Veranstaltung

Freitag, 09.01.15 / 20.00 Uhr

Madelung Eva

Reden, bevor es zu spät ist


In Form eines fiktionalen Briefwechsels schildert Eva Madelung, Tochter des Firmengründers Robert Bosch, das verhängnisvolle Schweigen zwischen der Kriegs- und der Nachkriegsgeneration in Deutschland – eine Geschichte, die auch ihre eigene hätte sein können. So schreibt sie in ihren Notizen zur Entstehung des Buches: "Denn ich bin mir fast sicher, dass ich zu einer gläubigen Nationalsozialistin herangewachsen wäre, obwohl - oder womöglich gerade weil - mein Vater, Robert Bosch, ein Gegner des Regimes gewesen ist." Der Text nun stellt eine Mutter, Eva Pasch, vor, die kurz vor ihrem Tod einen Lebensbericht für ihre Tochter Hanna verfasst. Diese verließ die Mutter mit 16 Jahren und sympathisierte später mit der RAF. Zwischen den beiden herrscht seither eine tiefe Entfremdung. Hanna ahnt nicht, dass ihr Großvater gegen das Nazi-Regime gekämpft hat, während die Mutter bis zum Schluss für den Endsieg eintrat und sich erst Jahre später ihrer Schuld bewusst wurde.

Eva Madelung, geboren 1931, war in den 1940er Jahren in der Hitlerjugend. Sie studierte nach dem Krieg Geisteswissenschaften, machte später eine therapeutische Ausbildung zur Familientherapeutin und lebt in München. Das Gespräch mit ihr führt der Stuttgarter Verleger Michael Klett. Die Lesung der Passagen aus dem Buch "Reden, bevor es zu spät ist" übernimmt die Sprecherin und Schauspielerin Sabine Kastius, die für den Bayrischen Rundfunk und andere Sender arbeitet und seit Jahren eigene Lesungen konzipiert.


  • Lesung und Gespräch
  • Michael Klett (Moderation)
    Sabine Kastius (Sprecher)
  • Veranstalter: Aktionsbündnis für Direkte Demokratie

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