Veranstaltung

Dienstag, 25.09.07 / 20.00 Uhr

Friedrich Kittler

Von Al Qaida zur Raf - Staaten und ihre Terroristen

Deutscher Herbst


Der "deutsche Herbst" 1977 jährt sich zum dreißigsten Mal. Mit Friedrich Kittlers Vortrag beginnt eine dreiteilige Reihe, die das Literaturhaus im Rahmen des Themenschwerpunkts des Stuttgarter Staatsschauspiels veranstaltet. Der Auftakt findet im Literaturhaus statt, die beiden folgenden Veranstaltungen im Schauspielhaus. "Dreißig Jahre nach dem blutigen deutschen Herbst, fünf Jahre nach dem Fall von New Yorks Zwillingstürmen wird es vielleicht möglich, den Terror ohne die üblichen moralischen Parteinahmen zu besprechen. Es bietet sich vielmehr eine geopolitische und/oder infrastrukturelle Fragestellung an: Wenn Al Qaida (gleichsam als sein dunkler Spiegel) dem ölbasierten US-Weltluftreich von heute entspricht, entsprachen dann die RAF und ihre erfolgreiche Rasterfahnung einer (durch Autobahnen, Parkhäuser usw.) modernisierten Bundesrepublik?" - fragt Friedrich Kittler. Kittler, der zu den bedeutendsten und originellsten deutschen Denkern der Gegenwart gehört, ist seit 1993 Professor für Ästhetik und Geschichte der Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Medientheoretische Forschungen verfolgt er zudem als Mitglied des Hermann von Helmholtz Zentrums für Kulturtechnik. Für das Literaturhaus konzipierte er eine Vortragsreihe mit den Themen Liebe griechisch, Minne und Liebe romantisch und zuletzt einen Vortrag über Thomas Pynchons neuen Roman Against the day.
In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Stuttgart

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,-


  • Vortrag

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