Josef Winkler: Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht
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»Ich schreibe dich – / Zur Welt bist du wieder gekommen / mit geisternder Buchstabenkraft«, so zitiert Josef Winkler Nelly Sachs, wenn er seine mittlerweile gestorbene Schwester Maria in die Welt zurückschreibt. Sie war es, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat. Für eine Ausbildung zur Konditorin verlässt sie das Dorf, arbeitet jahrelang in den verschiedensten Hotels, kehrt nach Ausbruch ihrer seelischen Erkrankung und nach dem ersten Selbstmordversuch in ihr Elternhaus zurück, wo sie auf ihren Bruder Josef trifft, der nach dem Skandal um sein erstes Buch ebenfalls dort Zuflucht sucht. Der Roman »Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht« verschränkt die Heimkehr der verlorenen Tochter und die Rückkehr des verlorenen Sohns ineinander und erzählt von seelischer und körperlicher Gewalt der dörflichen Umgebung.
»Carte blanche«: Einmal pro Jahr reichen die Mitglieder des Trägervereins
Literaturhaus Stuttgart Autor:innenvorschläge für einen Programmplatz
ein. Mitglied Thomas Bartsch hat sich Josef Winkler gewünscht.

Manuela Kraßnitzer / Suhrkamp Verlag

