Veranstaltung

Donnerstag, 22.06.17 / 20.00 Uhr

Alfred Grosser

Le Mensch


Wer bestimmt, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie? In seinem neuen Buch denkt der große Europäer Alfred Grosser über die Entstehung und Moral sozialer Identität am Leitfaden persönlicher Erfahrungen nach. Dabei wehrt er sich gegen pauschale Zuschreibungen und warnt vor Verallgemeinerungen, die den Einzelnen zum bloßen Exemplar einer Gruppe degradieren. In einer Zeit, in der identitäres Denken in Europa um sich greift, warnt Grosser vor Politikverachtung und zieht eine Bilanz über das »Menschwerden inmitten der Verzweiflung am Weltgeschehen«. Sein Credo: »Penser juste, donc à la fois avec justesse et avec justice – Richtig denken heißt, mit Richtigkeit und mit Gerechtigkeit denken. Das klingt zwar im Deutschen nicht so gut, sagt aber doch das Wesentliche.« Alfred Grosser geb. 1925 in Frankfurt am Main, ist seit 1937 französischer Staatsbürger. Er ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Institut d‘Etudes Politiques in Paris und Journalist, außerdem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Träger des großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004 sowie vieler anderer Auszeichnungen und Preise. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und »Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente«.

In Zusammenarbeit mit dem Frankreich-Schwerpunkt des IZKT der Universität Stuttgart und dem Institut français


  • Lesung und Gespräch
  • Felix Heidenreich (Moderation)

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