Veranstaltung

Mittwoch, 20.11.13 / 19.00 Uhr

Hannelore Schlaffer

Die City – Straßenleben in der geplanten Stadt


In deutschen Innenstädten ist das Caféhaus längst durch den Coffee Shop, der Flaneur durch den Pendler ersetzt worden. Urbanes Leben wird von Investoren bestimmt, von Stadtplanern entworfen, vom Stadtmarketing inszeniert. Wie aber fügt sich das Publikum in diese Vorstellungen? City, das ist kein modischer Anglizismus zur Benennung dessen, was einmal Altstadt oder Innenstadt hieß. City ist ein Lebensstil. Er hat sich in der Nachkriegszeit, vor allem aber in den letzten dreißig Jahren, im Zentrum der deutschen Städte ausgebildet. Hier wird er stoßweise erfahrbar: durch Pendler- und Besucherströme aus dem Umland, Anwohner sind kaum noch zu finden. Die Resultate einer verfehlten Baupolitik vor Augen, beschäftigen heutige Stadtplaner sich eingehend mit der Frage, wie urbanes Leben wiederherzustellen und zu lenken sei. Hannelore Schlaffer, Liebhaberin und Chronistin städtischen Straßenlebens, hat über Jahre hin beobachtet, wie die »gelenkten« Bürger mit Häusern, Plätzen und Gastlichkeiten in der City umgehen. Pointiert beschreibt sie, wie sie sich bewegen, sich für den Stadtbesuch herrichten, sich miteinander gehaben, und liefert damit zugleich eine Theorie moderner Lebensformen. Hannelore Schlaffer lebt als freie Schriftstellerin und Publizistin in Stuttgart. Seit 1982 hat sie eine außerplanmäßige Professur an den Universitäten Freiburg und München inne. Zuletzt erschien ihr Buch „Die intellektuelle Ehe“ (2011).


  • Lesung und Gespräch
  • Tilman Krause (Moderation)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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