Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht
Veranstaltungsdaten
Ende der 1980er Jahre finden vier Mädchen in Tibilissi zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene und die sensible Keto. Die erste große Liebe, die aufbrandende Gewalt, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben, und eine Vergebung scheint möglich.
»Ein wahnsinnig guter Roman« (Der Spiegel), »wortreich, anschaulich, bildgewaltig« (FAZ), »wirklich sehr süffig zu lesen« (Denis Scheck), »Tolstois Nachfolgerin« (NZZ) – die Kritik überschlägt sich beim neuen Roman »Das mangelnde Licht« (Frankfurter Verlagsanstalt, 2022) von Nino Haratischwili. Die georgisch-deutsche Autorin liest und spricht mit Moderator Zaal Andronikashvili.
Veranstaltungen der Reihe "Souvenir - Literaturen und Andenken aus Mittel- und Osteuropa"
Kennzeichen der Reihe ist ein jeweils von den Autor:innen mitgebrachtes Andenken, ein Souvenir, das in das Werk einführt und zugleich literarisch-geografische Räume öffnet, die für seine:ihre künstlerische Arbeit elementar wichtig sind.
Ein Projekt des Literaturhaus Stuttgart in Kooperation mit dem Netzwerk der Literaturhäuser, der Bundeszentrale für politische Bildung und mit freundlicher Unterstützung der Ernst Klett AG.