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13.6.
   
Donnerstag 19.30 Uhr

Aris Fioretos: Die dünnen Götter

Veranstaltungsdaten

1960 in Göteborg geboren, aufgewachsen in einem griechisch-österreichischen Elternhaus, lebt Aris Fioretos heute in Stockholm und Berlin. »Die dünnen Götter«, sein neuer von Paul Berf übersetzter Roman, bringt uns Ache Middler nahe, ein Rockmusiker in seinen Sechzigern, der zurückgezogen in Berlin lebt, als ihn der Brief einer sterbenden Frau erreicht. Jahre zuvor hatten sie eine Nacht zusammen verbracht. Jetzt bittet sie ihn, ihrer gemeinsamen Tochter seine Geschichte zu erzählen. Ache blickt zurück: auf die Kindheit in Delaware und die trinkende Mutter, auf den Aufstieg im glamourös abgerissenen New York der 1970er, auf die ewigen Geldsorgen – und auf die drei Frauen, die ihn geprägt haben. Über Jahrzehnte verfolgt »Die dünnen Götter« die Gegensätze eines Lebens: zwischen draufgängerischer Maskulinität und Verletzlichkeit, zwischen Unabhängigkeit und Liebe. Fioretos‘ Werk erscheint im Hanser Verlag, zu seinen Romanen zählen »Der letzte Grieche« 2011, »Die halbe Sonne«, 2013, und »Nelly B.s Herz«, 2020. Für seine Übersetzungen – er übertrug u.a. Paul Auster und Vladimir Nabokov ins Schwedische – wie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten. Seit 2010 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt; seit 2022 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Im Frühjahr 2024 hält er die Poetikvorlesungen in Frankfurt am Main.  

In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum Stuttgart