Matthias Bormuth, Marie Luise Knott: Die Gesänge der Tagtigall
Veranstaltungsdaten
Die Hannah-Arendt-Kennerin, Essayistin und Übersetzerin Marie Luise Knott erkundet seit Jahren die Welt der Poesie. Ihre Essays bewegen sich durchs Dickicht dichterischer Denk- und Sprachbewegungen, aufgeschreckt von konkreten Fragen, plötzlichen Verwunderungen und politischen wie persönlichen Erschütterungen. Mit Christian Morgenstern sind ihre »Gesänge der Tagtigall« leidenschaftliche Plädoyers für die schöpferische Kraft der Sprache, ein Denken, so wie Hannah Arendt es schätzte. Zusammen mit dem Professor für Ideengeschichte und Kurator der Reihe Matthias Bormuth wird sie im Horizont von Arendts dichterischem Denken einige ihrer Lyrik-Kolumnen vorstellen und erzählen, wie sie die kanadische Nobel-Preisträgerin Anne Carson für sich entdeckte und im Verlag Matthes und Seitz zu ihrer Übersetzerin wurde. Für Marie Luise Knotts Arendt-Buch »370 Riverside Drive – 730 Riverside Drive« wurde sie 2022 mit dem Tractatus Essay-Preis ausgezeichnet. 2024 erhielt sie den Johann-Heinrich-Merck-Preis für Essayistik der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung

Jonny Soares

