Veranstaltung

Freitag, 13.10.17 / 17.00 Uhr

Didier Eribon

Rückkehr nach Reims

Herkunftssache!


Geschlossene Gesellschaft? Warum ist Deutschlands gläserne Decke nach wie vor so stabil undurchlässig? Warum ist die Chancenungleichheit so hoch, wie in kaum einem anderen europäischen Land? Der französische Soziologe und Foucault-Forscher Didier Eribon hat mit seiner Studie "Rückkehr nach Reims" autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft: Eribon realisiert, wie sehr er nicht nur unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt, sondern, dass es vor allem auch der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Sein Herkunftsmilieu hat er im Gegensatz zu seiner geschlechtlichen Orientierung lange verleugnet, erst der Tod seines Vaters führte ihn zurück in seine eigene Geschichte und in die Banlieues von Reims. Darüber hinaus liefert er als Soziologe eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft, der traditionellen Linken, heute zum Front National übergelaufen ist.


  • Lesung und Gespräch
  • Hinrich Schmidt-Henkel (Moderation)
    Stefan Wancura (Deutsche Lesung)

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