Veranstaltung

Donnerstag, 23.07.15 / 20.00 Uhr

Édouard Louis

Das Ende von Eddy


"Édouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft."
Caroline Fetscher, Tagesspiegel

"Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen ›Was soll der Scheiß jetzt wieder?‹. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt, der Brief besagte es. Ich kam zu den Feldern und wanderte einen Großteil der Nacht herum, auf den Feldwegen, in der Kühle Nordfrankreichs, in dem zu dieser Jahreszeit so intensiven Geruch der Rapsfelder. Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier." Mit unglaublicher Sprachgewalt erzählt der junge französische Autor Édouard Louis in seinem Debüt "Das Ende von Eddy", übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel, die Geschichte einer homosexuellen Befreiung aus einer erdrückenden Kindheit, inspiriert von seiner eigenen. Die Lesung findet auf Deutsch und Französisch statt, das Gespräch wird gedolmetscht. Édouard Louis ist 22 Jahre alt, stammt aus einfachen Verhältnissen aus einem Dorf in der Picardie in Nordfrankreich und studiert heute Soziologie in Paris. 2014 erhielt er den Pierre Guénin-Preis, der besonderes Engagement gegen Homophobie auszeichnet. "Das Ende von Eddy" erscheint derzeit in 18 Sprachen.

In Zusammenarbeit mit dem Institut français Stuttgart und im Rahmen der CSD Programm- und Kulturwoche


  • Lesung und Gespräch
  • Hinrich Schmidt-Henkel (Moderation und deutsche Lesung)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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