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20.4.2023

Julia Schoch: Das Liebespaar des Jahrhunderts

Veranstaltungsdaten

[…] diese Geschichte ist viel zu besonders, um von Konventionen und anderen Absehbarkeiten eingeholt zu werden. Denn es gibt etwas, dass der Flüchtigkeit des Glücks entgegensteht. Und das ist die Sprache.

Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

Das Verblassen der Liebe in einer bürgerlichen Ehe ist in der Literatur der letzten Jahrhunderte genügend durchgearbeitet worden, könnte man meinen. Julia Schoch aber findet in bemerkenswerter Genauigkeit ihrer Alltagsbeobachtungen eine literarische Form, die genau das schafft: aufregend und berührend über Langeweile zu erzählen; Gewöhnungs-, Alterungs- und Abstumpfungsprozesse einer Beziehung in den Blick zu nehmen und in gleichen Teilen eine Liebe, deren Anfänge bis in die Zeit der DDR zurückreichen, in Sprache zu fassen. Dabei gibt der Beginn des Textes bereits die Stoßrichtung vor. Eine Frau will ihren Mann verlassen. Während sie ihr Fortgehen plant, begibt sie sich in ihren Gedanken weit zurück, hinein in Momente, die das Scheitern vorausahnen ließen. Doch wann ist eigentlich etwas gescheitert? Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares zumeist verborgen bleibt: die Schönheit in der Ernüchterung. Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, wurde für ihre Romane und Erzählungen vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit der Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Sie lebt in Potsdam.

In Zusammenarbeit mit dem SWR2, Sendetermin am 30.6. 22.03 Uhr

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