Veranstaltung

Donnerstag, 03.12.15 / 19.00 Uhr

Karl Schlögel

Entscheidung in Kiew


"Ein Buch zur Ukraine zu schreiben war in meinem Lebensplan nicht vorgesehen. Aber es gibt Situationen, wo man nicht anders kann und wo man gezwungen ist, alle Planungen über den Haufen zu werfen und sich einzumischen." Karl Schlögel

Mit dem Krieg ist auch eine Kontroverse über die politische und kulturelle Eigenständigkeit der Ukraine ausgebrochen. Seit vielen Jahren ist der brillante Essayist und Osteuropakenner Karl Schlögel in der Ukraine unterwegs, noch in jüngster Zeit hat er Reisen dorthin unternommen. Lemberg, Odessa, Czernowitz, Kiew, Charkiw, Donezk und Dnipropetrowsk: All diese Namen stehen für einst blühende Städte, für eine Kultur von eigenem Rang, viel zu lang vom Westen ignoriert. In Zeiten wie diesen vermisst Karl Schlögel die Ukraine neu; seine Städtebilder führen vor Augen, was gar nicht fern von uns auf dem Spiel steht: "Meine Weise, mir die Geschichte und Eigenart eines Landes oder einer Kultur vor Augen zu führen, ist die Begehung von Orten und die Erschließung von Räumen. Man kann Städte lesen, Städte als Texturen und Palimpseste dechiffrieren, ihre Schichtungen in einer Art urbaner Archäologie freilegen und ihre Vergangenheit so zum Sprechen bringen."


  • Lesung und Gespräch
  • Katharina Raabe (Moderation)

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