Montag 08.07.19 19.30 Uhr

Sendbo-o-te

Lesung und Gespräch
Moderation: Katharina Borchardt
„Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Welt, meinte Wittgenstein. Die in Deutschland und Japan ansässige Yoko Tawada macht genau daraus einen Roman.“ Loreen Dalski, SWR 2

Alle ihre Bücher spielen mit dem „Zwischen“, zwischen den Sprachen, den Kulturen, zwischen heute, der Vergangenheit und der Zukunft. Sie schreibe, als könnte man zugleich hellwach sein und träumen. In Stuttgart stellt Yoko Tawada nun ihren neuen Roman vor: Nach einer Katastrophe hat Japan alle Verbindungen zur Außenwelt gekappt. Yoshiro kümmert sich mit großer Liebe um seinen Urenkel Mumey. Die Kinder in dieser Zeit werden krank geboren, ihr Leben hängt am seidenen Faden, zugleich sind sie weise und fröhlich und tragen Zuversicht in sich. Die Uralten leben immer länger, viele Tiere gibt es nicht mehr, Pflanzen mutieren, auch die Menschen. Als der Alltag zunehmend schwieriger wird, versucht eine geheime Organisation, ausgewählte Kinder als "Sendboten" zu Forschungszwecken ins Ausland zu schmuggeln. Die Nähe zu Fukushima und die historische Anspielung auf die Edo-Zeit im 17. und 18. Jahrhundert, in der sich Japan weitgehend von der Umwelt isoliert hat, verleihen dieser literarischen Dystopie von Tawada einen erschreckenden Realitätsbezug. Yoko Tawada, 1960 geboren in Tokyo, lebt seit 1982 in Deutschland. Sie schreibt auf Japanisch und auf Deutsch, wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt u.a. mit dem Kleist-Preis (2016) und der Carl-Zuckmayer-Medaille (2018). Die englische Übersetzung von Sendbo-o-te erhielt den National Book Award 2018 (Translated Literatur). „Sendbo-o-te“ wurde von Peter Pörtner ins Deutsche übertragen.

In Zusammenarbeit mit der deutsch-Japanische-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Freitag
18.10.19
18.00 Uhr
Scheize – Liebe – Sehnsucht: Ragnar Kjartansson
Dienstag
22.10.19
19.30 Uhr
Gegen Morgen
Deniz Utlu
Mittwoch
23.10.19
18.30 Uhr
Masters of Virtual Worlds
Benjamin Rudolph, Christoph Rasulis
Donnerstag
24.10.19
19.30 Uhr
Der von den Löwen träumte & Wie ich Klavier spielen lernte
Hanns-Josef Ortheil
26.10.19
bis
06.11.19
Membrane in Ouaga / Burkinafaso
Sonntag
27.10.19
20.00 Uhr
Kintsugi
Miku Sophie Kühmel
Mittwoch
30.10.19
19.30 Uhr
Miroloi
Karen Köhler
Mittwoch
06.11.19
19.30 Uhr
Umkämpfte Zone: Mein Bruder, der Osten und der Hass
Ines Geipel
Donnerstag
07.11.19
19.30 Uhr
Ödön von Horváth: »Kasimir und Karoline«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Sonntag
10.11.19
17.00 Uhr
Der Apfelbaum
Christian Berkel
Montag
11.11.19
19.30 Uhr
Metropol
Eugen Ruge
Dienstag
12.11.19
19.30 Uhr
Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist
Ece Temelkuran
Samstag
16.11.19
20.00 Uhr
hell/dunkel
Julia Rothenburg
Sonntag
17.11.19
11.00 Uhr
Bücherfreundin 2019
ChrisTine Urspruch
Montag
18.11.19
19.30 Uhr
Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten
Emma Braslavsky
Mittwoch
20.11.19
19.30 Uhr
Der Tunnel
Abraham B. Jehoshua
Donnerstag
21.11.19
19.30 Uhr
Trio NorgeO: Klang & Poesie, nordöstlich
Russudan Meipariani, Aashild Vertus, Andreas Ulvo
Freitag
22.11.19
19.30 Uhr
Auf dem Seil
Terézia Mora
Mittwoch
27.11.19
20.00 Uhr
Der Araber von morgen
Riad Sattouf
Donnerstag
28.11.19
19.30 Uhr
Irmgard Keun: »Das kunstseidene Mädchen«
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
29.11.19
19.30 Uhr
Das Gedicht jenseits der künstlerischen Komfortzone
José F. A. Oliver, Lütfiye Güzel
Samstag
30.11.19
20.00 Uhr
Ja heißt ja und …
Carolin Emcke