Veranstaltung

Dienstag, 15.05.01 / 19.00 Uhr

Claire Beyer, Uwe Kossack

Rauken


Claire Beyer legt mit Rauken (Frankfurter Verlagsanstalt) ein beeindruckendes Prosadebüt vor. Die Geschichte des Mädchens Vroni, das in den frühen 50er Jahren in der deutschen Provinz heranwächst, macht in leisen Tönen ein Stück Nachkriegsgeschichte lebendig. Es geht um Menschen, die Krieg und Faschismus zwar physisch überlebt haben, deren Seelen dabei aber verkümmert sind. Vergeblich versucht Vroni die Flucht in die Phantasiewelt ihres Freundes Pierre, der Klavier spielt wie Mozart.

"Claire Beyer erzählt in ihrem Debütroman in dichten, beklemmenden Bildern ohne Kitsch und Wehleidigkeit ein todtrauriges Stück deutscher Geschichte. Das ist wie ein Schnitt mit dem scharfen Messer - es schmerzt zunächst nicht, aber es blutet sofort. [...] Mehr als 50 Jahre muss man wohl alt werden, um darüber endlich derart eindringlich schreiben zu können." (Elke Heidenreich in DER SPIEGEL).

Claire Beyer, geboren 1947, lebt in Markgröningen bei Ludwigsburg und arbeitet als Bankkauffrau. Sie hat ein Musical über Camille Claudel verfasst und Erzählungen, Kurzprosa und Gedichte in verschiedenen Anthologien veröffentlicht.


  • Lesung und Gespräch
  • Außer Haus! Kunststiftung Baden-Württemberg

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