Veranstaltung

Der Krieg der Armen
Dienstag, 17.03.20 / 19.30 Uhr

Éric Vuillard

Der Krieg der Armen


Sie waren bereit, sich ihre Rechte notfalls auch mit Gewalt zu erkämpfen und stellten mit den „Zwölf Artikeln von Memmingen“ erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten: Martin Luther sprach den Bauern, den Armen im Zuge der Bauernkriege, die 1524 und 1525 auch in weiten Teilen Süddeutschlands ausbrachen, dieses Recht ab; ein anderer Reformator jedoch schlug sich auf ihre Seite und prägte die beiden Jahre des Aufstands entscheidend. Der Drucker, Utopist, Brandredner und Theologe Thomas Müntzer hatte nicht weniger als einen Sturz der Obrigkeit im Sinn, doch der Preis für seinen Mut war hoch: Für seine sozialrevolutionären Ideen wurde er bereits zwei Jahre nach Beginn der Aufstände enthauptet. Eric Vuillard setzt Thomas Müntzer ein literarisches Denkmal und zeigt mit seiner Schilderung der Aufstände, dass Müntzers Kampf noch nicht zu Ende ist. Vuillard wurde 1968 in Lyon geboren. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründete, wurde er u.a. mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit dem Institut français


  • Lesung und Gespräch
  • Sigrid Brinkmann (Moderation)
  • Eintritt (Euro): 10,- / 8,- / 5,-

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