Veranstaltung

Dienstag, 22.02.11 / 19.00 Uhr

Miriam Gebhardt

Rudolf Steiner - ein moderner Prophet


In ihrer gerade erschienenen Biographie bettet Miriam Gebhardt den österreichischen Esoteriker und Philosophen Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik, in den Kontext seiner Zeit ein und verortet ihn in der Reformbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Ausgestattet mit einem feinen Gespür für die Sorgen und Wünsche seiner Zeitgenossen, griff Steiner deren Sehnsüchte geschickt auf und goss daraus ein Sinnfindungsprogramm für das Bürgertum. Wie viele andere Propheten und Reformer wandte er sich den Themen zu, die den Menschen auf den Nägeln brannten: Erziehung, Gesundheit, Religion und die Rasanz des modernen Lebens. Aber wie kaum einem anderen gelang es ihm, bis in die Gegenwart zu wirken. Nicht nur Waldorfschulen erfreuen sich großer Beliebtheit, auch Lebens- und Pflegemittel aus anthroposophischer Produktion finden sich heute in fast jedem Supermarkt. Miriam Gebhardt, geboren 1962, ist Historikerin und Journalistin. Neben ihrer journalistischen Arbeit unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und den Stern promovierte sie in Münster und habilitierte sich an der Universität Konstanz, wo sie als Privat-Dozentin lehrt. Sie wohnt in München.

Im Rahmen der achten Wiener Woche ().
In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart


  • Lesung und Gespräch
  • Robert Jütte (Moderation)

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