Veranstaltung

Wer wir sind
Dienstag, 13.07.21 / 19.30 Uhr

Lena Gorelik

Wer wir sind


Sankt Petersburg/Ludwigsburg 1992: Ein Mädchen reist mit den Eltern, der Großmutter und dem Bruder nach Deutschland aus. Was sie dafür zurücklässt, sind ihre Hündin Asta und fast alles, was sie mit Djeduschka, Opa, verbindet – letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige, dass sie jetzt eine andere ist: Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka, das die Wörter so komisch ausspricht, dass andere lachen. Für die Eltern blüht im einstigen Sehnsuchtswesten nun russische Nostalgie, und die stolze Großmutter, die einst souverän einen Betrieb leitete, wird zur alten Frau ohne Sprache. Das erst fremde Deutsch hilft dem Mädchen hingegen, sich ihr Leben zu eigen zu machen; doch die Vorstellungen von Freiheit unterscheiden sich dabei zunehmend zwischen Eltern und Tochter, vor allem, als sie selbst eine Familie gründet. Lena Gorelik verarbeitet in ihrem neuen Roman ihre eigene Geschichte vom Weggehen und Ankommen. Sie zeigt, wie sich aus einem Gefühl der Zerrissenheit zwischen Stolz und Scham, Eigensinn und Anpassung, Fremdsein und allem Dazwischen mit der Zeit auch eine Stärke entwickelt. Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland und lebt heute in München.

In Zusammenarbeit mit dem Forum für jüdische Bildung und Kultur und dem Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg


  • Lesung und Gespräch
  • Anat Feinberg (Moderation)
  • Kartenvorverkauf ab Montag 21.6. 12 Uhr online auf www.literaturhaus-stuttgart.de oder in der Buchhandlung im Literaturhaus, immer bis 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

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