Programm
Programm

11.15 – 11.30 Uhr Lesung
Nanuli - Bittere Bonbons
Ketino Bachia

Nach siebzig Jahren als Teil der Sowjetunion, nach Bürgerkriegsjahren, Unabhängigkeitsbestrebungen und Krieg mit Russland wächst in Georgien heute eine neue Generation heran, die auch in der Literatur neue Töne anschlägt. Dreizehn Autorinnen geben Einblicke in ihr Land und seine Geschichte. Sie entwerfen teils üppige, teils verstörende, immer aber sinnliche Bilder, die im Sinne des magischen Realismus verschiedene Realitäten miteinander ins Spiel bringen – farbenprächtige Bilder von Lebensentwürfen einer Gesellschaft, die im Begriff ist, sich neu zu finden. Alle Autorinnen – darunter Nino Haratischwili, Tamta Melaschwili und Ketino Bachia – sind nach 1970 geboren. Ketino Bachia studierte Englische Philologie und Literatur in Tbilissi. 1996 emigierte sie nach Deutschland und studierte in Freiburg Katholische Theologie. Ihre Erzählung "Nanuli" aus "Bittere Bonbons" (Verlag edition fünf) handelt vom Ankommen in Deutschland.

11.45 – 12.15 Uhr Gespräch & Lesung
Deutsches Wörterbuch
Christian Rotta & Carsten Pfeiffer
Lesung: Magnus Rook

Im April 1849 beginnt Jacob Grimm mit der Ausarbeitung der ersten Artikel für "Das Deutsche Wörterbuch", das größte und umfassendste Wörterbuch zur deutschen Sprache. Er wendet sich den Buchstaben A, B, C zu, Bruder Wilhelm steigt beim D in die Arbeit ein – und es beginnt ein lexikographisches Martyrium. Erst 1961 wird das Werk mit Band 33 abgeschlossen, darin zeugen ca. 320.000 Stichwörter auf 34.824 Seiten von der Wunderkammer und dem Wortgedächtnis der deutschen Sprache. Christian Rotta, Verleger der Originalausgabe (Hirzel Verlag) und Peter Graf, Herausgeber der Neuausgabe (Verlag Das kulturelle Gedächtnis), stellen unbekannte Wortschönheiten, anzügliche Kuriositäten und märchenhaft-exotische Wortkreationen aus den vergessenen Magazinen dieses Wortmuseums vor und diskutieren über die Auswahl der Neuausgabe.

Workshop
12.00-17.00 Uhr
Editions-Studio
Demian Bern & Ricardo Portilho

Im oberen Foyer des Literaturhauses eröffnen Demian Bern (EXP.edition, Stuttgart) und Ricardo Portilho (Belo Horizonte, Brasilien) ein Editions-Studio. Dort sind die Besucher eingeladen, kleine Publikationen zu fertigen. Das Vokabular: Fragmente aus Texten und Bildarchiven, die individuell erweitert werden können. Die Grammatik: kurze Handlungsanweisungen. Die Produktionsstraße lädt ein zum Flanieren mit den Fingern: der gesamte Herstellungsprozess ist auf wenigen Metern zusammengefasst und führt vom Erfinden zum Gestalten und über den Druck zur Bindung – oder anders herum. Demian Bern ist Gestalter, Initiator der künstlerischen Plattform EXP.edition und Herausgeber von Künstlereditionen. Ricardo Portilho lehrt in Brasilien Visuelle Kommunikation und ist derzeit Stipendiat für Design an der Akademie Schloss Solitude. Das Editions-Studio im Literaturhaus ist neugierig, denkt mit Fingern und Papier, verständigt sich mit Händen und Füßen und freut sich auf kreative Flaneure im Workshop!

12.30 – 12.45 Uhr Lesung
Helligkeit fällt vom Himmel - James Tiptree JR
Lesung: Jürgen Schütz

Eine Novafront zieht an dem entlegenen kleinen Planeten Damiem vorbei und lockt einen bunten Haufen Besucher an: Forscher, Touristen, Heilung Suchende und einen Trupp jugendlicher Pornostars mit ihrem Agenten, der in aufsehenerregender Kulisse einen Film drehen will. Sie alle kommen in dem Gästehaus unter, das von drei Wächtern zum Schutz der Bewohner des Planeten betrieben wird. Finster ragt die Vergangenheit in die heiter-erotische Gegenwart und finster scheinen die Absichten einiger der Besucher. James Tiptree Jr. ist das männliche Pseudonym von Alice B. Sheldon. Sie zählt unter Science-Fiction-Fans zu den großen Klassikern. Ihr zweiter und gleichzeitig letzter Roman "Helligkeit fällt vom Himmel" (Septime Verlag) erscheint erstmals in deutscher Übersetzung und schließt die 10-bändige Werkausgabe ab.

13.00 – 13.30 Uhr Lesung & Gespräch
Hier beginnt der Wald
Saskia Hennig von Lange
Moderation: Robert Willrich

Der Namenlose der Erzählung Hier beginnt der Wald (Verlag Jung und Jung) soll einen Lastwagen voll Umzugsgut in eine andere Stadt bringen. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht: vor sich selbst und seinen Kindheitserinnerungen, aber vor allem vor seiner Frau und ihrem gemeinsamen, ungeborenen Kind. Nach einem Unfall verkriecht er sich im Wald. Hier kommt es zu einer Begegnung, die ihn herausfordert und mit sich selbst konfrontiert – und auch den Leser nicht unberührt zurücklässt. Geboren 1976 lebt Saskia von Hennig Lange in Frankfurt. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst.

13.45 – 14.00 Uhr Gespräch & Hörprobe
Lieber Liebe als Schokolade
Elke Bader & Tina Walz
Moderation: Irene Ferchl

Sie ist so uralt wie das Menschengeschlecht. Unzählige Male wurde sie besungen. Sie ereignet sich immer aufs Neue und bleibt doch unergründbar, bisweilen kompliziert, fragil und schmerzhaft: die Liebe. Geht sie doch unter die Haut, ja mitten hinein ins Herz. Für das Hörbuch (Griot Hörbuch Verlag) wurden die schönsten Gedichte und Texte über die Liebe ausgesucht: von den Gedanken Platons über Goethe, Rilke, Gottfried Benn, Rose Ausländer bis hinein in die Neuzeit mit Gedichten von Kurt Schwitters, Joachim Ringelnatz und aktuell von Albert Ostermaier und Clemens J. Setz. Die Texte werden umspielt von Klangcollagen bekannter Stücke der Klassik. Ausgewählt von Elke Bader, gesprochen von Oliver Hermann unter der Regie von Tina Walz.

14, 15.30 Uhr (je 15 Minuten) Performance Kabinenlesung
Humbug & Variationen - Ion Luca Caragiale
Vorlesepaten & Ramon Schmidt
Konzept: Frederike Wiechmann

Ion Luca Caragiale (1852–1912) galt wegen seiner tiefen Verwurzlung in der rumänischen Sprache lange Zeit als unübersetzbar. Die deutsche Übersetzung von Eva Ruth Wemme ist im Frühling beim Verlag Guggolz erschienen. Mit seinen Erkundungen in die feinsten psychologischen Verästelungen, seinem Abtauchen in die tiefsten menschlichen Niederungen und die abgelegensten sprachlichen Milieus hat Caragiale ein umfassendes Bild seiner Mitmenschen und deren sozialen Verflechtungen geliefert, wie es sie heute nicht mehr gibt. Steigen Sie in den Paternoster, hören und entdecken Sie Unbändiges, Feinsinniges und Urkomisches in allerkürzesten Leseschnipseln!

14.00 – 16.00 Uhr Zeichnen
Paperrazza zeichnet Portraits

Paperrazza zeichnet in wenigen Minuten und mit reduzierten Pinselstrichen ein kleines Portrait ihres Gegenübers. Dabei geht es nicht um ein realgetreues Abbild einer Person, sondern um die grafische Abstraktion und Übersetzung in eine andere Bildsprache. Die schwarzweißen Portraits, die mit japanischer Tusche auf hochwertigem Papier entstehen, erinnern an klassische Polaroid-Fotografien. Jede Zeichnung ist ein Schnappschuss, die man als Erinnerung mit nach Hause nimmt. Die Stuttgarter Illustratorin Lea Dohle hat an der Kunstakademie Stuttgart Kommunikationsdesign studiert und arbeitet freischaffend im Atelier Schlecker. Sie illustriert für verschiedene Magazine und Unternehmen, wie die Wirtschaftswoche und ZEIT Online.

zwischen/miete Spezial mit Wassermelone
14.15 – 14.45 Uhr Lesung & Gespräch
Immer ist alles schön
Julia Weber
Moderation: Sandra Potsch & Elena Oehrlich

Das Leben sei eine Wucht, sagt Anais' Mutter, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Anais und ihr Bruder Bruno versuchen sich und die Mutter zu schützen vor der Außenwelt, die in Gestalt von Mutters Männern mit Haaren auf der Brust in der Küche steht. Oder in Gestalt eines Mannes vom Jugendamt, der viele Fragen stellt, und in Gestalt einer Nachbarin, die im Treppenhaus lauscht. Julia Weber, 1983 in Moshi (Tansania) geboren, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und lebt in Zürich. 2012 hat sie den Literaturdienst gegründet (www.literaturdienst.ch ). Ihr preisgekrönter Debütroman "Immer ist alles schön" ist im Limmat Verlag erschienen.
Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia

15.00 – 15.15 Uhr Lesung
Nur das Geistige zählt. Vom Bauhaus in die Welt – Re Soupault
Lesung: Irene Baumann

Bublitz, Kolberg, Bauhaus Weimar, Berlin, Paris, Tunesien, Nord-Mittel-Südamerika, New York, das sind nur einige Stationen in Ré Soupaults Leben als Bauhaus-Schülerin, Avantgarde-Filmerin, Modejournalistin, Modemacherin, Fotografin, Übersetzerin, Studentin bei Karl Jaspers und Schriftstellerin. Einen Teil ihrer Erinnerungen verfasste sie schon in den 1970er Jahren als Briefe. Dieser erste Teil der Erinnerungen (Verlag Das Wunderhorn) reicht von den 1910er Jahren bis 1949. Mit ihrem unbestechlichen, klaren Blick beschreibt sie eine durch zwei Weltkriege geprägte Welt im Umbruch. Gleichzeitig ist ihr Text ein einmaliger Blick auf das kulturelle Leben der europäischen Avantgarde. Bis kurz vor ihrem Tod 1996 arbeitete sie an der Fortschreibung ihrer Biographie.

15.30 – 16.00 Uhr Lesung & Gespräch
Der Ausbruch – Albertine Sarrazin
Claudia Steinitz
Moderation: Florian Höllerer
Lesung: Chantal Busse

Zum ersten Mal nicht in einer Einzelzelle, teilt Anick Damien mit Dirnen, Diebinnen und verlausten Analphabetinnen schreibend den Alltag in Frauenknästen in Frankreich. Unter allen sticht Maria heraus, mit ihr plant sie minutiös den Ausbruch und richtet sich damit immer wieder auf, das Mantra ihres ebenso inhaftierten Ehemanns im Ohr: „Wir sind allein, mein Schatz. Ganz allein“. Claudia Steinitzs Neuübersetzung (INK Press) von "Der Ausbruch" zeigt ein Panoptikum, das realisieren lässt – hier geht es um unser eigenes Menschsein. Albertine Sarrazin wurde 1937 geboren. Sie wächst zunächst als Adoptivkind in einem bürgerlichen Elternhaus auf. Die Teenagerjahre verbringt sie in Besserungsanstalten, ein Raubüberfall bringt sie ins Gefängnis. Mit 19 gelingt ihr die Flucht und sie lernt ihren Mann kennen. 1964 schreibt sie "L'Astragale" und wird, von Simone de Beauvoir entdeckt, schlagartig berühmt.
Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia

16.15 – 16.30 Uhr Lesung
13 Schundromane
Lesung: Ursi Anna Aeschbecher & Patrick Suhm

13 Autor*innen haben sich für eine Hommage an den Schundroman (Verlag Die Brotsuppe) zusammengetan. Alle hatten längstens zehn Tage Zeit zum Schreiben und herausgekommen sind nervenraubende, gruselige, schleimige, zarte, angsteinflössende und auch happy endende Geschichten. Vorgelesen wird aus Schundroman 1 "Eine wie keine": Ach du Schreck, da liegt Winnie Grok! Wer wollte die dreibeinige Tänzerin tot? Echsenkommissar Exekiel Weck setzt alles daran, den Mord zu klären – und verfällt, bevor er’s merkt, den üppigen Reizen des Tanztheaters. Autor Raul Rabbassi stammt aus einer Familie von Tierpräparatoren, sollte selbst ein solcher werden, doch entschied sich gegen diesen Weg. Schundroman 2 "Die Frau ohne Gedächtnis": Hunger wird von einem Auto überfahren. Sie verliert ihr Gedächtnis. Erst langsam kehren die Erinnerungen zurück. Autorin Modesty Maissen hatte ein sehr gefährliches Leben, bis sie die Nerven verlor. Seither schreibt sie Hörspiele, Drehbücher und Romane. Und geht jeden Morgen fischen.
Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia

16.45 – 17.15 Uhr Lesung & Gespräch
Ungewisses Manifest
Frédéric Pajak
Moderation und Übersetzung: Ruth Gantert

Frédéric Pajaks "Manifeste incertain" ist ein ambitioniertes Buchprojekt, das insgesamt 9 Bände umfassen wird. Der Autor verschränkt darin Text und Bild zu einem bedrückend schönen Gesamtkunstwerk. Die Bände verschmelzen in loser Reihenfolge persönliche Erinnerungen des Autors mit den Schicksalen historischer Personen. Im ersten Band des "Ungewissen Manifests" (Verlag edition clandestin) wechselt die Erzählung hin und her zwischen Pajaks Erinnerungen an seine Kindheit und Jugendzeit und der Beschreibung verschiedener Episoden im Leben Walter Benjamins in den 1930er Jahren. Frédéric Pajak, geboren 1955, ist ein französisch-schweizerischer Schriftsteller, Zeichner und Herausgeber. Ruth Gantert, geboren 1967, leitet zur Zeit die dreisprachige Literaturzeitschrift Viceversa.
Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia

17.30 – 17.45 Uhr Lesung
Der Anfang ist eine etwas längere Geschichte - Christine Hämer-Rühle
Lesung: Therese Hämer

Schon im Alter von vier Jahren durchlebt das Kölner Mädchen im Bombenkrieg erste Schrecken und Angstzustände. Die Sorgen der Erwachsenen bleiben der kleinen Christine nicht verborgen. Was sie nicht verstehen kann, beobachtet sie umso genauer. Die Erinnerungen an ihre frühe Kindheit werden Christine Hämer-Rühle ein Leben lang begleiten. Anfang 1944 entkommt sie der Bedrohung, als sie zu Verwandten aufs Land geschickt wird. Mit Erwachsenen, Kindern und Tieren schließt sie prägende Freundschaften. Doch der Krieg, Leid und Tod erreichen auch den Hof. Im Chaos der letzten Kriegsjahre sind die Kinder beteiligt am einfallsreichen Überlebenskampf der Großfamilie. Das Buch ist im Stuttgarter Verlag Lost Books erschienen.

18.00 – 18.30 Uhr Lesung & Gespräch
Der Geschichtenhändler
Stanislaw Strasburger
Moderation: Jörg Armbruster

Mirek ist ein junger Geophysiker, den es am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts beruflich nach Syrien verschlägt. Doch sein Job ist öde. Fasziniert von der Umgebung, sammelt er sein Geld zusammen und kündigt die Gassuche in der Wüste auf. Von nun an lebt er in Billighotels in Aleppo, Damaskus und dem jordanischen Akaba. Irgendwann stößt er darauf, dass sein polnischer Name auf Arabisch gelesen (also von rechts nach links) Kerim lautet – der Barmherzige. Doch was heißt das schon, wenn der sagenumwobene Kalif Harun al-Raschid ein Hotelboy ist, und es eine Verlobte nur gibt, damit man etwas zu erzählen hat? "Der Geschichtenhändler" (Secession Verlag) liefert Momentaufnahmen aus der Zeit kurz vor den Konflikten, die heute die Region und die Berichterstattung hierzulande dominieren. Stanisław Strasburger, 1975 in Warschau geboren, lebt als Schriftsteller, Journalist und Kulturmanager zwischen Köln, Warschau und Beirut.

18.45 – 19.00 Uhr Lesung
Simar Preet Kaur
Moderation: Joana Leite
Deutsche Lesung: Frederike Wiechmann

Die Artikel und erzählenden Essays von Simar Preet Kaur sind in zahlreichen Publikationen erschienen, darunter Commonwealth Writers und National Geographic Traveler. Sie begann als Reiseschriftstellerin und gab bis 2013 in Mumbai JetWings heraus, ein Luftlinienmagazin. Dann zog sie in den Himalaja und ließ sich zur Lastwagenbeifahrerin ausbilden. Dieses Jahr ist sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude, wo sie an ihrem ersten Buch arbeitet. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Straße durch den Himmel, welche das Vorgebirgsland des Himalajamassivs mit der hochgelegenen Region Ladakh verbindet. Truckerfahrer transportieren dort in den fünf Monaten, welche die Straße im Jahr offen ist, Zement, Öl, Waren des täglichen Bedarfs und Touristen. Mit ihrer Lesung erzählt sie vom Juni in jener Landschaft.
Im Rahmen des Städtepartnerschaftstags am 30.6. und der Städtepartnerschaft Mumbai-Stuttgart.

19.15 – 19.45 Uhr Lesung
In Stiefeln durch Stuttgart, mit Hut durch Berlin
Joe Bauer & Klaus Bittermann

Joe Bauer und Klaus Bittermann lesen einträchtig nebeneinander und ergänzend, aus ihren Büchern (Verlag edition Tiamat) vor, in denen sie von ihren Streifzügen durch ihre Wohnorte Stuttgart und Berlin berichten, mit Witz, Understatement und philosophischen Abschweifungen. Joe Bauer, Jahrgang 1954, schreibt für die Stuttgarter Nachrichten die Kolumne "Joe Bauer in der Stadt" und zieht mit "Joe Bauers Flaneursalon" durch die Stadt. Klaus Bittermann, 1952 geboren, wuchs im fränkischen Kulmbach auf, wurde der Schule verwiesen, wanderte nach Nürnberg aus und lebt seit 1981 als Verleger und Autor in Berlin.

20.00 – 21.00 Uhr Preisverleihung & Lesung & Empfang
Baden-Württembergischer Preis für Literarisch Ambitionierte Kleinverlage
Preisübergabe: Ministerin Theresia Bauer MdL

Lesung:Chantal Busse & Patrick Suhm
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg verleiht im Jahr 2018 wieder einen Preis für literarisch ambitionierte Kleinverlage in Baden-Württemberg. Damit würdigt das Land Verlegerinnen und Verleger, die mit kleinen und unabhängigen Betrieben die Buch- und Lesekultur durch anspruchsvolle Vorhaben bereichern. Kunstministerin Theresia Bauer wird den mit 12.500 Euro dotierten Preis überreichen. Sprecher*innen der Hochschule für Musik Stuttgart stellen das Verlagsprogramm in einer eigens für diesen Anlass komponierten Textcollage vor. Stoßen Sie im Anschluss mit uns auf den Preisträger an!


Ausstellung
Blåvand
Tim Dinter & Thomas Pletzinger

Erstmalig geht der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung an ein Autoren- und Zeichnerteam: Thomas Pletzinger und Tim Dinter erhalten für ihre gemeinsame Arbeit Blåvand den diesjährigen Preis. „Dass sich ein renommierter Schriftsteller und ein Zeichner zusammentun, ist in der deutschsprachigen Comicszene immer noch ungewöhnlich. Wenn dabei ein derart spannendes Projekt über das ebenso brisante wie selten behandelte Thema Entwicklungshilfe entsteht, hervorragend recherchiert, erzählt und gezeichnet, dann verspricht das ein Glücksfall für den deutschsprachigen Comic zu werden“, begründet Thomas von Steinaecker die Entscheidung der Jury. Die begleitende Comicausstellung ist bis 30.6. im Literaturhaus Stuttgart zu sehen und ab 2019 im Literarischen Colloquium Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Berthold Leibinger Stiftung

Ausstellung
¼ Pfund Aufschnitt
Nathalie Wolff

Ein Scheibchen Lyoner war der Anfang einer Serie von Wurstaquarellen, die Nathalie Wolff nach der Natur malt. Die Begegnung mit der schwäbischen Wurstkultur weckte bei der gebürtigen Elsässerin Kindheitserinnerungen, wie sie als kleines Mädchen in der Metzgerei ein Wursträdle bekam. In der Ausstellung ist eine Auswahl der schönsten Wurstaquarelle zu sehen: Bierschinken, Paprikalyoner, Zungenwurst, feiner Leberkäse … Zur Ausstellung erscheint das neue Buch der édition totale éclipse "¼ Pfund Aufschnitt", in dem 30 Aquarelle von Nathalie Wolffs Wursträdle abgebildet sind.

Ausstellung
Histoires en tissus
Kühnertová Manufaktur

In der Stuttgarter Kühnertová Manufaktur entwickelt Lenka Kühnertová individuelle Textildesign-Konzepte. Beginnend bei der Wahl ihrer literarischen Inspirationsquellen über erste Ideen und Entwürfe bis hin zur Ausarbeitung sind Inhalt und künstlerischer Ansatz nicht zu trennen. Diese visuellen Konzepte wurzeln in Texten – ob in Lyrik, Prosa oder auch nur in einem Zitat. Ihre Zeichnungen changieren zwischen Illustration und Interpretation und ermöglichen dem Betrachter, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. So entsteht nicht nur ein Dialog zwischen dem Literarischen und dem Graphischen, sondern auch zwischen Gestalter und Rezipient. Dieses doppelte Wechselspiel zu erkunden treibt Lenka Kühnertová immer wieder aufs Neue an. www.kuehnertova.com

EINTRITT FREI








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