Mittwoch 27.02.13 20.00 Uhr

Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle

Vernissage, Gespräche, Film- und Tondokumente
Ausstellung vom 27.2.-12.4.2013

Helmut Heißenbüttel (1921-1996) war als Schriftsteller, Theoretiker, Publizist und als Rundfunkredakteur einer der wichtigsten Protagonisten der bundesrepublikanischen Neoavantgarde. 1954 erschien sein Gedichtband „Kombinationen“, 1956 folgten die „Topographien“. Von 1959 bis 1981 leitete Heißenbüttel den Radio-Essay beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart und förderte dabei viele junge Autoren. Recht erfolgreich wurden seine sechs „Textbücher“ aus den Jahren 1960 bis 1967; seine Frankfurter Poetikvorlesungen von 1963 widmete er den „Grundbegriffen einer Poetik im 20. Jahrhundert“. 1969 erhielt er den Georg Büchner-Preis. In den 70er Jahren interessierte Heißenbüttel sich zunehmend für einen literarischen Gegenkanon und entwickelte sein Konzept einer »Offenen Literatur«. Ein größeres Publikum erreichte er als Erzähler mit „Eichendorffs Untergang und andere Märchen“ (1978) und mit „Wenn Adolf Hitler den Krieg nicht gewonnen hätte“ (1979). Sein bislang wenig gewürdigtes ‚Antiwerk’, das große Romanprojekt „D’Alemberts Ende“, harrt weiterhin gründlicher Lektüre. Die Ausstellung entstand während eines – von Johanna Bohley (FU Berlin) und Lutz Dittrich (Literaturhaus Berlin) geleiteten – Seminars an der FU Berlin. Sie berücksichtigt auch das bislang wenig bekannte bildkünstlerische und photographische Werk Heißenbüttels, aus dem Privatarchiv der Witwe, Ida Heißenbüttel. Am Eröffnungsabend nehmen neben den Ausstellungsmachern der Heißenbüttel-Verleger Michael Klett sowie der Sohn Dietrich Heißenbüttel, der als Kunsthistoriker und Kritiker in Stuttgart arbeitet, teil. Im März erscheint der Band „Kunst in Stuttgart. Epochen, Persönlichkeiten, Institutionen, Tendenzen“, den Dietrich Heißenbüttel herausgibt und der an Helmut Heißenbüttels Werk „Stuttgarter Kunst im 20. Jahrhundert. Malerei, Plastik, Architektur“ aus dem Jahre 1979 anknüpft.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin
Mit Unterstützung der Klett-Stiftung sowie des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und der Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Bild: Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle - Dietrich HeißenbüttelBild: Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle - Dietrich HeißenbüttelBild: Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle - Dietrich HeißenbüttelBild: Helmut Heißenbüttel: Literatur für alle - Dietrich Heißenbüttel
© Heiner Wittmann
Programm Literaturhaus Stuttgart
veranstaltungen
Donnerstag
26.07.18
20.00 Uhr
Hier ist es schön
Annika Scheffel
Sonntag
29.07.18
22.00 Uhr
Kino auf der Burg – Die göttliche Ordnung
Montag
06.08.18
17.30 Uhr
Walter Nowak bleibt liegen von Julia Wolf
Freitag
21.09.18
19.30 Uhr
Erich Kästner: Emil, die Detektive und das doppelte Lottchen
Ulrike Draesner, John von Düffel
Freitag
05.10.18
19.30 Uhr
Who cares? Schreibende zwischen Kreativität und Elternschaft
Antonia Baum, Ralf Brönt, Anke Stelling
Dienstag
16.10.18
19.30 Uhr
Das weibliche Prinzip
Meg Wolitzer
Donnerstag
18.10.18
19.30 Uhr
Wir hatten Großes vor / Leistungscheck
Lydia Daher, Daniel Schröteler, Miriam Meckel, Nina Verheyen
Donnerstag
15.11.18
19.30 Uhr
Christa Wolf: Kassandra
Ulrike Draesner, John von Düffel