Veranstaltung

Mittwoch, 07.05.08 / 20.00 Uhr

Martin Mosebach, Hans Hollmann, Andrea Reuter

Rotkäppchen und der Wolf


Martin Mosebach, dem letztes Jahr der Georg-Büchner-Preis verliehen wurde, hat aus einem Märchen voll alter Mythen ein eindrucksvolles modernes Versdrama gestaltet, an dessen Grund die mal zynische, mal lustvolle reine Lebensgier liegt. In freien und gereimten Rhythmen, Songs und volksliedhaften Gedichten wird das ganze Märchen zur handelnden Person: der Wald mit den Tannen und Tieren, Pilzen und Blumen, der Wolf und seine auf Rotkäppchen eifersüchtige Frau, der Förster und natürlich Großmutter, Mutter und Rotkäppchen, die drei Generationen von Frauen repräsentieren. Entzaubernd-verzaubernd erscheint die Bewegung, das Stück ist ganz von heute und doch ein Welttheater-Kosmos, in dem Tannen und Quelle, Häschen und Hausrat, Sterne und wahrsagende Karten sich um einen Faustus-Wolf gruppieren. Rotkäppchen ist "halb Licht und halb Schatten", halb Alice im Wunderland, halb Iphigenie, halb Kind und auch halb Frau."Mosebach ist Katholik (...) und mag seinem Glauben am Ende da besonders nah sein, wo er aus seinem Stoff das Freche und Grausame und Kalte gewinnt. Nur über solchem Grund kann Erlösung überhaupt etwas bedeuten." (FAZ)

Eintritt: Euro 8,-/6,-/4,-


  • Szenische Lesung

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