Programm
Programm

zwischen/stopp
Samstag, 22.9. 18 Uhr
WANDELKONZERT DER SINGAKADEMIE STUTTGART

Ob a cappella oder mit instrumentaler Begleitung: Die Singakademie Stuttgart bringt anspruchsvolle Chormusik aller Epochen zur Aufführung und greift dabei durchaus auch innovative Konzertformate zurück. In einem Wandelkonzert in der Stuttgarter Stadtbibliothek ziehen die 50 Sängerinnen und Sänger von Raum zu Raum und erzeugen dabei einen vielstimmigen Klang, der sowohl auf die unterschiedlichen Raumkonstellationen als auch das Können jedes Einzelnen abgestimmt ist. Auf dem Programm stehen Nacht-, Mond- und Sternengesänge u.a. von Robert Schumann und Clytus Gottwald, Camille Saint-Saëns, Ērik Ešenvalds und Sara Teasdale und Hans Schanderl.

Ort: Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1
Eintritt frei


zwischen/lese = Lesestunde u35
Montag 1.10. 19 Uhr
ALTE MEISTER von Thomas Bernhard

Seit dreißig Jahren sitzt der inzwischen 82-jährige Musikphilosoph Reger jeden zweiten Tag auf derselben Bank im Bordone-Saal des Kunsthistorischen Museums in Wien vor dem "Weißbärtigen Mann" von Tintoretto. Dort studiert er die als vollendet geltenden Werke der sogenannten Alten Meister und hat dabei nichts Geringeres im Sinne, als sie auf Fehler abzusuchen. Von der Kunstbetrachtung gehen seine Gedanken auf die Gesellschaft im Allgemeinen und die österreichische Gesellschaft im Besonderen über, in der er überwiegend Scheußlichkeiten vorfindet. Er selbst wiederum wird währenddessen von seinem Freund, dem Privatgelehrten Atzbacher beobachtet, der Regers Ansichten und Meinungen kommentiert und mit ihm zumindest was die Abneigung und den Ekel gegenüber der österreichischen Kultur betrifft übereinstimmt. Wir lesen die 1985 veröffentlichte Komödie, die für seine nie enden wollende Monologe gefeierten und für seine Hasstiraden gefürchteten österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard und sprechen im Literaturhaus gemeinsam mit den Jungen Freunden Staatsgalerie Stuttgart über die (Kunst-) Ansichten seiner Protagonisten.

Anmeldung unter u35@literaturhausstuttgart. de
Eintritt: Euro 3,- / Mitglieder frei


zwischen/stopp
I AM NOT. FEMINISMUS IN LITERATUR, KULTUR UND GESELLSCHAFT
Freitag, 5.10. 19.30 Uhr
Who cares? Schreibende zwischen Kreativität und Elternschaft – Antonia Baum, Ralf Bönt und Anke Stelling
Moderation: Carolin Callies

Schreiben ist Obsession, Hingabe, Inspiration - und eine einsame Tätigkeit. Was passiert aber mit der Kreativität, wenn ein Kind ins Leben tritt? Die wenigen Frauen, die der literarische Kanon versammelt, sind kinderlos. An ihnen, wie an ihren männlichen Gegenübern, hat sich das Bild des Künstlers gefestigt, der außerhalb des Alltäglichen steht, dem etwas Mythisches oder Genialisches anhaftet. Elternschaft dagegen ist »gesteigerte Alltagsroutine«, so die Literaturkritikerin Ursula März. Schreibende Frauen verstoßen per se gegen weibliche Stereotype. Sie gehen in die Öffentlichkeit, wollen gehört und gelesen werden. Die Schriftstellerin und Journalistin Antonia Baum schreibt in ihrem Essay Stillleben über die Veränderungen, die ein Kind bedeuten kann. Die Schriftstellerin Anke Stelling geht in ihrem neuesten Roman Schäfchen im Trockenen der Frage nach, wer für wen und was verantwortlich ist, und der Autor Ralf Bönt ruft in seinem Manifest Das entehrte Geschlecht den Männern ihr Recht auf ein »karrierefreies Leben« zu. Die drei kommen dabei auch ins Gespräch über Produktionsbedingungen des Schreibens heute, wenn der Beruf z.B. prekär zu werden droht.

Ort: Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: 10,- / 8,- / 5,- Euro


zwischen/stopp = Exkursion u35
Donnerstag 18.10. 18.15 Uhr
Alte Meister in Stuttgart

Noch mit Bernhards ausufernden verbalen Exzessen im Ohr schauen wir uns im Dialog mit den jungen Freunden Staatsgalerie die Alten Meister der Stuttgarter Sammlung an. Finden auch wir Fehler und Ungereimtheiten? Oder gelten sie dort zurecht als vollendete Meisterwerke?

In Kooperation mit den Jungen Freunden Staatsgalerie Stuttgart

Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de
Ort: Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Straße 30-32
Eintritt: Euro 12,-/7,50,-


zwischen/stand
Dienstag, 30.10. 19 Uhr
SCHREIBZIRKEL JUNGER AUTOR*INNEN

Du schreibst gelegentlich Gedichte oder Prosatexte, hast vielleicht sogar ein ganzes Buchprojekt in der Schreibtischschublade und Lust, dich mit anderen jungen Autor*innen auszutauschen? Im Literaturhaus habt ihr Gelegenheit, über eure Texte und Schreibversuche zu sprechen, über Ideen, kreative Verfahren, Probleme und Blockaden zu diskutieren. Ob ihr euch Feedback zu mitgebrachten Textproben einholt, euch an gemeinsamen Schreibansätzen versucht oder euch einfach mit Gleichgesinnten vernetzt, steht euch frei.

Ort: Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro
Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de


zwischen/lese
Montag, 5.11. 19 Uhr
DER STEPPENWOLF – Hermann Hesse

„Es gibt nun Zeiten, wo eine ganze Generation so zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Leben hineingerät, dass ihr jede Sitte, jede Selbstverständlichkeit, jede Geborgenheit und Unschuld verlorengeht“, so heißt es in Hermann Hesses 1927 erschienenem Roman Der Steppenwolf, einem Werk, von dem Hesses internationale Renaissance ausging. In der Geschichte Harry Hallers, eines Intellektuellen, der sich selbst zerreißt zwischen dem bürgerlich-angepassten Leben und seiner Sehnsucht, daraus auszubrechen, findet sich die Generation der 68er wieder, die die Strukturen der Gesellschaft radikal hinterfragt. Über neunzig Jahre nach seinem Erscheinen fragen wir nach der Aktualität und Wirkung dieses Romans und sprechen über unsere Leseeindrücke.

Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de
Ort: Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro


zwischen/stopp
Mittwoch, 7.11. 19 Uhr
DER STEPPENWOLF – JES Stuttgart

Harry Haller leidet. An der Gesellschaft, an sich und an seinem Wesen. An dem Widerspruch, dass er die Bürgerlichkeit verachtet, aber deren Ordnung als Halt braucht. An der Zerrissenheit seiner Persönlichkeit: Er hasst genau das, wonach er sich sehnt, verhönt diejenigen, denen es gelingt, sich zu vergnügen, und kokettiert mit seinem Selbstmord. Bis er Hermine trifft, eine junge Frau, die mit ihrer Lebenslust seinem Leben zumindest zeitweise einen anderen Inhalt gibt als nur schwere Gedanken und Bücher. Durch sie und mit der Unterstützung ihres Freundes Pablo und seinem magischen Theater scheint er einen Weg zu finden, sich mit dem Leben und sich selbst zu versöhnen: den Humor. In ihrer Neuinszenierung für das Junge Ensemble Stuttgart erkunden die Intendantin Brigitte Dethier und ihr Ensemble, inwieweit sich Hermann Hesses Steppenwolf als generationsübergreifende Fabel erzählen lässt: Von einem, der sich abarbeitet an der Gesellschaft und sich die ewig gleichen Fragen stellt: Wo will ich hin? Wie will ich leben? Welche Werte sind mir wichtig? Wir sehen das Stück und bilden uns selbst eine Meinung dazu!

Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de
Ort: Junges Ensemble Stuttgart, Eberhardstraße 61a, Stuttgart
Eintritt: 12,-/7,- Euro


zwischen/miete
Donnerstag, 22.11. 20 Uhr
AM WELTENRAND SITZEN DIE MENSCHEN UND LACHEN – Philipp Weiss

„Als wäre ich nirgendwo zu Hause. Als stünde ich immerzu auf der Schwelle, zwischen den Dingen, den Räumen, den Menschen. Die Glücklichen, die niemals über einen Weltenrand gestürzt sind...“ Ein Roman aus fünf Bänden und 1000 Seiten. Für die zwischen/miete-Lesung im Herbst haben wir uns ein wahres Mammutwerk vorgeknöpft. Philipp Weiss, geboren 1982, überrascht darin mit fünf verschiedenen Textgattungen, die einzeln lesbar, aber dennoch miteinander verflochten sind. Ob Manga, Erzählung oder Notizheft, der Roman Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen ist in jeder Hinsicht eine literarische Entdeckung. „Die Leser, die sich auf diese herausfordernde Reise einlassen, werden mit einem beeindruckendem Reichtum an Sprache, Phantasie und Wissen belohnt“, resümiert die Jury des Literaturpreises der Jürgen Ponto-Stiftung, den der Autor 2018 erhält. Weiss studierte Germanistik und Philosophie. 2009 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Preis teil. Er schreibt Prosa und Theaterstücke und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Ort: Gutenbergstraße 110, Stuttgart
Eintritt: 5,- Euro inklusive Bier und Brezel Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl.


zwischen/lese
Montag, 3.12. 19 Uhr
NICHT NUR ZUR WEIHNACHTSZEIT – Heinrich Böll

Weihnachten, das besinnliche Fest im Kreis der Familie, ist für Tante Milla zum Lebensinhalt geworden. Nachdem sie jahrelang an der von ihr so geliebten wie perfektionierten Aufgabe des Weihnachtsbaumschmückens gehindert worden ist, nimmt sie diese im ersten Nachkriegsjahr mit umso größerer Hingabe wieder auf. So sehr findet sie Gefallen daran, dass sie in einen regelrechten Wahn verfällt und fortan jeden Tag pünktlich um 18.30 Uhr Heiligabend feiert. So kommt es, dass selbst im Juli die Englein noch singen und die Wachskerzen tropfen. Nicht nur zur Weihnachtszeit zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten Erzählungen Heinrich Bölls. In ihr nimmt er die restaurativen Tendenzen im Nachkriegsdeutschland satirisch aufs Korn und fängt in der verewigten Weihnachtsfeier die Atmosphäre einer Zeit ein, die eher auf Bewahrung als auf Erneuerung zielte. Zwischen Glühwein, Punsch und Plätzchen diskutieren wir über diese und weitere (Weihnachts-)Erzählungen von Heinrich Böll: Nicht nur zur Weihnachtszeit, Krippenfeier und Der Engel.

Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de
Ort: Literaturhaus Stuttgart
Eintritt: Mitglieder frei / Gäste 3,- Euro


zwischen/miete
Mittwoch, 12.12., 20 Uhr
AMOK PerVers – Martin Piekar

Provokativ, direkt, aufrüttelnd - so schreibt Martin Piekar, Jahrgang 1990, in seinem Gedichtband Amok PerVers über unsere Gegenwart. Es geht um Politisches und Privates, um „Wolkenformnationen“ und „Wolkenformationen“. Es geht um Identitäten und Grenzen, um die Generation Tinder und die perversen Auswüchse des Kapitalismus, die im Bankenviertel Frankfurts ein architektonisches Äquivalent gefunden haben. Mit diesem Gedichtband zeigt Piekar, dass der häufig geäußerte Vorwurf, die junge Schriftsteller*innengeneration sei gänzlich unpolitisch, eine pauschale Unterstellung ist. Schonungslos allem und allen gegenüber spielt diese Lyrik mit Variationen der Alltagssprache und schafft eindrückliche Bilder, die hängenbleiben. Piekar studiert Philosophie und Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschien 2014 sein Debütband Bastard Echo beim Verlagshaus Berlin. Piekar erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter auch den Lyrikpreis des 20. Open Mike (2012).

Ort: Hauptstätter Straße 143, Stuttgart
Eintritt: 5,- Euro inklusive Glühwein und Gutsle. Nur Abendkasse (ab 19.30 Uhr), begrenzte Platzzahl.


zwischen/stopp
Mittwoch, 19.12. 20 Uhr
SCHLITTSCHUHLAUFEN - EISWELT STUTTGART

Kufen polieren, bitte! Passend zur Winterzeit bitten wir aufs Eis der Waldau zu gemeinsamem Rundendrehen und gelegentlichen Pläuschchen an der Bande. Denjenigen, die noch an ihrer Kompetenz auf dem Eis zweifeln, stehen natürlich immer helfende Hände und Holzpinguine zur Verfügung.

Anmeldung unter u35@literaturhaus-stuttgart.de
Ort: Eiswelt Stuttgart, Keßlerweg 8, Stuttgart
Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Waldau
Eintritt: 5,50 / 3,30 Euro Eintritt + Leihschlittschuhe 4,- Euro



Unser Model trägt eine Brille von ic! Berlin, ausgesucht bei www.silberblick-optik.de.

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