Veranstaltung

Dienstag, 11.05.10 / 20.00 Uhr

Nicol Ljubic

Meeresstille


Kann die Liebe zweier junger Menschen eine Brücke bauen über Schuld und Trauma nach dem Balkankrieg? Marko liebt Ana. Ana hat sich in Berlin, weit weg von ihrer kroatischen Heimat, ebenso in den jungen Mann verliebt. Doch irgendetwas trennt sie von ihm, etwas, worüber sie nicht sprechen kann. Eine ungeklärte Schuld ihres Vaters, auch sie verbunden mit großen Gefühlen. Marko verfolgt in Den Haag den Prozess gegen einen serbischen Kriegsverbrecher. Nicht irgendeinen, sondern den Vater von Ana. Zlatko Markovic war vor dem Krieg Philosophieprofessor, hochgebildet und angesehen. Wie konnte dieser Mann an einem menschenverachtenden Verbrechen mitschuldig werden? Und wie wird Ana mit der Schuld ihres Vaters fertig, über die sie kaum etwas weiß, die sie sich auch nicht vorstellen kann? Ihr Vater, der ihr seine Liebe zu Shakespeare vererbte? Nicol Ljubic, 1971 in Zagreb geboren, ist als Sohn eines Flugzeugtechnikers in Schweden, Griechenland, Russland und Deutschland aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften, arbeitet als freier Journalist und Autor und lebt in Berlin. Für seine Reportagen wurde er schon mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem n-ost-Reportagepreis. "Meeresstille" ist sein zweiter Roman.
Im Rahmen des Grenzgänger-Programms der Robert Bosch Stiftung

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,-


  • Lesung und Gespräch
  • Maike Albath (Moderation)

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