik?

In Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur


  • Diskussion und Kurzlesungen
  • Catherine Newmark (Moderation)
  • Eintritt (Euro): Saalticket: 10,-/8,-/5,- oder Livestreamticket: 5,-
  • Das Livestreamticket kann bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn gebucht werden und steht Ihnen dann 72 Stunden zur Verfügung. 
    Zum Stream bitte dann hier entlang: stream.reservix.io/1622538.
    Sie müssen nur noch Ihren persönlichen Zugangscode eingeben, den Sie mit Kauf des Tickets von reservix erhalten.

    Bitte beachten Sie: Im Literaturhaus gelten weiterhin Abstandsgebot und Maskenpflicht ab sofort durchgehend - auch während der Veranstaltung. 
    Folgen Sie stets dem markierten Wegesystem und kommen Sie rechtzeitig zur Registrierung im EG. Zu Zwecken der Kontaktnachverfolgung werden mit dem Einverständnis der Besucher*innen am Veranstaltungstag Namen und Kontaktdaten erfasst und nach 4 Wochen gelöscht.
    Der 1. Stock und Saal werden 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Bitte vermeiden Sie danach wiederholtes Rein- und Rausgehen.

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