Samstag 24.11.12 19.00 Uhr

Tauben fliegen auf / Galambok röppennek föl

Buchvorstellung, Lesung
Ein großes Werk (Nobelpreisgröße!) in Stimmung des Überganges – Balkan und die Schweiz in einem Rahmen. Couleurs und Odeurs in jedem Bild und Wort des Buches, das ursprünglich deutsch gedichtet aber mit vielen Einschlägen des Lokal-Ungarischen, manchmal Serbischen verfilzt, erschien neulich (vor kurzem) in seiner Sprache der Farben und Stimmungen, in dem strahlenden Duft von Mamika: also ungarisch. Balkan-Schweiz cross-cultural links, kulturelle Querschnitte, historische Wechselzeit in den Menschen ergriffen und erlebt, wie sich heute ein großer Teil Europas wandelt: in der Welt draußen und in der Seele und der Kultur drinnen. In diesem Buch gärt Europa der Änderungen unserer Epoche, der Jahrtausendwende.
Unsere Gäste sind an diesem Abend die Autorin Melinda Nadj Abonji und die Übersetzerin ins Ungarische Eva Blaschtik. Wir möchten auch wissen, ob die Tauben deutsch und ungarisch gleichermaßen fliegen. Wir freuen uns, dass sie an diesem Abend auf eine kurze Zeit bei uns landen werden…
Weitere Infos zur Veranstaltung:
Die 1968 in der Vojvodina zur Welt gekommene Melinda Nadj Abonji erhielt 2010 den Deutschen Buchpreis für ihr Buch „Tauben fliegen auf“. Aus der Sicht einer jungen Frau schildert es die Geschichte einer ungarischen Familie aus Serbien, die vor dem Zerfall Jugoslawiens in die Schweiz auswandert und sich dort dem Arbeitsleben in einem fremden Land stellen muss, ohne dessen Sprache zu beherrschen.
Die Übersetzung des Buches in ungarischer Sprache erschien im Frühjahr 2012.
Die Literaturübersetzerin Éva Blaschtik erzählt über die Herausforderung der Übersetzung, wie die sprachliche Eigenart von Nadj-Abonjis Buch ins Ungarische implantiert wurde.
Ergänzend hierzu steht in unserer Veranstaltung die zentrale Frage im Mittelpunkt, inwieweit die kulturelle Identität sprachlich transportiert werden kann?

Veranstalter: Ungarische Kulturinstituts Stuttgart
Mit Unterstützung aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung