Dienstag 07.02.17 20.00 Uhr

Mary. Fünf Mikrothesen zur Literatur

Lesung und Gespräch
"Was heißt Verantwortung in der Literatur? Dass Freiheit nur durch Ordnung zu erreichen ist." So formuliert es Aris Fioretos in der ersten seiner fünf Mikrothesen, die er für das Buchprojekt des Literaturhauses Stuttgart (u.a.) "Freiheit und Verantwortung. 95 Thesen heute" zum 500. Jubiläum der Reformation verfasst hat. "Ein Paradox: In der Literatur führt Begrenzung zu einer Erweiterung des Sagbaren", lautet wiederum seine dritte These. Diese fünf konzentrierten Thesen setzen wir als lose Klammer um Lesung und Gespräch aus seinem neuen Roman "Mary". Hier erzählt Aris Fioretos von einer jungen Frau unter der griechischen Militärdiktatur. Marys Bericht beginnt mit ihrer Liebe zu Dimos, einem Anführer der Studentenbewegung. Im November 1973 wird sie festgenommen, in den Verliesen des Sicherheitsdiensts ist die schwangere Mary Hunger, Kälte und Folter ausgesetzt. Zugleich erzählt sie von der Solidarität unter den gefangenen Frauen. Fioretos, 1960 in Göteborg geboren, ist schwedischer Schriftsteller griechisch-österreichischer Herkunft. 2010 hat er die erste kommentierte Werkausgabe von Nelly Sachs veröffentlicht. Für seine Übersetzungen von u. a. Paul Auster und Vladimir Nabokov ins Schwedische sowie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten. Mit ihm ins Gespräch kommt der Autor und Lyriker Durs Grünbein; ihn verbindet mit Fioretos nicht nur eine lange Freundschaft, sondern auch ein gemeinsames Buch "Verabredungen. Gespräche und Gegensätze über Jahrzehnte" über ästhetische, weltanschauliche und politische Themen.

Das Projekt " Freiheit und Verantwortung. 95 Thesen heute" wird gefördert von der evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Stadt Stuttgart. In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konsulat.
Bild: Mary. Fünf Mikrothesen zur Literatur - Aris FioretosBild: Mary. Fünf Mikrothesen zur Literatur - Aris FioretosBild: Mary. Fünf Mikrothesen zur Literatur - Aris Fioretos
© Sebastian Wenzel
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Montag
17.12.18
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Der schmale Grat des Lebens
Edzard Reuter
Mittwoch
19.12.18
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Schlittschuhlaufen - Eiswelt Stuttgart
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Kammer Lesung
Clemens Setz
Donnerstag
20.12.18
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Dämmer und Aufruhr
Bodo Kirchhoff
Montag
07.01.19
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Über "Verzeichnis einiger Verluste" von Judith Schalansky
Montag
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Falsches Rot
Dieter M. Gräf, Martin Schulz
Dienstag
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Afrotopia
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Mittwoch
16.01.19
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„Das Innere wird durch die äußeren Umstände nicht berührt" - Hanne Trautwein und Hermann Lenz. Der Briefwechsel 1937-1946
Iris Wolff, Rainer Moritz
Freitag
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Zweimal die ganze Welt umrundet - Reisende Frauen vom 4. bis ins 20. Jahrhundert
Inge Utzt
Montag
21.01.19
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Gottfried Benn: „ Kleine Aster – Gedichte und Prosa“
Ulrike Draesner, John von Düffel
Dienstag
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Verzeichnis einiger Verluste
Judith Schalansky
Mittwoch
23.01.19
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Die Röte des Rot von Technicolor - Über die Ikonographie des Terrors
Frank Witzel, Gerhard Poppenberg
Donnerstag
24.01.19
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Tier werden
Teresa Präauer
Freitag
25.01.19
19.00 Uhr
Doors of Perception – Ekstase in der Literatur & Literatur als Ekstase
Navid Kermani, Carl Hegemann, Manfred Heinfeldner, Robert Stadlober, Kat Kaufmann, Albert Ostermaier, Luke Wilkins
Montag
28.01.19
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Schreibzirkel junger Autor*innen
Montag
28.01.19
19.30 Uhr
Nachtleuchten
María Cecilia Barbetta
Donnerstag
31.01.19
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Bildakte
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