Dienstag 25.07.06 20.00 Uhr

Erich Kästner - Das blaue Buch

Lesung und Gespräch
Gesprächspartner: Silke Becker, Ulrich von Bülow
Sprecher: Hasko Weber
Erich Kästner (1899-1974) blieb 1933 in Deutschland, wo seine Bücher verbrannt wurden und er nicht mehr unter eigenem Namen veröffentlichen konnte. Als Zeitzeuge füllte er heimlich ein blaues Buch mit stenografischen Aufzeichnungen. Dieses Tagebuch, das sich in seinem Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach fand, wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht. Kästner berichtet darin vom Wahnwitz des Berliner Alltags im Krieg, vom Schicksal und Verhalten der großen und kleinen Täter und Opfer, von Bombennächten, Gerüchten und Flüsterwitzen. »Bis Ende November 1943 stand das blaue Buch, aufs sichtbarste verborgen, zwischen viertausend anderen Büchern im Regal. Dann steckte ich es, da die Luftangriffe auf Berlin bedenklicher wurden, zu dem Reservewaschbeutel, der Taschenlampe, dem Bankbuch und anderen Utensilien in die Aktenmappe, die ich kaum noch aus den Händen ließ.«(Notabene 45) Die Herausgeber Silke Becker und Ulrich von Bülow stellen das blaue Buch von Erich Kästner vor und erläutern seinen Zusammenhang mit Kästners Projekt eines großen Gesellschaftsromans über das Dritte Reich. Ausgewählte Passagen liest der Intendant des Stuttgarter Staatsschauspiels Hasko Weber.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach
Eintritt: Euro 7,-/5,-/3,5
Bild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke BeckerBild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke BeckerBild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke BeckerBild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke BeckerBild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke BeckerBild: Erich Kästner - Das blaue Buch - Silke Becker
© Heiner Wittmann
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