Emma Braslavsky - Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Montag 18.11.19 19.30 Uhr

Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten

Veranstaltungsreihe: Preis des Wirtschaftsclubs im Literaturhaus Stuttgart
Preisverleihung, Lesung und Gespräch
Laudatio und Gespräch: Julia Schröder
»Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten«: In Emma Braslavskys neuem Roman lassen menschenähnliche Roboter jede Art von Beziehungswunsch erfüllbar werden. Doch die uneingeschränkte Glückseinlösung, das Versprechen, menschliche Einsamkeit Geschichte werden zu lassen, verkehrt sich ins Gegenteil und führt vielmehr zu einer Häufung von Selbsttötungen unter den Menschen. Nicht so sehr die Suizide sind das Problem, sondern die damit verbundenen Kosten, denn häufig lassen sich Angehörige nicht ermitteln. So kommt »Roberta« auf den Markt. Sie soll als Pilot-KI-Sonderermittlerin für die Polizei Angehörige der Suizidant*innen ausfindig machen, um dem Sozialamt die Bestattungskosten zu ersparen. In künstlicher Verfremdung des Alltäglichen und mit einem Gespür für tragikomische Situationen beschreibt Emma Braslavsky eine kollabierende Gesellschaft. Ihre literarischen Figuren nehmen uns mit in einen Film noir, leuchten die Macht des Möglichen ebenso aus wie ihre bleichen Kehrseiten, so dass wir uns leicht schwindelnd fragen, mit wem wir uns in der Lektüre zunehmend identifizieren. Etwa mit einer Recheneinheit? Für ihren Roman wird Emma Braslavsky in diesem Jahr mit dem Preis des Wirtschaftsclubs ausgezeichnet. Der mit 5.000 € dotierte Preis richtet sich an Autor*innen, die sich mit Themen der Wirtschafts- bzw. Arbeitswelt kritisch und literarisch anspruchsvoll auseinandersetzen. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören u.a. Annette Pehnt, Philipp Schönthaler, Martin Suter, Matthias Nawrat, Alexander Schimmelbusch.

Eine Veranstaltung des Wirtschaftsclubs in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus
Eintritt: Euro 10,- / 8,- / Mitglieder frei
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Mittwoch
16.10.19
20.00 Uhr
Max, Mischa und die Tet-Offensive
John Harstad
Freitag
18.10.19
18.00 Uhr
Scheize – Liebe – Sehnsucht: Ragnar Kjartansson
Dienstag
22.10.19
19.30 Uhr
Gegen Morgen
Deniz Utlu
Mittwoch
23.10.19
18.30 Uhr
Masters of Virtual Worlds
Benjamin Rudolph, Christoph Rasulis
Donnerstag
24.10.19
19.30 Uhr
Der von den Löwen träumte & Wie ich Klavier spielen lernte
Hanns-Josef Ortheil
26.10.19
bis
06.11.19
Membrane in Ouaga / Burkinafaso
Sonntag
27.10.19
20.00 Uhr
Kintsugi
Miku Sophie Kühmel
Mittwoch
30.10.19
19.30 Uhr
Miroloi
Karen Köhler
Mittwoch
06.11.19
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel
Donnerstag
07.11.19
19.30 Uhr
Ödön von Horváth: »Kasimir und Karoline«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Sonntag
10.11.19
17.00 Uhr
Der Apfelbaum
Christian Berkel
Montag
11.11.19
19.30 Uhr
Metropol
Eugen Ruge
Dienstag
12.11.19
19.30 Uhr
Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist
Ece Temelkuran
Samstag
16.11.19
20.00 Uhr
hell/dunkel
Julia Rothenburg
Sonntag
17.11.19
11.00 Uhr
Bücherfreundin 2019
ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
19.30 Uhr
Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
Freitag
22.11.19
19.30 Uhr
Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
27.11.19
20.00 Uhr
Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
19.30 Uhr
Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
19.30 Uhr
Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke