Banu Mushtaq: Meistens bleibt ja die Frau zu Hause
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In ihren Storys, die über drei Jahrzehnte hinweg entstanden sind, feiert die indische Schriftstellerin Banu Mushtaq die kleinen, alltäglichen Arten weiblichen Widerstands. Die Kulisse bildet ein von Klassismus und Korruption zerfressenes Land – Indien. Dort treffen wir Aashraf, die von ihrem Mann verlassen wird, weil sie nur Töchter zur Welt bringt; Jamila, deren Bruder versucht, sie im Namen der Religion um ihr Erbe zu betrügen und Akhila, deren Mann ihr kaum in die Augen schauen kann, aber herumspringt wie ein junges Kalb, wann immer er seine Mutter sieht. Sie alle sind in ihrer Trauer und Wut vereint. Und sie lachen den Mächtigen aufmüpfig und mit Witz ins Gesicht. Banu Mushtaq ist Autorin, Anwältin und Aktivistin und wurde 1948 im indischen Hassan in Karnatak geboren. Der Erzählband »Meistens bleibt ja die Frau zu Hause«, übersetzt von Katrin Binder, wurde 2025 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet und erscheint in über 15 Ländern.
In Zusammenarbeit mit SWR Kultur
David Parry / Booker Prize Foundation
Veranstaltungen der Reihe "Auf Sendung"