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23.4.2024

Carolin Emcke: Was wahr ist

Veranstaltungsdaten

Wie lässt sich von Erfahrungen erzählen, die alle moralischen Erwartungen, was Menschen einander antun können, außer Kraft setzen? Mit welcher Behutsamkeit, welcher Diskretion und welcher Empathie muss nach einer Sprache gesucht werden im Kontext von Krieg und Gewalt? Carolin Emcke fragt nach der Ethik des Erzählens trotz allem. Für sie ist die Suche nach dem, was wahr ist, immer eine, die auch die eigene Rolle befragt. Wer über Trauma und Versehrtheiten schreibt, muss auch über das schreiben, was als normativer Kern unangetastet bleibt: die menschliche Würde. Und wer schreibend über das nachdenkt, was wahr ist, muss auch über die Gewalt der Klimakrise sprechen: Welche Rolle spielt faktuales Erzählen beim Erzählen von Klimafragen? Für Carolin Emcke muss sich die Suche in verschiedene Richtungen aufmachen. Rückwärts: Was ist geschehen und wer ist dafür verantwortlich? Vorwärts: Was sein wird, welche Möglichkeitsräume lassen sich öffnen und kartographieren? »Was wahr ist« ist ein Plädoyer für die Ethik des Erzählens und das Denken in Utopien. Carolin Emcke, geb. 1967, bereiste von 1998 bis 2014 weltweit Krisenregionen und berichtete darüber. Sie ist Philosophin und Publizistin und engagiert sich immer wieder mit künstlerischen Projekten und Interventionen. Seit fast 20 Jahren kuratiert und moderiert Carolin Emcke die monatliche Diskussionsreihe »Streitraum“ an der Schaubühne Berlin. Ihre Bücher »Gegen den Hass«, »Wie wir begehren« wurden in über 15 Sprachen übersetzt.

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