Veranstaltung

Montag, 26.11.12 / 20.00 Uhr

Kevin Kuhn

Hikikomori

Junge deutsche Literatur


Till geht auf »die freieste Waldorfschule der Welt«, seine Eltern – ein anthroposophisch motivierter Schönheitschirurg und die Kuratorin eines innovativen SchauRaums – fördern ihn, wo sie nur können. Als er nicht zum Abitur zugelassen wird, ist er plötzlich auf sich selbst zurückgeworfen: Was soll aus mir werden, fragt er sich und beschließt so lange in seinem Zimmer auszuharren, bis er darauf eine Antwort weiß. Aus dem Zimmer wird ein Kokon, im Rückzug auf sich selbst glaubt er voranzukommen. Schließlich beginnt Till mit der Kreation einer autarken Separatwelt: Welt 0 - ein Zufluchtsort für alle, denen die reale Welt zu fordernd oder auch zu eingeschränkt ist. Und Till ist ihr Garant, denn er kämpft nicht nur für sich, sondern für eine ganze Generation, die in ihren Zimmern sitzt. Kevin Kuhn, geboren 1981 in Göttingen, lebt in Berlin. Er hat Philosophie, Kunstgeschichte und Religionswissenschaften in Tübingen und Kreatives Schreiben in Hildesheim studiert. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter am dortigen Institut. Immer wieder hat Kevin Kuhn auch im Ausland gelebt, längere Zeit in Alaska, drei Jahre in Mexico City. Er war Stipendiat des textwerk-Seminars des Literaturhauses München und 2012 Gewinner des Gargonza Arts Awards. „Hikikomori“ ist sein erster Roman.


  • Lesung
  • Irene Ferchl (Moderation)

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