Veranstaltung

Mittwoch, 22.01.20 / 18.30 Uhr

Michael Krüger, Matthias Bormuth

Gäule der Erinnerung


Michael Krüger gehört nicht nur zu den großen Verlegerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, sondern tritt auch als Lyriker und Herausgeber, als umtriebiger Vermittler und Netzwerker in Erscheinung. Und er hat einen bewegenden Nachruf auf den Lyriker, Kritiker und Autor Peter Hamm verfasst, der dem Band „Die Gäule der Erinnerung“ vorangestellt ist. Der Band zeichnet ein Gespräch zwischen dem jüngst verstorbenen Peter Hamm und Matthias Bormuth nach, druckfrisch erschienen im Ulrich Keicher Verlag Warmbronn. Beide, Michael Krüger und Peter Hamm, zeichnen sich durch die Abkehr von den Eltern, die Verarbeitung einer belasteten Kindheit aus, stehen für eine Befragung der Literatur nach 45 und dem Wunsch nach Neuorientierung, nach neuen Maßstäben, auch und vor allem in der Literatur. Sie befragen Literatur als eine künstlerische Ausdrucksform, die in dieser Zeit stärker als heute aus einer Dringlichkeit, aus einer Abkehr entstand. Für Michael Krüger war dabei die europäische Literatur eine Orientierung, so hat er den Verlag geprägt – und mit dieser Haltung ist zugleich auch sein neuer Lyrikband "Mein Europa" grundiert, der an diesem Abend vorgestellt wird. In der Moderation von Ulrich Raulff, Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen, kommen Michael Krüger und Matthias Bormuth, Inhaber der Heisenberg-Professur für Vergleichende Ideengeschichte an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und seit 2013 Leiter des Karl-Jaspers-Hauses, ins Gespräch über Suchbewegungen und Orientierungen, über Europa und die Gäule der Erinnerung.


  • Lesung und Gespräch
  • Ulrich Raulff (Moderation)

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