Veranstaltung

Freitag, 24.05.19 / 11.45 Uhr

Sagal Abshir, Emmanuel Iduma, Billy Kahora, Matthias Krupa

Panel #1 Afrika Optik

Membrane. African Literatures and Ideas.


Afrika Optik befasst sich schonungslos mit der Frage, warum sich in den westlichen Medien Narrative und visuelle Darstellungen Afrikas hartnäckig halten, die in der problematischen, noch immer lebendigen kolonialen Vergangenheit verankert sind. Woraus genau speist sich diese oberflächliche Vorstellungswelt? Wer profitiert davon? Gibt es eine bislang unerforschte kollektive Psychose, die einfordert, dass die Idee Afrikas auf eine bestimmte Art fortbesteht? Soll eine Illusion aufrechterhalten werden, die es den Produzenten dieser Bilder und Narrative erlaubt, sich überlegen zu fühlen? Wessen Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit über die komplexen Realitäten in den verschiedenen Räumen Afrikas, auch in Räumen in anderen Teilen der Welt zu informieren? Die Medien sind Mittel und Fenster, durch das die Welt nicht nur ein Verständnis ihres eigenen Wesens und ihrer eigenen Identität gewinnt, sondern auch des Wesens und der Identität der anderen. Statt der Suche nach Genauigkeit und Wahrheit bestimmen vielmehr verschiedene Interessenlagen die Berichterstattung der Medien. Was können wir angesichts dieser Situation andern, um ein realistischeres, angemesseneres Narrativ und Bild Afrikas zu vermitteln?

Afrika Optics
In Africa Optics, we bring to the table what we hope will be a brutally honest exploration of why, certainly among the western media, there is a stubbornly persistent narrative and visual representation of an Africa that mostly exists in the troubled but vivid imagination residing in a colonial past. What informs the shallow imagining? Who gains? Is there an unexplored collective psychosis that requires that the idea of Africa persist in one particular way in order to sustain a specific illusion that the story and image creators require in order to feel themselves superior in the world? Whose task is it to keep the audiences informed of complex realities in the variety of spaces of Africa, including those in other parts of the world? Since the media are the means and window through which the world gains an understanding of the character and identity of not only themselves, but those of others, given the assorted private interests that inform media choices, rather than the quest for accuracy or truth, what can possibly change in delivering a far more realistic narrative and image of Africa?

Mit simultaner Übersetzung Englisch-Deutsch
A simultaneous English-German translation will be provided.


  • Sieglinde Geisel (Moderation)

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