Veranstaltung

Dienstag, 02.07.13 / 20.00 Uhr

Reiner Stach, Andreas Kilcher

Der Prozess des Prozesses: Zum Streit um Kafkas Nachlass


Der Kafka-Biograph Reiner Stach und der Zürcher Literaturwissenschaftler Andreas Kilcher erläutern und diskutieren die jüngsten Entwicklungen im Konflikt um Kafkas Nachlass sowie dessen lange Vorgeschichte. Als Franz Kafka das unvollendete Manuskript des Romans „Der Process“ seinem engsten Freund Max Brod schenkte, konnte er nicht ahnen, dass dies der Beginn einer langen und verwickelten Geschichte werden sollte: der Geschichte seines Nachlasses, die auch nach beinahe einem Jahrhundert noch immer nicht an ein glückliches Ende gelangt ist. 1939 rettete Brod einen großen Teil von Kafkas Manuskripten nach Palästina, nachdem er sie schon 1924 vor seinem letzten Willen bewahrt hatte. Mittlerweile sind all diese Texte publiziert, doch die Frage, wem diese Manuskripte, ja Kafka überhaupt, »gehört«, scheint umstrittener denn je. Seit einigen Jahren ist in Israel ein weltweit Aufsehen erregender Gerichtsprozess um den Nachlass von Max Brod und damit wiederum um Kafka-Manuskripte im Gang. Damit tobt ein breiter öffentlicher Disput um Kafka, an dem nicht nur Anwälte und Richter, sondern auch Bibliotheken, Journalisten und Wissenschaftler beteiligt sind.


  • Gespräch und Bilderschau
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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