Aus aktuellen politischen Gründen kann die Veranstaltung nicht wie geplant am 2.12. stattfinden. Wir versuchen, einen Ersatztermin im Frühjahr zu finden.

Moldau – das „unbekannte“ Land am Rande Europas

Lesung und Gespräch Oleg Serebrian, Nina Corcinschi
Literaturhaus Halle 2.12.2022 / 19:00 Uhr
Moldau – das „unbekannte“ Land am Rande Europas – entstand, als sich 1991 die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik im Zuge der Auflösung der Sowjetunion für unabhängig erklärte. Es gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Fast eine Million Menschen haben Moldau auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen bereits verlassen. Seit 2022 ist Moldau ein EU-Beitrittskandidat. Im Zuge des Krieges in der Ukraine hat Moldau mehr Geflüchtete aufgenommen als jeder andere Staat, gemessen an der eigenen Bevölkerungszahl. Oleg Serebrian, Jahrgang 1969 ist Politiker, Diplomat, Wissenschaftler (Geopolitik) und Schriftsteller. Von 2010 – 2015 war er Botschafter Moldaus in Frankreich, in den Jahren 2015-2020 Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. 2014 trat er mit dem Roman Cântecul mării (Lied des Meeres, 2011) erstmals als literarischer Schriftsteller in Erscheinung. 2018 folgte Woldemar, 2021 schließlich Pe contrasens (Im Gegensinn), drei Romane, die in gewissem Sinne als Trilogie aufgefasst werden können, weil sie die Geschichte einer aus der Nordbukowina stammenden Familie über einen längeren historischen Zeitraum (1944; 1970-er Jahre in der sowjetischen Nordbukowina; Nazizeit in Deuschland) verfolgen. Der Erstling ist ins Deutsche übersetzt worden und wird Anfang November im Mitteldeutschen Verlag erscheinen. Die Literaturwissenschaftlerin Nina Corcinschi, ist seit 2019 Direktorin des Instituts für rumänische Philologie “Bogdan Petriceicu-Hasdeu” der Moldauischen Akademie der Wissenschaften und gilt als profundeste Kennerin der Literatur des Landes.

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Veranstalter: Literaturhaus Halle

Copyright Foto Souvenir: Ekaterina Zershchikova