Veranstaltung

Montag, 03.05.10 / 18.00 Uhr

Marco Goecke, Esther Dreesen, Friedemann Vogel

Orlando


Virginia Woolfs Roman "Orlando" ist eine humorvolle und parodistische Lebensgeschichte, deren Ursprung zum Teil im Leben ihrer engen Freundin Victoria Sackville-West liegt. Der Grad des Phantastischen ist leicht zu erkennen, wenn die Titelfigur beinahe vier Jahrhunderte durchlebt, dabei aber selbst nur zwanzig Jahre altert, oder in einem tranceartigen Schlaf das Geschlecht gewechselt hat. Marco Goecke gibt Woolfs literarischem Erfindungsreichtum choreographisch Gestalt. Sein zweites abendfüllendes Ballett (Uraufführung am 2. Juni) folgt in Bildern den Gemütszuständen der Titelheldin und gibt durch Reduktion einen persönlichen Blick auf das zentrale Thema des Romans: Identität im permanenten Fluss der Zeit. Sein choreographisches Debüt gab Marco Goecke im Jahr 2000 mit der Choreographie "Loch" am Theater Hagen. Sechs Jahre später empfing der gebürtige Wuppertaler mit dem "Prix Nijinski" bereits eine der bedeutendsten Ehrungen der Ballettwelt. Die Ballette des Wahlstuttgarters, seit 2005 Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts, werden mittlerweile weltweit aufgeführt, getanzt von den renommierten Compagnien der internationalen Tanzszene. Der Stuttgarter Autor und Übersetzer Joachim Kalka unterhält sich mit Marco Goecke sowie mit der Dramaturgin Esther Dreesen und dem Tänzer Friedemann Vogel.
In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ballett

Eintritt: EUR 8,-/6,-/4,-


  • Film und Diskussion
  • Joachim Kalka (Moderation)

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