Veranstaltung

Montag, 18.05.09 / 20.00 Uhr

Judith Hermann

Alice


Wenn jemand fort ist, kann man nicht mehr sagen, wie er ausgesehen hat, wie er gesprochen, geflucht, gelächelt hat, wie er durchs Leben gegangen ist. Auch wenn man ihn plötzlich zu sehen glaubt, auf der Rolltreppe, im letzten Wagen einer abfahrenden Straßenbahn, an der Ampel auf der anderen Straßenseite. In ihrem neuen Erzählungsband Alice erzählt Judith Hermann von den Zeiten des Übergangs, des Wartens, des Festhaltens und Loslassens - und davon, wie klar und leuchtend diese Tage sein können. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. 1998 erschien ihr erstes Buch Sommerhaus, später, dem eine außerordentliche Resonanz zuteil wurde und für das sie u.a. mit dem Kleist- Preis ausgezeichnet wurde. 2003 erschien der Erzählungsband Nichts als Gespenster. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das deutsche Kino verfilmt.

Eintritt: EUR 10,-/8,-/5,-


  • Lesung und Gespräch
  • Uwe Kossack (Moderation)

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