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22.4.2026

Nadine Schneider, Elli Unruh: Vom guten Leben und Fischen im Trüben

Veranstaltungsdaten

In einem kleinen Dorf bei Nürnberg siedelt die Schriftstellerin Nadine Schneider ihren Roman »Das gute Leben« an. Dort ist Christina aufgewachsen, bei Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien nach Deutschland floh. Anni, die ihr Kind und ihr Enkelkind Christina alleinerziehend ins Leben begleitete und einst beim Quelle-Versand Pakete packte – verschickt ins Wirtschaftswunderland. Anni, die gegen Einsamkeit, Armut und Fremdsein kämpft. Als sich Christina, längst erwachsen, von ihr und dem Haus verabschieden muss, folgt sie den Erinnerungen an Anni und an Rumänien und erkennt, was sie ihr verdankt: die Freiheit, loszulassen und den Ort zu finden, wo das gute Leben zu Hause ist. Etwas weiter im Osten siedelt die Autorin Elli Unruh ihre Geschichte einer deutschmennonitischen Familie an, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im südlichen Kasachstan, lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern und schildert das Leben von Menschen, die in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden. Angereichert durch das Deutsch, das Mennoniten aus Westpreußen nach Russland mitgebracht hatten – das Plautdietsch – breitet sie in ihrem Roman »Fische im Trüben« zugleich eine uns vielfach unbekannte Landschaft mit Apfelplantagen und wilden Flüssen aus. Nadine Schneider, geboren 1990 in Nürnberg, stammt aus einer rumäniendeutschen Familie und lebt in Nürnberg. Elli Unruh, 1987 in Georgijewka (Kasachstan) geboren, wuchs in Süddeutschland auf. Sie lebt in Stuttgart. »Fische im Trüben« ist nominiert für den Leipziger Buchpreis 2026.

Eine Kooperation von Literaturhaus, Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg und Staatsoper Stuttgart

Copyright Fotos: Iliana Glatz

Veranstaltungen der Reihe "KulTogether im Literaturhaus"

Was Dating Portale versprechen, konnte die Literatur schon immer:

Menschen zusammenbringen! Abende im Literaturhaus inspirieren, provozieren, unterhalten oder machen einfach nur glücklich. Wer diese Erlebnisse einer Literaturveranstaltung nicht leise mit nach Hause nehmen, sondern sie noch am Abend mit anderen Menschen teilen möchte, den laden wir ein, sich einmal im Monat vor der Lesung im 1. Stock / Foyer zu treffen und anzukommen. Inspiriert vom Gehörten gibt es im Anschluss die unverbindliche Möglichkeit, den eigenen Eindrücken nachzugehen und sie bei einem Getränk im Roberts, dem Restaurant im Literaturhaus, zu vertiefen. Die ausgewiesenen Abende sind im Programm, der Stehtisch im Foyer mit einer gelben Blume markiert. Sie kommen? Dann kaufen Sie eine Karte und schreiben uns eine kurze Mail an info@literaturhaus stuttgart.de – oder stoßen Sie spontan dazu. Wir sind da und freuen uns auf Sie! Kulturinteressierte Menschen zusammenzuführen ist eine Initiative des Vereins KULTUR FÜR ALLE Stuttgart e. V. Das Projekt „KulTogether“ wird von der Stadt Stuttgart unterstützt. Weitere Informationen und Kooperationspartner:innen finden Sie auf www.kultogether.de.