Veranstaltung

Montag, 11.06.18 / 20.00 Uhr

Wolfram Eilenberger

Zeit der Zauberer


Während die akademische Philosophie heute auf ihrem historischen Tiefpunkt angelangt sei, so Wolfram Eilenberger, markierten die Jahre 1919 bis 1929 eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der vier große Denker die Philosophie revolutionierten. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden. Wolfram Eilenberger, Chefredakteur des "Philosophie Magazins", erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers, der taumelnde Walter Benjamin, der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet.


  • Lesung und Gespräch
  • Felix Heidenreich (Moderation)

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