Veranstaltung

Mittwoch, 25.05.11 / 20.00 Uhr

Albert Ostermaier

Schwarze Sonne scheine

RadioArt Literaturhaus


Ein junger Mann, aufgewachsen in einem katholischen Internat in Bayern, der sein Leben darauf ausgerichtet hat, Schriftsteller zu werden, muss sich entscheiden zwischen sicherem Tod und ungewissem Überleben, für das er sich allerdings zwei völlig unbekannten Menschen überlassen muss. Eine ausgewiesene prominente Ärztin stellt ihm die Diagnose, er leide an einer nur von ihr diagnostizierbaren tödlichen Krankheit, die eine sofortige Therapie im amerikanischen Texas erfordere. Der väterliche Mentor, ein katholischer Priester, rät, der Ärztin zu vertrauen und in die USA zu reisen. Wie soll sich der angehende Schriftsteller entscheiden? Andere Diagnosen einholen, obwohl sie laut Ärztin die Krankheit nicht aufspüren können? Dem Rat der Eltern folgen und sich sofort dem Krankenhaus ausliefern? Statt dessen rekapituliert er sein Leben und die Ereignisse, die zu dieser dramatischen Situation geführt haben. Diese Recherche der vergangenen und verlorenen Jahre eines jungen Mannes weitet sich durch die detailgetreue Schilderung der Internatsjahre zu einem erschütternden Panorama moralisch-politischer Strukturen im Süden Deutschlands, in dem der Einzelne wenig, die Kirche alles zählt.

In Zusammenarbeit mit dem SWR (Sendetermin: SWR 2, 21.6., 22.05 Uhr)


  • Lesung und Gespräch
  • Uwe Kossack (Moderation)

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