Veranstaltung

Dienstag, 16.11.10 / 20.00 Uhr

Hans Joachim Schädlich

Kokoschkins Reise


Hans Joachim Schädlich, der im Oktober 75 Jahre alt wurde, stellt seinen neuen Roman "Kokoschkins Reise" vor: Der Exilrusse Fjodor Kokoschkin kehrt auf der Queen Mary 2 von einer Reise an die Orte seiner Kindheit und Jugend nach New York zurück. Seine Erinnerungen rufen die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihren Verfolgungen, Schicksalen und Emigrationen wach. In Rückblicken passieren die Orte seiner Vergangenheit Revue: St. Petersburg, die Stadt seiner Kindheit, wo die Bolschewiken 1918 seinen Vater ermordet haben. Odessa, wohin seine Mutter mit ihm geflohen ist. Das Berlin der frühen zwanziger Jahre, wo Kokoschkin mit seiner Mutter in einer Pension lebt, bis er eine Freistelle im Joachimsthalschen Gymnasium in Templin erhält. Das Berlin Anfang der dreißiger Jahre, als Kokoschkin Arbeit im Botanischen Garten findet und eine Freundin gewinnt. In Berlin beginnt er das Biologiestudium. Als die Nazis sich breitmachen, flieht er nach Prag und erlangt 1934 dank der Vermittlung durch die amerikanische Botschaft ein Stipendium in den USA. Schon einmal, 1968, war er wieder in Europa gewesen und hatte das Scheitern des Prager Frühlings erlebt. »Hans Joachim Schädlich ist einer der ganz Großen in der zeitgenössischen deutschen Literatur. Zweifellos ist dieser wunderbar weise Roman sein tröstlichstes Buch.« (DIE ZEIT)


  • Lesung und Gespräch
  • Hubert Spiegel (Moderation)

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